Der Erfinder der Farbstoffsolarzellen (”Dye Solar Cell”) Michael Grätzel, heute Professor an der Ecole Politechnique Federale in Lausanne, ist Hauptgewinner des Millenium Technologiepreises 2010. Grätzel galt auch schon im vergangenen Jahr als einer der Favoriten auf den Nobelpreis für Chemie, ging damals aber noch leer aus. Jetzt der Durchbruch beim “inoffiziellen Nobelpreis für Ingenieure”: Aus den Händen der finnischen Staatspräsidentin Tarja Halonen bekam Michael Grätzel gestern in der Finnischen Nationaloper die begehrte Skulptur “Huippu” überreicht – und erhielt nebenbei 800.000 Euro.
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Positive Solar News gibt es vom australischen Start-Up Dyesol immer wieder reichlich. So wurden zuletzt einige Joint Ventures mit namhaften Unternehmen verkündet – und es ranken sich Gerüchte, Dyesol würde demnächst mit BMW beim Bau eines modernen Autos auf Basis einer Carbon-Hülle zusammenarbeiten. Der Aktienkurs konnte davon in den letzten Wochen aber nicht profitieren und folgte dem allgemeinen Abwärtstrend bis auf 68 Cent.
Jetzt gibt die Dyesol Limited, die als einer der Hoffnungsträger in Sachen Farbstoffsolarzellen weltweit gilt, eine überraschende Umstrukturierung bekannt, mit der die Führungsmannschaft gestärkt und besserer Wissenstransfer über globale Grenzen hinweg gewährleistet wird. Der Firmengründer Dr. Gavin Tulloch hat seinen Sitz im Verwaltungsrat niedergelegt, um sich vollkommen auf die technologische Entwicklung konzentrieren zu können.
In seiner neuen Rolle als Global Director Technology werde Dr. Tulloch die weltweite technische Entwicklung beaufsichtigen. So sollen weitere Kooperationen vorangetrieben werden – wie etwa das Glasprogramm in Toldeo und das Stahldachprogramm im nordwalisischen Shotton. Das Voranbringen dieser Optionen erfordere die volle Konzentration, teilte Dyesol mit – schließlich gehe es darum, die Technologie der Farbstoffsolarzellen aus dem Labor auf kommerziellen Maßstab zu heben. Den ganzen Beitrag lesen »
Der australische Spezialist für Farbstoffsolarzellen, Dyesol, hat mit einem chinesischen Startup G-Energy Co, Ltd. einen Vertrag über die Lieferung einer integrierten Prototypinglösung für ein Farbstoffsolarzellenlabor im Wert von ungefähr 425.000 Euro abgeschlossen und damit den Eintritt in den chinesischen Markt geschafft. Die von Dyesol zu liefernde Prototyplösung wird es G-Energy Co. Ltd. ermöglichen, DSC-Produkte auf Basis von Glas zu entwickeln.
Die Kooperation ist ein außerordentlich bedeutsamer Schritt für Dyesol. Asien spielt eine Schlüsselrolle in der internationalen Expansionsstrategie bei Dyesol. Das australische Startup wird seine patentrechtlich geschützte Anlage installieren und sie zur Schaffung einer Prototyplösung mit einer Reihe örtlich hergestellter Einrichtungen integrieren. Darüber hinaus wird Dyesol während der Implementierungsphase des Projekts technische Unterstützung und Schulungen organisieren. Den ganzen Beitrag lesen »
Erneuerbare Energie umfasst viele Bereiche. Dabei spielt Solar eine Hauptrolle, aber auch Windenergie, Wasserkraft, Wellenenergie, Biomasse oder Kraft-Wärme-Koppung gehören zu dem, was man als Erneuerbare Energien bezeichnet. Dennoch: Solar, also Solar- oder Photovoltaikanlagen auf Dächern oder an der Gebäudehülle bzw. Solar Kraftwerke sind einer der zentralen Bereiche der Erneuerbaren Energien.
