Bosch plant Riesenbatterie als Reserve für 400 Einfamilienhäuser

Gemeinschaftsunternehmen zwischen Bürgerwindpark und Bosch gegründet. Ziel: Erneuerbare Energien flexibel nutzen - für Eigenverbrauch oder Stromhandel

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Ob das schon die Zukunft ist? Oder womöglich doch eher die Gegenwart in der Hoffnung auf noch mehr Realitätsnähe in der Zukunft… Bosch will jetzt zusammen mit einem Bürgerwindparl im norddeutschen Braderup eine Riesenbatterie installieren, die in ihren Dimensionen einer kleinen Turnhalle mit 600 Quadratmeter Grundfläche ähnelt. Ziel der neuen Gesellschaft Energiespeicher Nord GmbH & Co. KG ist es, viele neue Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie Speicher die Stromnetze stabilisieren.

Cleantech, Energiespeicher News / Braderup, Stuttgart. Von Braderup sind es nur wenige Kilometer bis zur Nordseeküste oder nach Sylt. Durch den schnellen Ausbau der Windenergie sind die Netze im Norden Deutschlands oft überlastet. Dann müssen einzelne Windparks vom Netz genommen werden – und die Energie des Windes bleibt ungenutzt. Um diese Verluste zu vermeiden, wird Bosch neben den vom Bürgerwindpark geplanten sechs Windanlagen in Braderup das neue Batteriesystem in Megawatt-Größe bauen, betreiben und ins Stromnetz integrieren.

Die Batterie kann vier Stunden lang eine Leistung von einem Megawatt abgeben, hat also eine Kapazität von vier Megawattstunden. Damit können rechnerisch etwa 400 Einfamilienhäuser für einen ganzen Tag mit Strom versorgt werden. Die Windräder sollen laut Plan bis zum Juli 2013, die Batterie bis zum Dezember einsatzbereit sein. Angeschlossen wird der Park ans Stromnetz der E.ON Hanse.

Die Robert Bosch GmbH und der Bürgerwindpark BWP Braderup-Tinningstedt GmbH & Co. KG haben die Gründung der Energiespeicher Nord GmbH & Co. KG vereinbart. Die neue Gesellschaft betreibt das Batteriesystem und übernimmt dessen Steuerung. Gespeist wird sie mit der Energie von den geplanten sechs Windrädern (jeweils 3,3 Megawatt).

Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Bosch entwickelt die Steuerungselektronik, übernimmt die Systemintegration und testet in Braderup verschiedene Betriebsvarianten. Dazu gehören unter anderem der Stromhandel an der Strombörse und die Stabilisierung des Stromnetzes. Diese Tests sollen den technischen und wirtschaftlichen Nutzen des Speichers belegen und wertvolle Hinweise für neue kommerzielle Projekte liefern.

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