Archiv der Kategorie ‘Cleantech Europe‘
Der japanische Technologiekonzern Kyocera setzt weiter stark auf die Entwicklung von Solarzellen. So stellte das Unternehmen kürzlich einen Wirkungsgrad-Rekord auf und verkündete die schrittweise Erhöhung der Produktionskapazitäten auf 1 Gigawatt. Die entspräche einer satten Verdopplung der Kapazitäten, denn aktuell hat das Unternehmen nach eigenen Angaben 400 Megawatt Produktionskapazität.
Den guten Wirkungsgrad von 16,6 Prozent erzielte Kyocera eigenen Angaben zufolge bei polykristallinen Photovoltaik-Modulen. Das Ergebnis sei vor allem auf die proprietäre Rückkontakt-Technologie des Unternehens zurückzuführen. Bei dieser Technologie werden stromleitende Elektroden von der Vorder- auf die Rückseite verlegt und somit die Absorptionsfläche auf der Modulfront vergrößert. Dadurch kann die Effizienz verbessert werden.
Um die Produktionskapazität auf 1 Gigawatt bis 2013 steigern zu können, will Kyocera in Japan ein neues Werk errichten. Die neue Anlage wird die größte Produktionsstätte von Kyocera zur Produktion von Solarzellen in Japan sein und in Yasu/Shiga angesiedelt sein.Das neue Werk solle eine verbesserte Fertigungsstraße mit einer um 20 Prozent erhöhten Produktivität im Vergleich zum bestehenden Werk in Yohkaichi erhalten, so das Unternehmen. Den ganzen Beitrag lesen »
Ein Biomassekraftwerk für Flugzeug-Treibstoff, Testflüge mit synthetischem Kerosin und Versuche mit Algen: die internationale Luftfahrt gibt Gas auf dem Weg in eine schadstoffärmere Zukunft. Ein Überblick.
Jüngstes Beispiel: Der Testflug eines Megaliners Airbus A380 von Filton in Großbritannien zur französischen Airbus-Zentrale nach Toulouse. Im Tank war ein aus Erdgas gewonnener synthetischer Flüssigkraftstoff, so genanntes Gas-to-Liquids („gasförmig zu flüssig“). Der Test mithilfe des Mineralölkonzerns Shell sei der erste Schritt zur Erforschung synthetischer Kraftstoffe als Alternative für das bisherige Kerosin aus Mineralöl, teilte Airbus mit. US-Konkurrent Boeing plant einen vergleichbaren Test im März.
Fast mehr noch als der aktuelle Testflug mit dem Riesenvogel A380 machte zeitgleich am 18. Februar ein anderes Projekt aus England Schlagzeilen. Die britische Fluggesellschaft British Airways wird gemeinsam mit der Solena Group Europas erste Anlage zur Erzeugung von nachhaltigem Flugzeugtreibstoff errichten.
Solena ist ein auf Bioenergie und Biokraftstoffe spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Washington. Die Bauarbeiten beginnen 2012, bereits 2014 will BA mit dem kohlenstoffarmen Kraftstoff einen Teil der Flotte betanken. Der neue Treibstoff aus Biomasse soll in einem Kraftwerk hergestellt werden, das verschiedene, eigentlich zur Entsorgung auf Deponien bestimmte Abfälle, in Flugtreibstoff umwandeln kann. Die Anlage wird jährlich 500.000 Tonnen Abfall in 16 Millionen Gallonen ökologischen Flugzeugtreibstoff umwandeln. Das angewandte Verfahren ermöglicht Einsparungen bei Treibhausgas-Emissionen von bis zu 95% gegenüber Kerosin auf Basis fossiler Brennstoffe, so die Angaben von BA.
Konzepte wie diese werden sich häufen. Auch Testflüge hat es schon einige gegeben. So hatte im November 2009 die niederländische Fluggesellschaft KLM den Einsatz von Biosprit in einem ihrer Passagierjets getestet. Eines der vier Triebwerke der Boeing 747 wurde dabei mit einem 50-prozentigen Gemisch aus nachwachsenden Rohstoffen und herkömmlichem Kerosin befeuert.
