Bioethanol News: Süd-Chemie baut größte deutsche Anlage zur Herstellung von Bioethanol aus Stroh
Die Süd-Chemie AG baut derzeit die deutschlandweit größte Anlage zur Herstellung von Biokraftstoffen aus Stroh. Das berichtet transkript.de. Demnach setzt Süd-Chemie auf den Bau einer Demonstrationsanlage in der Nähe des BioCampus Straubing. Dort sollen ab 2011 pro Jahr bis zu 2.000 Tonnen Bioethanol aus Pflanzenteilen mit Cellulosegehalt hergestellt werden. Die Anlage kostet 28 Millionen Euro, soll aber teilweise als Forschungsprojekt vom Freistaat Bayern sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert werden. Beide Staatsinstitutionen beteiligen sich mit jeweils 5 Millionen Euro an dem Vorhaben.
Im Vergleich zu Bioethanol der ersten Generation, das aus öl-, stärke- oder zuckerhaltigen Pflanzenteilen gewonnen wird, genügen dem Biokraftstoff dieser zweiten Generation cellulosehaltige Pflanzenbestandteile, wie sie zum Beispiel in Stroh enthalten sind. Damit steht diese Art der Herstellung nicht in Konkurrenz mit Nahrungspflanzen wie Zuckerrohr oder Raps. Süd-Chemie setzt auf die hauseigene Sunliquid-Technologie, die biotechnologisch modifizierte Enzyme verwendet, um sowohl Cellulose als auch Hemicellulose in Zuckerbestandteile und dann schließlich in Ethanol umzuwandeln.
“Mit dem Startschuss für die Demonstrationsanlage unserer sogenannten sunliquid-Technologie setzen wir unsere Strategie fort, auf Basis führender Expertise in Katalyse, Biokatalyse und Prozesstechnik nachhaltige Herstellungsverfahren für klimafreundliche Biokraftstoffe und Chemikalien zur Marktreife zu entwickeln. Angesichts der zunehmend teuren und risikoreichen Förderung von Erdöl leisten wir damit einen wichtigen Beitrag für den nachhaltigen Ersatz von erdölbasierten Produkten”, sagte Dr. Günter von Au, Vorstandsvorsitzender der Süd-Chemie AG.
“Gegenüber den heute bereits genutzten Biokraftstoffen der ersten Generation wie etwa dem Biodiesel, die den Kraftstoff aus öl- und stärkehaltigen Pflanzenbestandteilen gewinnen, haben die Biokraftstoffe der zweiten Generation wie Cellulose-Ethanol große Vorteile. So haben sie eine deutlich bessere Klima- und Energiebilanz, da beispielsweise ihr CO2-Einsparungspotenzial signifikant höher ist. Zudem stehen sie nicht in Konkurrenz zum Anbau von Nahrungs- und Futtermitteln.”
Süd-Chemie rechnet in der neuen Anlage mit einer bis zu 50 Prozent höheren Energieausbeute im Vergleich zu herkömmlichen Technologien der ersten Generation. Die Demonstrationsanlage soll im verkleinerten Maßstab den kompletten Herstellungsprozess abbilden. Das Münchener Unternehmen will in Zukunft verstärkt vom Geschäft mit Biokraftstoffen profitieren. Dass der Markt wachsen wird, ist absehbar. Bis 2020 sollen laut der 2008 verabschiedeten EU-Richtlinie die Erneuerbaren Energien im Güter- und Personentransport einen Anteil von mindestens zehn Prozent erreichen.

“Mit dem Startschuss für die Demonstrationsanlage unserer sogenannten sunliquid-Technologie setzen wir unsere Strategie fort, auf Basis führender Expertise in Katalyse, Biokatalyse und Prozesstechnik nachhaltige Herstellungsverfahren für klimafreundliche Biokraftstoffe und Chemikalien zur Marktreife zu entwickeln. Angesichts der zunehmend teuren und risikoreichen Förderung von Erdöl leisten wir damit einen wichtigen Beitrag für den nachhaltigen Ersatz von erdölbasierten Produkten”, sagte Dr. Günter von Au, Vorstandsvorsitzender der Süd-Chemie AG.
11:59
Ich finde es toll, dass es auch noch Unternehmen gibt, die ihre Vorbildfunktion wahrnehmen und erfüllen. Es ist heutzutag sehr wichtig den Einsatz erneuerbarer Energien zu fördern. Es gibt beispielsweise mittlerweile auch schon Verfahren und Technik, um Stroh in Form von Pellets zur heimischen Wärmegewinnung zu benutzen.
Beste Grüße
Angie (heizungsratgeber.info)