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Nanostart AG erhöht Anteil an Dresdner Cleantech Startup Namos

05/01/2010 16:48 0 Kommentare

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Namos GmbH LaborDie Dresdner Namos GmbH hat ein Verfahren entwickelt (Namos Biotemplating Technologie), mit dem bei der Produktion von Autoabgas-Katalysatoren rund die Hälfte der derzeit notwendigen Edelmetalle eingespart werden können.

Damit ist das aus der TU Dresden hervorgegangene Unternehmen ein Vorzeigebeispiel dafür, dass Clean Production auch einen wichtigen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz leisten kann. Nun haben die Nanostart AG, die führende Nanotechnologie-Beteiligungsgesellschaft, sowie der ERP-Startfonds ihre Anteile am Cleantech-Unternehmen aus Dresden erhöht.

Nanostart hält nun 25 Prozent, der ERP-Startfonds ist ein Programm von Kreditanstalt für Wiederaufbau und Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Das Verfahren von Namos beruht auf einer bionanotechnologischen Beschichtung von keramischen Katalysatorträgermaterialien. Aktuell werden zur Beschichtung von Abgaskatalysatoren weltweit rund 230 Tonnen neue, also nicht recycelte, Edelmetalle eingesetzt. Dies entspricht einem Wert von ca. 8,3 Milliarden US-Dollar jährlich. Fast die Hälfte davon, über 4 Milliarden US-Dollar, könnten durch die Namos-Technologie eingespart werden.

Das Additiv kann nach Angaben des Unternehmens zu geringen Kosten bionanotechnologisch hergestellt werden. Es ist im fertigen Katalysator nicht mehr vorhanden, deshalb kann kein negativer Langzeiteinfluss entstehen. Es beinhaltet keine Gefahrstoffe und verfügt über eine ausreichende, jahrelange Lagerfähigkeit.

Marco Beckmann, Vorstand der Nanostart AG, freute sich in einer Presseveröffentlichung über die Erhöhung der Anteile an der Namos GmbH:

“Die Technologie der Namos ist wegweisend, sie spart wertvolle Edelmetalle und vermeidet deshalb bei den Katalysatorenherstellern enorme Kosten. Dass nun über ein Viertel des Unternehmens der Nanostart gehört, bringt uns in eine hervorragende Position.”

Auf der Homepage der Namos GmbH äußert sich u.a. Hans-Jörg Hafner, ehemaliger General Manager bei der BMW AG zur Technologie von Namos:

“Im Gegensatz zu vielen anderen Technologien verspricht das Namos Verfahren eine sichere Umsetzung in die Produktion mit geringsten Investitionen und hoher Skalierbarkeit auf jeden Bedarf.”

Die Namos Biotemplating Technologie kann grundsätzlich in allen Komponenten eingesetzt werden, die Edelmetalle enthalten. Namos setzt bei der Lösung des Problems nicht auf komplexe Prozesse, sondern auf „intelligentes“ Material. Mit Hilfe komplexer Biomoleküle ist es möglich, bei der Herstellung von Katalysatoren die Positionierung von Edelmetallen wesentlich besser zu kontrollieren. Die bisher bereits an Bohrkernen unter Einsatzbedingungen für Dieselfahrzeuge getestete Technologie ermöglicht gegenwärtig bereits eine Einsparung von bis zu 50% Platin.

Zu den Kunden der Namos GmbH gehören sowohl KMUs als auch mittelständische Unternehmen und Großkonzerne. Außerdem hat das Unternehmen nach wie vor exzellenten Kontakt zu hervorragenden Forschungseinrichtungen insbesondere im Großraum Dresden. Geschäftsführer des Cleantech-Unternehmens ist Dr. Jürgen Hofinger. Im Juni 2009 hatte die Namos GmbH beim IQ Innovationspreis Mitteldeutschland im Cluster “Automotive” gewonnen.

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