Ebenfalls vergangenes Jahr erprobte Air New Zealand mit einer 747-400 den Biokraftstoff der „zweiten Generation” im Flug. Beigemischt wurde diesmal ein verarbeitetes Öl aus der Jatropha-Nuss. Eine Zukunft wird auch Treibstoff aus Algen prognostiziert, weil die Energiedichte der Pflanzen sehr hoch ist.
Warum möchte die Industrie möglichst schnell grüner werden?
Das hat einfache Gründe: Zunächst einmal ist Kerosin teuer. Dann steigen die Auflagen in Sachen Co2-Ausstoß. So steht für 2012 der EU-Emissionshandel vor der Tür und wird die Airlines teuer zu stehen kommen. Und öffentlich steigt für alle Beteiligten ohnehin der Druck. Die Luftfahrt gilt mit als größter Klimakiller, obwohl sie „nur“ rund zwei Prozent zum Gesamtaufkommen der Treibhausgase beiträgt. Diese wirtschaftliche wie umweltpolitische Gemengelage verleiht der Branche (endlich) Flügel auf dem Weg in eine klimafreundliche Zukunft. Den ganzen Beitrag lesen »
Man kann zum Wüstenstrom-Projekt DESERTEC stehen wie man will: Die Vision einen stattlichen Anteil des deutschen Strombedarfs in der nordafrikanischen Wüste zu produzieren und dabei “im selben Atemzug” quasi noch die MENA-Region mit sauberen Strom zu versorgen, diese Vision ist gigantisch. Sicherlich auch ein Grund, weshalb der Niederländer Paul van Son im vergangenen Oktober die Leitung der Desertec-Gesellschaft DII übernommen hat.
Die Eingewöhnungsphase dürfte inzwischen vorbei sein – in einem ersten großen Interview, wendete sich Paul van Son jetzt via Süddeutsche Zeitung und gab interessante News zu Protokoll: Bereits im März soll der Kreis der Teilnehmer am DESERTEC-Projekt um afrikanische Partner erweitert werden. Natürlich – angesichts der gigantischen Pläne – ein ganz wichtiger Milestone für die Verwicklichung dieser in der Zukunft.
Marokko sei für erste Vorhaben ein idealer Partner, so Paul van Son im Interview – er habe mit der Energieministerin gesprochen und sei beeindruckt von deren Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Entscheidender Vorteil: Dort gibt es bereits eine Hochspannungsverbindung nach Spanien.
Weiterhin strebt DESERTEC eine badlige Kooperation mit Tunesien und der dortigen Regierung an. Insgesamt soll der Kreis der teilnehmenden Unternehmen bereits im März um fünf auf dann 18 ausgebaut werden. Dazu würden auch Konzerne aus Marokko und Tunesien gehören.
“Es ist Zeit für eine Revolution”
Um diese Vision zu verwirklichen will DII bis 2012 ein politisch abgestimmtes Konzept vorlegen und damit den Weg bereiten für die Entwicklungen bis 2050 – inklusive den Plänen für erste Projekte. Den ganzen Beitrag lesen »
Im Mai 2009 hat der „Good Energies Lehrstuhl für Management Erneuerbarer Energien“ an der Universität St.Gallen (HSG) in der Schweiz seine Arbeit aufgenommen. Stifter des Lehrstuhl ist der global agierenden Investor Good Energies. Professor Rolf Wüstenhagen ist zum Inhaber des Lehstuhls berufen worden.
Am 12. März veranstaltet der Lehrstuhl erstmals das St. Galler Forum für Management Erneuerbarer Energien, das unter dem Titel “Erfolgreich wachsen mit Sonne, Wind & Co.” steht. Die Teilnehmer erwarten hochkarätige Referenten, interessante Workshops und heiße Diskussionen über das Management Erneuerbarer Energien.
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Achtung: Anmeldeschluss ist der 1. März – Leser von Cleanthinking.de erhalten einen Exklusivrabatt von 5 Prozent auf die reguläre Anmeldegebühr von 500 Euro – einfach im Kommentarfeld “Ihre Mitteilung” auf diesen Artikel verweisen. Zur Anmeldung.
