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Aptera 2e soll im Herbst auf den Markt kommen

29/01/2009 11:10 12 Kommentare

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Im Herbst 2009 scheint es spannend zu werden auf dem Markt für Elektro- und Hybridfahrzeuge. Während Shai Agassi mit deutschen Autohändlern über einen Einstieg seiner Infrastruktur in Deutschland verhandelt, hat der kalifornische Hersteller Aptera, der u.a. von google.org finanziert wird, angekündigt, sein futuristisches Elektrofahrzeug Aptera 2e” im Oktober in Kalifornien auf den Markt zu bringen. Dieses Gerücht geistert jedenfalls seit gestern durch Medien- und Blogosphäre (zB hier, hier und hier).

Aptera 2e - Elektro- und Hybridfahrzeug (Bild: Aptera)

Aptera 2e: Elektro- und Hybridfahrzeug (Bild: Aptera)

Bei dem Aptera 2e handelt es sich um ein kombiniertes Elektro- und Hybridfahrzeug, das eher nach einem Flugzeug oder Dreirad aussieht, als nach einem gewöhnlichen Auto. Vorteil ist die extrem aerodynamische Form des Dreirads. Das Vehikel, das ab 22.000 Dollar, zunächst in Kalifornien zu haben sein soll, wiegt nur 900 Kilogramm, enthält einen 10kWh-Akku und erreicht eine Top-Geschwindigkeit von 150 km/h.

Das Gefährt braucht ein Liter je 100 Klimoeter und schafft knapp 200 km Distanz – wie bei anderen Elektroautos auch, ist die mangelnde Distanz, gerade in den Weiten Kaliforniens, ein Knackpunkt für den Kauf. Die Akku-Laufzeit, das Aufladen dauert 8 Stunden, soll zwischen 75.000 und 200.000 Kilometer betragen.

Problem an der Geschichte aus CleanTech-Perspektive ist: Wird der Strom, den das Fahrzeug benötigt, nicht aus grünen Quellen gewonnen, gibt es für die Umwelt kaum eine Entlastung. Nur aus der Kombination “grüner Strom” + “umweltfreundliches Elektrofahrzeug” wird eine tatsächlich positive Sache für die Umwelt.

Angeblich sind beim Hersteller schon mehr als 4.000 Bestellungen für das futuristische Fahrzeug eingegangen – zunächst soll es nur in Kalifornien verkauft werden und gleichzeitig durch eine Infrastruktur für Elektro-Tankstellen geschaffen werden. Ob der Aptera 2e wirklich ein Erfolg wird? Wir von CleanThinking.de sind skeptisch!

12 Kommentare

  • Besserwisser

    Die kleine Firma war wohl eher Jetcar (www.jetcar.de), aber ob die überhaupt jemals auch nur ein einzige Auto verkauft haben… Der Aptera ist beim derzeitigen Dollarkurs theoretisch für unter 20000 Euro zu haben, das wäre natürlich schon verdammt stark… nur müßte ihn jemand importieren.

  • Hallo Zusammen,
    sehr interessante Seite hier. Wer hat den Aptera schon mal gefahren ? Kann man ihn nach Deutschland importieren ?
    Ich vermute der kleine Münchner Hersteller war Loremo, oder ?

  • Jörg G.

    Quatsch @ Herr Bierbaum,

    Sie gehen davon aus, dass nur ein Aptera die Strasse entlang fährt, wenn es mehrere sind werden sich die Reifenspuren von alleine “einfahren”.

    Ich würde mir den Aptera schon heute kaufen, wenn ich dran kommen würde. 200km ist schon OKAY für den täglichen Bedarf.
    Diese müssten aber auch voll auf Autobahnen zurück zu legen sein, sprich 140 bis 150 km/h nicht als irgendein Fahrmix den kein Mensch nachvollziehen kann.

  • Thomas Bierbaum

    Leider ist der Aptera nur für amerikanische Straßen gebaut. Die Spurbreite beträgt 2,31 m und hat damit schon fast LKW-Maße. Als Dreirad ist er ein Schlaglochsuchgerät. Bei Schnee ist der Betrieb fast ausgeschlossen. Es bilden sich dann Spurbahnen, die meistens schneefrei sind. Das hintere Antriebsrad läuft in der Mitte und damit immer im Schnee.

  • “Wenn” nur die Stadtfahrzeuge damit abgelöst werden würden, hätte man viel erreicht!

    Elektroakkus sind leider noch nicht ausgereift, wird aber sicherlich noch kommen – dafür lohnt es sich zu sehr!

  • Naja, Nachteile wären:

    - Kennzeichen (in Kalifornien gilt er als Motorrad und braucht kein Kennzeichen; das ist mal gut)

    - Zu geringe Reichweite. Ein Einkaufen, Familie besuchen und schon ist der Akku leer :D

  • Schön, dass einer endlich mal “die Eier” hat, ein Auto mit futuristischem Design zu bauen.

    Wenn es so einen bei uns gäbe, würde ich mir einen holen.

    Bei den anderen Herstellern sind futuristische Autos “ewig-Concepte” oder falls sie in Serie gehen, ganz anders und Standard.

    Gruß

  • Der Aptera ist ein gelungenes Fahrzeug. Aber wie sieht es mit Ersatzteilen aus, wo kann ich sie bekommen und wer baut sie ein? Kein Fahrzeug hält ewig, es wird früher oder später immer was verschleissen oder kaputt gehen.
    Ausserdem ist er wegen der geringen Stückzahl (noch) zu teuer.
    Aber ein kleiner trost für mich, ich habe mir ein “Aptera”-ähnliches Fahrzeug in Form eines Fahrrads selber entwickelt. Jetzt ist der “LOWRACER hybrid” jederzeit fahrbereit…

  • ich denke es ist sinnvoll, daß karmann dern aptera in lizenz baut.
    habe mit dem chef vom boschdienst deutschland gesprochen, er hat zugessagt
    die wartung mit 1200 werkstätten zu übernehmen.
    aptera und karmann haben noch nicht geantwortet. (leider).

  • @Michael: Nein, das war eine kleine Firma, aber leider finde ich auch keine Information mehr dazu. Vielleicht wurde das Projekt schon wieder eingestellt.

  • Sehr spannender Bericht über den Aptera wie ich finde – @Mone: Welches Auto eines Münchner unternehmens könnte das denn gewesen sein? Meinen Sie BMW?

  • Es gab auch mal ein Münchner Unternehmen, die an so einem elektronischen Auto gebaut haben. Mir fällt nur dummerweise der Name des Unternehmens nicht mehr ein

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