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Archiv der Kategorie ‘Cleantech Presseschau‘

Cleantech Shorties 11. August 2010 mit Siemens, Whim, China, USA und Avere Systems

Cleanthinking Button kleinWir von der Cleanthinking.de-Redaktion stoßen jeden Morgen auf interessante Artikel, Blogbeiträge und News aus der ganzen Welt, die wir nicht in aktuelle eigene Beiträge umsetzen können. Daher möchten wir ab sofort, zunächst in unregelmäßigem Abstand, einige dieser Links, Stories und News aus der globalen CleanTech-Welt ganz kurz aufgreifen, zum Lesen dieser Geschichten animieren und für Diskussionen sorgen. Seien Sie gespannt auf die Premiere der Cleantech Shorties vom 11. August 2010.

Siemens und Samsung: Frischer Wind für Canada

Siemens Energy und Samsung C&T Corporation haben einen Vertrag über die Lieferung von Wind-Turbinen mit einer Kapazität von 600 Megawatt unterzeichnet. Aufgestellt werden die Windräder vor allem im südlichen Ontaria, 240.000 Haushalte sollen versorgt werden (Weiterlesen: www.smartgridnews.com).

Whim: Recycelte grüne Insel vor Holland

Genialer Einfall oder Schnapsidee? Niederländische Architekten Whim wollen Plastik recyceln und daraus eine schwimmende Insel von der Größe von Hawaii machen, die nachhaltig und umweltfreundlich sein soll (Weiterlesen: www.goodcleantech.com).

China vs. USA: Wer gewinnt das Cleantech-Race?

Hat China den USA längst den Rang abgelaufen und ist auf dem Weg zur globalen CleanTech Nr. 1? (Weiterlesen: www.renewableenergyworld.com)

Series B: 17 Millionen US-Dollar für Avere Systems

Avere Systems sorgt für nachfragebasierte Energiespeicher und sammelt weitere 17 Millionen US-Dollar ein (Weiterlesen: http://financial.tmcnet.com)

Wie hat Ihnen, liebe Leser, die Erstausgabe der CleanTech Shorties gefallen? Wollen Sie mehr? Schreiben Sie uns Ihre News des Tages als Kommentar oder senden Sie uns diese an cts@cleanthinking.de – wir prüfen diese redaktionell und verlinken sie vielleicht schon morgen.


Gedanken zum Tesla IPO: Kurzfristig Hopp, langfristig Flopp?

TSLADie defizitäre Elektroauto-Schmiede Tesla Motors Inc. hat – passend zur Beschleunigung der eigenen Fahrzeugflotte – einen fulminanten Start an der Technologiebörse NASDAQ hingelegt. Schon vor dem gestrigen Börsengang war klar: Die Aktie von Tesla kostet nicht wie zu vor geplant 14 bis 16 Dollar, sondern sogar 17 Dollar. Weiterhin wurde die Zahl der Aktien augestockt: Insgesamt mehr als 13 Millionen Anteilsscheine. Auch der erste Börsentag verlief ausgesprochen erfolgreich: Von 17 Dollar sprang die an der Börse TSLA genannte Aktie auf 23,89 Dollar hoch – und machte ein Plus von mehr als 40 Prozent! Wird dieser Hype um Tesla anhalten? Gedanken hierzu lesen Sie nach dem Klick.

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Geschrieben von Martin Jendrischik, 30. Jun 2010, Rubrik: Cleantech Presseschau, Cleantech Worldwide, Verkehr, 4 Kommentare


Elektroauto News: Tesla plant Europa-Expansion

Tesla LogoDas Elektroauto-Startup Tesla Motors will nach den Plänen seines neuen Europachefs Cristiano Carlutti massiv nach Europa expandieren. Bislang betreibt Tesla u.a. eine kleine Niederlassung in München und London – noch in diesem Jahr sollen weitere Tesla-Standorte in Mailand, Paris, Kopenhagen und Zürich hinzukommen. Dies sagte der 38-jährige Ex-Fiat-Manager Carlutti in einem Interview mit dem Handelsblatt.

Das Unternehmen betrachtet Deutschland als seinen zweitwichtigsten Markt nach den USA – daher möchte man hier so schnell wie möglich Präsenz zeigen. Mittelfristig will Tesla in Europa genau so viele Autos verkaufen wie in den USA – dort hatte das Unternehmen geerade den Bau des 1000. Sportwagens Roadster gemeldet. In Europa sind bisher lediglich 180 Fahrzeuge verkauft worden.

Neuigkeiten gab es auch zu der Frage, wann das nächste Modell aus dem Hause Tesla auf den Markt kommen wird: Im ersten Vierteljahr 2012 das der Tesla S als sportives Familienauto auf den US-Markt gebracht werden. Damit will Tesla den Sprung hinaus aus dem Luxussportsegment und hin zu völlig anderen Käuferschichten packen.


Schott und Energiebau versorgen Kliniken in Ghana mit Solarenergie

Die Energieversorgung in Afrika ist nach wie vor ein problematisches Thema. Selbst Kliniken und Krankenhäuser im ländlichen Raum leiden unter der schlechten Stromversorgung. Heute gaben die Schott Solar AG und die Energiebau Solarstromsysteme GmbH bekannt, sechs dieser Kliniken in Ghana mit einer Sachspende helfen zu wollen.

So haben sechs Kliniken Solarstromanlagen erhalten, um sich unabhängig vom löchrigenNetz mit Strom für Licht, Kühlung oder die Computeranlage versorgen zu können. Die neuen Anlagen wurden bereits Mitte Oktober in der Ortschaft Wapuli im Bezirk Yendi eingeweiht. Insgesamt gibt es in Ghana alleine rund 800 sehr abgelegene Kliniken, die mit Solarenergie ausgestattet werden müssten.