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Ziel der Veranstaltung ist einerseits die Vermittlung des aktuellen Forschungsstandes, aber andererseits ebenso die Entwicklung von neuartigen Lösungswegen, um die anstehenden Herausforderungen im Bereich Erneuerbare Energie bewältigen zu können.
Konkret sollen folgende Fragestellungen diskutiert und im Idealfall beantwortet werden:
- Welche Chancen ergeben sich durch das Wachstum der erneuerbaren Energien und welche Faktoren machen den Marktauftritt erfolgreich?
- Wie gestaltet sich das Innovations-Management internationaler Konzerne im Bereich erneuerbarer Energien?
- Wie kann mein Unternehmen von Allianzen oder Akquisitionen im Bereich erneuerbarer Energien profitieren?
- Welche Geschäftsmodelle werden im Energienetz der Zukunft erfolgreich sein?
- Was sind viel versprechende Zielgruppen für erneuerbare Energien, und wie stiften führende Unternehmen einen Mehrwert für ihre Kunden?
- Wie können Marketing- und Vertriebskonzepte im Bereich erneuerbarer Energien und insbesondere in der Solarbranche effektiv gestaltet werden?
Damit richtet sich die Veranstaltung in St. Gallen sowohl an Unternehmer und Manager, aber auch an Investoren und Finanzanalysten, Unternehmersberater, Politiker und Wissenschaftler sowie Studenten mit Fokus auf Energie, Nachhaltigkeit und Innovation. Den ganzen Beitrag lesen »
“Unüberbrückbare strategische und operative Meinungsverschiedenheiten” haben zu erheblichen Trubulenzen bei der Mindset Holding AG geführt: Wie das Unternehmen mitteilte, traten gestern neben der gesamten Geschäftsleitung auch Verwaltungsrat Paolo Tumminelli sowie das Engineering Team zurück. Die Mindset AG versucht, ein unkonventionelles Elektroauto zur Serienreife zu entwickeln.
Hintergrund für die Turbelenzen beim Schweizer Cleantech Startup ist die bislang gescheiterte Finanzierung. Schon im Mai 2009 kämpfte das Unternehmen um sein Überleben, das es öffentlich verkündete möglichst rasch 109 Millionen Euro zu benötigen. Seitdem war es – abgesehen von den Plänen, das Auto Mindset in Ostdeutschland produzieren zu wollen – still geworden um die Mindset Holding AG und deren ehrgezige Elektroauto-Pläne.
Wie geht es weiter bei Mindset?
Nach dem Rückzug von CEO Daniel Buchter und CFO Bernd Keller übernimmt nun Verwaltungsratspräsident Lorenzo Schmid die Geschicke des Unternehmens als CEO. Den ganzen Beitrag lesen »
Lange Jahre waren alltagstaugliche Elektrofahrzeuge nur ein Randdthema, doch ihre zunehmende Popularität steht außer Zweifel: Auf der SolarMobility 2010 zeigen etablierte Hersteller vom 16. bis 20. Februar ihre neuesten Entwicklungen. Interessierte können sich auf dem Messegleände in Halle 7.2 von den technischen Fortschritten im Fahrzeugbau überzeugen.
„Die SolarMobility 2010 ist wohl die größte Mobilitätsschau für innovative und praxistaugliche Elektromobile in Deutschland“, sagt Thomic Ruschmeyer, 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Solare Mobilität e.V., welcher die SolarMobility veranstaltet. „Wir zeigen hier eine umfassende Palette von Autos, Pedelecs, Rollern und Transportern – allesamt mit Elektroantrieb –, die bereits heute käuflich sind.“
Parallel zur Mobilitätsausstellung veranstaltet der Bundesverband Solare Mobilität am 17. und 18. Februar eine SolarMobility-Konferenz. Diese wendet sich an Experten und Fachleute aus dem Bereich alternative Elektromobilität. Im Fokus liegen das Thema Effizienz sowie die essentielle Bedeutung von erneuerbaren Energien für die Zukunft der Elektromobilität. Das aktuelle Programm finden Sie hier. Den ganzen Beitrag lesen »