ÖPNV: revolutioniert die elektrische AutoTram den Personennahverkehr?

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Mit der Autotram ins Büro Seit März 2009 forschen und tüfteln die Göppel-Bus GmbH aus der Nähe von Leipzig und das Fraunhofe-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme, Dresden, einen völlig neuartigen Typus des Linienbusses. Die AutoTram soll komplett elektrisch und ohne Oberleitung fahren, aussehen wie eine Straßenbahn, aber auf gewöhnlichen Busrädern unterwegs sein. Dabei wird die AutoTram eine Gesamtlänge von mehr als 30 Metern haben, über innovative Antriebstechnik, modernste Speichersysteme und eine Mehrachslenkung verfügen. Kann die AutoTram in Zukunft gar den öffentlichen Personennahverkehr revolutionieren?

Der öffentliche Nahverkehr erlebt eine weltweite Renaissance. Selbst Städte, die in den vergangenen Jahrzehnten ihre Straßenbahnsysteme zugunsten des Individualverkehrs abgeschafft haben, bauen heute wieder moderne Stadtbahnstrecken und erweitern ihre Busnetze, um dem drohenden Verkehrsinfarkt zu entgehen. Die AutoTram bietet künftig eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Lösung, wenn die Investition in eine kostenintensive Straßenbahn-Infrastruktur nicht finanzierbar ist, die großen Kapazitäten aber benötigt werden. Ausgerüstet mit hocheffizienten elektrischen Antriebsmotoren und einem innovativen Steuergerät sowie in Kombination mit Hochleistungsbatterien und Superkondensatoren kann sich die Bahn nicht nur schadstoffarm, sondern partiell emissionsfrei bewegen.

Eine weitere Besonderheit der neuen AutoTram ist die spurtreue elektronische Mehrachslenkung. Jan Schubert vom Fraunhofer IVI:

„Diese macht es möglich, dass der Fahrer die überlange AUTOTRAM® auf herkömmlichen Straßen wie einen normalen Bus bewegen kann.“

Die notwendigen Technologien werden gemeinsam mit den Projektpartnern TU Dresden, WITTUR Electric Drives GmbH, Motion Control and Power Electronics GmbH sowie der DEKRA Automobil GmbH entwickelt und zur Marktreife gebracht.
Die Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) sehen die Einsatzfelder der AutoTram in ihrem Netz vor allem dort, wo der klassische Omnibus an seine Kapazitätsgrenzen stößt, die Straßenbahn aber aus baulichen oder topographischen Gründen nicht geeignet ist. Der erste Einsatz ist in Dresden für Anfang 2012 geplant.

Das Projekt läuft 3 Jahre und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 7,4 Mill. Euro im Rahmen des Programms „Unternehmen Region – Innovative regionale Wachstumskerne“ gefördert.

2 Kommentare

  • Martin Jendrischik

    Sehr geehrte Frau Hausch — einen Preis kann ich Ihnen natürlich nicht nennen, weil ich die AutoTram nicht selber vermarkte oder produziere. Ich rate Ihnen, zu gegebener Zeit mit den im Beitrag genannten Institutionen Kontakt aufzunehmen.

    Wie im Artikel beschrieben: Die ersten Fahrten sollen Anfang 2012 stattfinden, bis zur Serienfertigung wird es dann aber sicher noch eine Weile dauern.

    In der Hoffnung, Ihnen damit weitergeholfen zu haben,
    Martin Jendrischik

  • Hildegard Hausch (Adresse aus Datenschutzgründen gelöscht)

    zu welchem Preis wird diese Autotram zu kaufensein und wann wird sie in Verkauf gehen?
    vielen Dank für dIhre Auskunft und freundliche Grüße
    H. Hausch

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