smart ebike im Test: Blickfang mit Stil und langem Atem

Das E-Bike von Daimler überzeugt im CleanThinking-Test / Ideal für Pendler und den täglichen Einsatz

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Wenn Autobauer Fahrräder herstellen, dann haben sie damit in der Regel nicht hohe Absatzzahlen im Sinn. Es geht eher um Marketing für die gesamte Marke. Beim smart ebike ist das grundsätzlich nicht anders. Und doch bietet das Unternehmen mit seinem Elektrozweirad eine bereits viel beachtete Variante an, die für mehr als nur Merchandising taugen könnte. Das Pedelec sieht richtig toll aus, hat gute Eigenschaften für die urbane Mobilität, hochwertige Komponenten an Bord und einen langem Atem. Ein Alltagstest für CleanThinking.de von Jürgen Hüpohl.

Der Hinterradantrieb des smart ebikes (Bilder: Jürgen Hüpohl)

Stuttgart, Wiesbaden / 6. August 2012. Man muss kein Freund futuristischen Designs sein, aber diese Formen machen richtig was her und haben Blickfangpotenzial auf jeder Flaniermeile. Eine Stilikone auf zwei Rädern. Das Lob geht direkt weiter an die Berliner Radmanufaktur grace (im Mai von der Mitteldeutschen Fahrradwerke AG MIFA mehrheitlich übernommen), die das E-Bike für den schwäbischen Auftraggeber baut. Der Look der Marke smart findet sich hier wieder und passt zum neuen Elektroauto smart fortwo electric drive. Ein Zweifarbenkonzept, gut abgestimmt bis zur Ventilkappe. Für die Optik des Bikes aus dem Mercedes-Konzern gibt es Note 1 mit Sternchen. Doch wie fährt sich dieser „smart auf zwei Rädern“ (smart-Chefin Annette Winker)?

Hochwertiges Antriebssystem

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Bevor es losgeht, will die Schaltzentrale eingestellt werden. Das zentral angebrachte Display ist leicht zu bedienen. Der wartungsfreie und bürstenlose Hinterradnabenantrieb des renommierten kanadischen Herstellers BionX bietet im Antriebsmodus vier Stufen an. Wer die höchste Stufe wählt und sich gleich bei der ersten Pedalberührung einen Rakentenstart verspricht, der wird enttäuscht. Das Pedelec setzt eher sanft mit der Motorleistung ein. Ein paar eigene Tritte sind schon nötig, aber dann kommt die 250-Watt-Maschine prächtig ins Rollen. Das ebike ist kein Schnellboot, wirkt bei der Beschleunigung mitunter eher wie ein Schlepper, doch das eigentliche Fahrvergnügen wird dadurch nicht getrübt. Auf glatten Untergründen gleitet das Pedelec schön smart dahin. Insbesondere Pendler im Stadtverkehr dürften mit dieser Elektrorad-Premiere ihre Freude haben.

Ebenfalls positiv: Der Maschinenraum arbeitet lautlos, bei Tempo 25 wird der Motor (leider) vorschriftsmäßig abgeregelt. Bergauf sind die rund 26 kg Gesamtgewicht allerdings hinderlich, hier wäre etwas mehr Power hilfreich. Interessant wäre es, im direkten Vergleich demnächst beim Upgrade des Bikes von Mercedes-Partner Brabus mit Unterstützung von bis zu 45 km/h aufzusatteln.

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