Clean Mobile AG: Nach Insolvenz auf Investorensuche

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Eurobike 2011 Clean Mobile

Quelle: Jürgen Hüpohl / CleanThinking.de

CleanTech & Mobilität News / München. Die Clean Mobile AG, Entwickler eines elektrischen Antriebssystems für Leichtfahrzeuge wie E-Bikes, ist Anfang Februar aufgrund eines Liquiditätsengpasses in die Insolvenz gerutscht. Insolvenzverwalter Dr. Christian Gerloff sieht Chancen, den Geschäftsbetrieb fortzuführen und hat zusammen mit KPMG die Investorensuche gestartet. Apropos Investoren: Erst im April 2011 hatte die Clean Mobile AG von Eearlybird Venture Capital, Capital-E, High-Tech Gründerfonds und SVIG Silicon Valley Technology Group sowie der Winklhofer Beteiligungs GmbH & Co. KG insgesamt 7,7 Mio. Euro Venture Capital eingesammelt.

Ein derartig namhaft mit Investoren bestücktes junges Technologie-Unternehmen in die Insolvenz rutschen zu lassen, ist überraschend. Vor diesem Hintergrund ist auch der Abgang des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Werner Gruber Ende 2011 zu erklären: Scheinbar hatte der Aufsichtsrat Werner Gruber das Vertrauen entzogen. Derzeit wird die Clean Mobile AG von Rudi Hoebel (CTO), Angelika van der Straaten (VP Product Development), Horst Richter (VP Finance) und Horst Schuster (VP Sales) geführt.

Trotz dieser Umstände, bezeichnet Insolvenzverwalter Dr. Gerloff die Clean Mobile AG als Pionier, der seine Antriebstechnologie über die Jahre kontinuierlich weiterentwickelt habe. Daher könne er sich gut vorstellen, dass es für diese innovative Technologie Interessenten gebe, gerade in Zeiten, in denen alternative, umweltschonende Antriebsarten immer beliebter würden.

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Die 2006 gegründete Clean Mobile AG beschäftigte zuletzt rund 20 Mitarbeiter. Zu den Kunden des Antriebssystems zählen die Bikeanbieter Corratec, KTM Bike, Third Element und PG Bikes. Kennzeichen der Clean-Mobile-Produkte ist der Dreiklang von leistungsstarker Antriebstechnik, ästhetischem Design und optimierten Fahreigenschaften. Technologiepartner des Unternehmens sind u.a. das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme, die Infineon Technologies AG und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI).

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