Vom Elektrohelikopter bis zur intelligenten „Fernbedienung“ für zu Hause

Crowdfunding wird auch in der CleanTech-Branche zunehmend beliebter / homee startet Kampagne bei indiegogo

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Cowdfunding scheint nun auch in der CleanTech-Branche als Möglichkeit zur Finanzierung unterschiedlichster Projekte Fuß zu fassen. Ein aktuelles Beispiel: Der Volocopter von e-volo. Der umweltfreundliche und emissionsfreie Elektro-Hubschrauber ist die Entwicklung eines Karlsruher Unternehmens und soll die Luftfahrt revolutionieren. Das Ergebnis: „Die Crowd lässt den Volocopter abheben“, wie The Wall Street Journal titelte. Innerhalb weniger Stunden konnte das Projekt auf der Plattform Seedmatch weitaus mehr Geld einsammeln, als den benötigten Mindestbetrag. Ein großer Erfolg für das Cleantech-Startup. Weitere Projekte aus dem Bereich CleanTech gingen in den vergangenen Tagen mit ihren Kampagnen an den Start. Unter anderem das folgenden Projekte aus dem Bereich Smart Home.

Homee_at_home

Kleine Farbtupfer mit großer Wirkung – Die verschiedenen Homee-Cubes

CleanTech & Smart Home News / Stuttgart. Codeatelier ist eines der CleanTech-Unternehmen, das auf finanzielle Unterstützung der Crowd hofft. Das Stuttgarter Unternehmen entwickelt einerseits spezielle Systemlösungen für Businesskunden und andererseits intelligente Endkundensoftware, die den Anwender im Alltag unterstützt. Vision des Technologie-Startups ist es, ganz neue Märkte beim Endanwender zu erobern. Das erste eigene Produkt ist Homee, DIE Fernbedienung für’s Zuhause. Und genau für diese intelligente Fernbedienung wurde in der vergangenen Nacht eine Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo – der weltweit größten Crowdfunding-Plattform – gestartet. Ziel ist es, mindestens 100.000 Euro einzuwerben, um Homee als innovative Lösung für das „Internet der Dinge“ im Frühjahr 2014 auf den Markt zu bringen. Interessenten können durch ein Investment zwischen 5 und 9.999 Euro dazu beitragen.

Homee: your home remote from Codeatelier on Vimeo.

Was kann Homee?

DIE Fernbedienung für’s Zuhause: Homee ist eine sehr einfache Möglichkeit, das Smart Home mit all seinen Geräten und Anwendungen unterschiedlicher Hersteller und Standards über eine einzige Smartphone-App zu steuern, zu überwachen und zu automatisieren. Die Systemzentrale bildet der weiße Brain Cube mit Wi-Fi, der bereits die Steuerung von Lösungen wie Nest, Netatmo, Koubachi oder Lockitron ermöglicht. Durch simples Aufeinanderstecken kann der Brain Cube um die weiteren Standards Z-Wave (Blau), Zigbee (Rot) und EnOcean (Violett) erweitert werden und Farbtupfer im eigenen Wohnzimmer setzen.

Das Codeatelier-Team

Das Codeatelier-Team (v.l.n.r.): Markus Graf, Waldemar Wunder, Tobias Graf, Jochen Schöllig

Homee ist als offenes und modulares System konzipiert, das es etwa erlaubt, die Jalousie von Hersteller A, die Heizung von Hersteller B und den Sound via AirPlay oder DLNA über eine einzige, kostenlose App via Smartphone zu steuern und zu regeln. „Mit Homee hat die Gebundenheit an einen Hersteller oder Funkstandard endgültig ein Ende“, sagt Codeatelier-Geschäftsführer Jochen Schöllig. „Vorausgesetzt, wir schaffen es, unsere Begeisterung über dieses coole Gadget, das gleichzeitig eine qualitativ hochwertige Smart Home-Lösung darstellt, auf viele andere Menschen in der Welt zu übertragen.“

Um den notwendigen Rückenwind für die globale Crowdfunding-Kampagne zu bekommen, haben die vier Codeatelier-Gründer schon für die Beta-Phase eine App für iOS und Android entwickelt, mit der Nutzer ganz einfach Vorschläge für mögliche Anwendungen einreichen können. Wer per Twitter, Facebook und Instagram einen Vorschlag mit dem Hashtag #ideaforHomee einreicht, hat nicht nur die Chance, dass seine Idee in die Tat umgesetzt wird, sondern nimmt gleichzeitig an der Verlosung eines iPad Mini teil.

Wofür benötigt Codeatelier die gesammelten Mittel?

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Die Homee-App: Sie muss sich der Meinung der Nutzer stellen.

Der Homee-Prototysp ist fertig entwickelt. Investieren muss das Unternehmen nun in letzte technische Feinheiten. Außerdem muss die App zur Steuerung des Systems, die für iPhone und Android verfügbar ist, auf ihre Nutzerfreundlichkeit geprüft und entsprechend angepasst werden.

Zeitnah möchte das junge Unternehmen zudem mit dem Verpackungsdesign starten, notwendige Zertifizierungen für das Produkt einholen, finale Entscheidungen in Bezug auf Materialien und den Wertschöpfungsprozess fällen. Sind diese Schritte abgearbeitet, soll im kommenden Jahr die Serienproduktion starten.

Wie kann man das Projekt unterstützen?

Auf Indigogo schlüsselt Codeatelier alle Möglichkeiten auf, die sich den „Investoren“ bieten: Die Spanne reicht von 5 bis 9.999 Euro. Für 89 Euro beispielsweise kann man sich einen klassischen Brain Cube vorbestellen.

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