5 Fragen an… Wulf-Peter Schmidt von Ford

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Cleantech News / Köln. In der vergangenen Woche startete der Autobauer Ford die Serienfertigung seiner EcoBoost-Motorenfamilie, die deutlich effizienter und verbrauchsärmer sind als bisher verwendete Motoren (CleanThinking.de berichtete). Doch welche Rolle spielt eigentlich „Clean Thinking“ im Unternehmen Ford? Im Rahmen der Motorenpräsentation hatte CleanThinking.de-Redakteur Fabian Finke die Gelegenheit, dazu mit Dr.-Ing. Wulf-Peter Schmidt, dem Manager Sustainability / CO2 & Technical Specialist Vehicle Recycling der Ford Werke GmbH das folgende Interview zu führen: „5 Fragen an… Wulf-Peter Schmidt von Ford“.

CleanThinking.de: Herr Schmidt, alternative Antriebstechnologien sind derzeit in aller Munde. Ihr Konkurrent Daimler propagiert derzeit wieder die Brennstoffzelle, Opel prescht mit dem Opel Ampera als Elektroauto mit Range Extender vor und BMW setzt tendenziell auf reine Elektroautos sowie Hybridfahrzeuge. Wie positioniert sich Ford in dieser Thematik?

Ford Wulf-Peter Schmidt Sustainability OfficerSchmidt: Potenzial haben sowohl das Elektroauto als auch wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenautos. Infrastrukturell sind derzeit wasserstoffbetriebene Konzepte schwieriger umzusetzen. Ford verfolgt daher einen breiten Portfolio-Ansatz, bei dem alle Optionen verfolgt werden. Hierzu zählt dann aber auch die Verbesserung von Diesel- und Benzinfahrzeugen, die noch lange dominieren werden. Allerdings sehen wir hier einen steigenden Hybridanteil.

Dazu spielen auch alternative Kraftstoffe eine wichtige Rolle sowie die Elektro- und Hybridfahrzeuge. Die größten Potenziale sehen wir hier langfristig bei Plug-In Hybridfahrzeugen. Last but not least: Im Clean Energy Partnership Projekt in Berlin fahren nach wie vor zwei Brennstoffzellenfahrzeuge vom Typ Ford Focus. Wir sind breit aufgestellt – letztlich entscheidet der Kunde!

CleanThinking.de: Können Sie das noch etwas präzisieren – welche Modelle gibt es konkret von Ford?

Schmidt: Ja, gerne. Seit Sommer 2011 gibt es den Ford Transit Connect als batterieelektrisches Fahrzeug. In der zweiten Hälfte des kommenden Jahres kommt der Ford Focus als Elektrovariante auf den Markt. 2013 ist die Zeit dann reif für den Ford C-Max mit Hybrid und Plugin-Hybrid Antrieb sowie einen weiteren Hybrid Pkw. Generell engagiert sich Ford also erheblich im Rahmen der Elektromobilität – beispielsweise sind wir auch an E-Mobilitäts-Projekten in England (UK Ultra Low Carbon Vehicle Demonstrator) und in Deutschland (Projekt ColognE Mobil) beteiligt.

CleanThinking.de: Umweltschutz und „Clean Thinking“ sind bei Ford seit vielen Jahren fest verankert – welche Bemühungen der „Energiewende bei Ford“ setzen Sie gerade um?

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Schmidt: Im Sinne von „Cleantech“ oder „Clean Thinking“ führen  wir beispielsweise in allen Werken „Smart Meter“ ein, um die anlagenspezifischen Verbräuche zu ermitteln und entsprechende Verbesserungen im Hinblick auf Energieeffizienz und eine energiesparsame Produktion zu erreichen. Auch im Bereich der Energieerzeugung engagieren wir uns: In unseren Werken in Dagenham und Genk befinden sich Windräder, die die Produktion mit Strom zu versorgen.

Wir legen obendrein großen Wert auf den Bereich der Ressourceneffizienz: Allerdings sind wir in diesem Bereich bereits gut aufgestellt: Das gesetzte Ziel im Bereich „Zero Waste to Landfill“ wurde in drei Werken fast erreicht. In anderen Werken fehlen noch ein bis drei Prozent.

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