Solar-Light-Box_Energiebau_Still_ASIDas von Energiebau entwickelte „Solar-Light–Box“-System (siehe Foto, Copyright: Energiebau Solarsysteme) mit Dünnschicht-Solarmodulen von SCHOTT Solar versorgt nun die
Klinik in Wapuli Village im Bezirk Yendi sowie die Krankenhäuser in Sambuli, Tatale, Chamba, Wenkyiki und Kuni.

Insgesamt leben ca. 300.000 Menschen im Umkreis der sechs Kliniken. Das System liefert netzunabhängigen Strom für die Kühlung von Medikamenten, die Notfallbeleuchtung in den Kreißsälen sowie die Computer in der Klinikverwaltung.

Davon profitieren nicht nur die stationär aufgenommenen Patienten, sondern auch bis zu 200 Patienten aus den umliegenden Gemeinden, die täglich zur Medikamentenausgabe und zur ärztlichen Versorgung in die Kliniken kommen.


Kurz: Einheitlicher Stecker, Elektroauto, Smart Grid, Oliver Wyman

Einheitlicher Stecker wird nix (Frankfurter Rundschau, Cleanthinking.de)

Am 19. April verkündete die Industrie auf der Hannover Messe stolz, man habe sich auf einen dreiphasigen Normstecker für Elektroautos geeinigt – Pustekuchen! Inzwischen verlautet aus dem VDA, es gebe Bremser in Italien, die nicht mitmachen würden. Außerdem gebe es Widerstände aus den USA – dort werde ein einphasiger Stecker präferiert. Letztlich sei die Frage der Stecker aber auch nachrangig: Im Vordergrund müsse die Weiterentwicklung der Batterien stehen, hieß es.

Frische Kooperation (Swissinfo)

Der Autokonzern PSA Peugeot Citroen will in Europa Ende 2010 Elektroautos auf Grundlage des i-MiEV von Mitsubishi auf den Markt bringen. Die Produktion werde im Oktober 2010 beginnen, teilten die Unternehmen in Paris mit. Das Elektroauto werde unter den Marken Peugeot und Citroen angeboten. Vorerst ist eine Fertigung von 25.000 Fahrzeugen pro Jahr geplant.

Siemens will sechs Milliarden vom Smart Grid Kuchen (Welt, wattgehtab)

“Wir wollen mehr als doppelt so stark wie der Gesamtmarkt wachsen” – diese Kampfansage stammt nicht von der Cleanthinking-Redaktion, sondern vom Energievorstand von Siemens, Wolfgang Dehen. Dieser verkündete jetzt, Siemens Energy wolle allein in den kommenden fünf Jahren Aufträge im Bereich Smart Grid von mehr als sechs Milliarden Euro gewinnen. Heiße Luft? Verwunderlich ist es schon, dass es aus dem Hause Siemens immer wieder Zielankündigungen außerhalb der normalen Quartalsberichte gibt. Gemeinsam mit RWE will sich Siemens am Aufbau der Infrastruktur für Elektroautos beteiligen – allerdings nicht im Wettkampf um die besten Batterien.

Industrie muss 300 Milliarden für Elektroautos in die Hand nehmen (Manager-Magazin)

Wie das Manager-Magazin in seiner Online-Ausgabe berichtet, kommt eine Studie der Unternehmensberatung Oliver Wyman zu interessanten Erkenntnissen rund um Elektroautos: Demnach müsste die Industrie in den nächsten 5 Jahren 300 Millionen Euro für die Entwicklung weiterer Modelle sowie der Batterien in die Hand nehmen. Gleichzeitig würden die Produktionskosten in einigen Jahren immer noch 60 Prozent über denen jetziger Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren liegen. Fazit der Studie: Ohne massive staatliche Förderung von bis zu 10.000 Euro “geht es nicht”.


CleanTech Investitionen: Khosla Ventures mit Fonds über 1,1 Milliarden Dollar

“Die meisten CleanTech Unternehmen brauchen lediglich ein paar Millionen Dollar, um zu beweisen, dass ihre Technologie funktioniert” – mit diesem markigen Spruch wird heute der prominente VC-Experte Vinod Khsola in der New York Times zitiert. Khosla hat allen Grund, markige Sprüche loszulassen, denn seine Firma, Khosla Ventures, hat gerade 1,1 Milliarden Dollar eingesammelt, um weiterhin gezielt in CleanTech Unternehmen zu investieren. Khosla war Mitgründer von Sun Microsystems und investierte bereits in den vergangenen Jahren insbesondere sein eigenes Geld in grüne Start-Ups. Heute, zu einem Zeitpunkt, da die VC-Investments in CleanTech Unternehmen durchaus gückläufig sind (um nicht zu sagen: sie sind eingebrochen in den letzten Monaten), überrascht die Nachricht aus dem Hause Khosla umso mehr.
Khosla Ventures möchte das Geld aufteilen: 800 Millionen sind für Start-Investements in der Größenordnung von 5 bis 15 Millionen Dollar vorgesehen – insofern lässt sich der markige Spruch in einigen Jahren vermutlich recht gut be- oder wiederlegen, wenn überprüft wird, was aus den mindestens 53 Unternehmen geworden ist, die Khosla Ventures über diesen Fonds mit einer Startfinanzierung unterstützt hat. Der kleinere Anteil von 275 Millionen Dollar ist für Early-Stage-Investitionen mit einem Volumen von ungefähr zwei Millionen Dollar vorgeshen.

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