Solar: Nutze die Kraft der Sonne
Solar umfasst insbesondere die Bereiche Solarthermie, Solares Bauen und Photovoltaik. Bei der Solarthermie wird die Kraft der Sonne in Wärme umgewandelt. Solars Bauen beschreibt u.a. die heutigen Möglichkeiten, Solarmodule direkt in Dachziegel oder Gebäudefassaden zu integrieren und damit Strom zu erzeugen. Es gibt bereits Büro- und Wohngebäude, die durch die Kombination von Solarthermie und Solarmodulen komplett energieautark sind und meist sogar mehr Strom produzieren als für den Eigenbedarf nötig ist. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sieht in diesem Fall vor, dass der Strom zu einem hohen Mindestabnahmepreis ins öffentliche Netz eingespeist werden soll.
Viele Solar Unternehmen in Deutschland
In Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren eine große Solar Branche entwickelt, die schon mehr als 200.000 Menschen einen Arbeitsplatz bietet. Zu den wichtigsten Regionen gehören insbesondere der Raum um Erfurt, aber auch das Solar Valley in Sachsen-Anhalt und die Region rund um Frankfurt/Oder in Brandenburg. Leuchttürme dieser Entwicklung sind etwa die Bosch Solar Energy (Erfurt), Masdar PV in Ichtershausen (bei Erfurt), Q-Cells und Sovello (Thalheim in Sachsen-Anhalt) sowie Nanosolar in Brandenburg. In der Nähe von Hamburg sitzt die Conergy AG.
Die solare Zukunft hat begonnen
Die Solartechnologie wird im nächsten Jahrzehnt in vielen Lebensbereichen unseres Alltags eine zentrale Rolle spielen. So werden künftig Textilien oder Taschen mit flexiblen Farbstoffsolarzellen aufgeladen und damit erheblich Strom eingespart. Farbstoffsolarzellen können solche Taschen auch bei diffusem Licht aufladen, das ist der entscheidende Vorteil dieser neuen Technologie. Gleichzeitig werden Autodächer mit Solarmodulen ausgestattet werden, um Hybrid- oder Elektroautos zu unterstützen. Auch im Bereich des Solaren Bauens wird sich viel bewegen: Ganze Gebäudehüllen könnten bald Solar enthalten und energieautarke Gebäude zur Selbstverständlichkeit werden lassen.
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Autor: Martin Jendrischik, 7. Nov 2009, Rubrik: Allgemein, 13 Kommentare
Die dritte Generation der Dünnschicht-Photovoltaik steht einer Studie des Marktforschungsunternehmens Greentech Media zufolge kurz vor dem Durchbruch. Demnach werden die Wirkungsgrade für Farbstoffsolarzellen bzw. Kunststoffsolarzellen bis 2020 erheblich ansteigen und die führenden Unternehmen in beiden Bereichen der Organischen Photovoltaik rasant wachsende Produktionskapazitäten aufbauen. Zeitgleich verkünden Unternehmen wie Dyesol aus Australien und Konarka aus den USA bedeutende Fortschritte bei der Weiterentwicklung ihrer Solarzellen oder -module in Produkte, etwa aus dem Bereich Consumer Electronics.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sowohl DSC (Dye-Sensitized Solar Cells) als auch Kunstoffsolarzellen (OPC, Organic Photovoltaik Cells) in den kommenden Jahren in einigen Anwendungsgebieten teurere Silizium-Solarzellen ablösen werden. Dabei sind insbesondere drei Bereiche besonders zukunftsfähig: Der Einsatz in Baustoffen, also bei der gebäudeintegrierten Photovoltaik, dazu in der Automobil- und Flugzeugindustrie sowie im bereits angedeuteten Bereich der Consumer Electronics. Alleine CE wird in den kommenden Jahren ein Milliardenmarkt werden, so schätzen Fachleute.
G24i und Konarka als Vorreiter
Laut der Studie planen die beiden Technologie-Vorreiter, die walisische G24 Innovations (DSC) und Konarka Technologies (OPV) aus den USA, bis 2012 eine Vervielfachung ihrer Produktionskapazitäten. Alleine Konarka rechnet mit einem Anstieg des Produktionsvolumens von jetzt 5 Megawatt auf 1000 Megawatt im Jahr 2012. Gleichzeitig wachsen Qualität und Quantität der Unternehmen, die die zentralen Vorteile der Organischen Photovoltaik (Kostengünstige Produktion im Rolle-zu-Rolle-Verfahren, Verwendung auch bei diffusem Licht, Flexibilität) nutzen, um eigene Produkte wie Autodächer, Hausfassaden oder Sonnenbrillen damit auszustatten.
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