XMILE und das kraftstoffsparende Enzym

CleanTech-StartUp der Woche 8 - 2013: Kraftstoffsparend, leistungssteigernd, umweltschonend - drei Worte mit denen das StartUp überzeugen möchte

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Bereit in der letzten Woche stellte die CleanThinking.de-Redaktion mit ARKTIK ein StartUp der Woche vor, dass sich im Bereich der Mobilität bewegt (hier nachlesen). Auch das aktuelle CleanTech-StartUp der Woche ist in diesem Bereich angesiedelt. Während AKTIK für einen CO2-Ausgleich durch zusätzliche Klimaschutzprojekte einsteht, setzt das Unternehmen, um das es an dieser Stelle geht, bereits im Tank an.

Zunächst zum Verständnis: Kraftstoffe unterliegen einem Alterungsprozess. Dieser setzt mit Verlassen der Raffinerie ein und äußert sich in einer Verkettung der Kohlenwasserstoffe. Bis der Kraftstoff im Tank des Endkunden landet, kann einige Zeit vergehen. Die Kraftstoffproduzenten haben schon immer versucht, mit chemischen Zusätzen eine vernünftige Kraftstoffqualität z.B. eine bessere Klopffestigkeit zu erzielen.

Unser CleanTech-StartUp der Woche schlägt einen anderen Weg ein, um das gleiche Ziel zu erreichen: Es werden natürlich vorkommende Enzyme als Additiv eingesetzt. Diese werden aus Pflanzen gewonnen und „veredeln“ den Kraftstoff bzw. verbessern seine Qualität. Die pflanzlichen Enzyme „docken“ sich nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip  passenden Moleküle fossiler Brennstoffe an und spalten sie. Dadurch „verkleinert“ sich das Molekül. Welche positiven Effekte dies haben kann, beschreibt der folgende Beitrag.

XMILE: Fakten zum StartUp der Woche

Auszeichnung StartUp der Woche_XMILE KopieUnser StartUp der Woche hat das Produkt, das es vertreibt nicht selbst entwickelt. Es konzentriert sich auf den Vertrieb des Enzym-Additivs. Erfunden und weiterentwickelt wurde das Enzymgemisch in Japan – wohl bereits in den 60er Jahren. „Vor etwa 10 Jahren hat sich der anerkannte Kraftstoffexperte Prof. Dr. Roy Douglas der Queen’s University in Belfast mit dem Produkt befasst und intensive Tests durchgeführt“, erklärt Stephan Hans, Gründer von XMILE und Betreiber des XMILE-ShopsSeitdem verbreitete es sich in Europa und den USA und wird beispielsweise von den US-Streitkräften der NATO eingesetzt.

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XMILE möchte nun den Vertrieb in Deutschland ankurbeln und den biologischen Kraftstoffzusatz bekannt machen. Stephan Hans baut daher seit der Unternehmensgründung im März 2012 in Nagold ein Team um sich auf. „Heute zählt unser Unternehmen vier Mitarbeiter„, erklärt er.

Im ersten Geschäftsjahr wurden 100 Liter des biologischen Zusatzes verkauft. „Bedenkt man, dass XMILE dem Kraftstoff in einem Verhältnis von 1:10.000 beigefügt wird, ist das zufriedenstellend für das erste Jahr“, erklärt der Jungunternehmer. In den kommenden Jahren soll der Absatz steigen. Realistisch? „Da XMILE in allen Kolben- und Verbrennungsmotoren eingesetzt werden kann, lohnt sich XMILE nicht nur für LKW und PKW, sondern auch für Heizölanlagen“, sagt Hans.

Wer sich hinter XMILE verbirgt

Stephan HansDie Geschichte unseres StartUps beginnt mit der Unternehmensgründung im März 2012. Der Gründer Stephan Hans stieß jedoch bereits ein Jahr früher durch einen Zufall auf den biologischen Kraftstoffzusatz.

„Ich bin ein sehr offener, aber auch sehr kritischer Mensch“, erklärt Hans. Nach eingehender Recherche hat er sich daher entschlossen, das Produkt im Selbsttest zu prüfen. Mit seinem eigenen Auto testete er das Enzym ein Jahr lang und war überzeugt. „Meine Erfahrungen wollte ich nicht für mich behalten und habe mich zur Gründung von XMILE entschieden.“

Der Jungunternehmer Stephan Hans war bereits vor der Gründung im Bereich KfZ-Zubehör tätig und ist daher mit Marktstrukturen und Besonderheiten vertraut: „Ich weiß, dass Additive in den vergangenen Jahren nicht nur positive Schlagzeilen hervorbrachten. Es wurde zu viel Schindluder getrieben.“

Dennoch glaubt er an das Produkt, will Transparenz schaffen, offen kommunizieren und das Vertrauen seiner Kunden gewinnen. Das sei besonders wichtig, sagt er, denn schließlich ist „das Auto des Deutschen Heiligtum“.

Welche Wirkungen das Kraftstoff-Additiv haben kann

XMILE ist das einzige rein biologische Brenn- und Kraftstoff-Additiv und enthält mehr als 20 verschiedene Enzyme, die vorwiegend aus grünen Pflanzen gewonnen werden. Ein Teil dieser Enzyme verhindert die Entstehung von Kraftstoff-Schlämmen und löst vorhandene Schlämme auf, so dass die darin gebundene Energie wieder der Verbrennung zur Verfügung steht. „XMILE bewirkt quasi eine biologische Tankreinigung“, versichert Hans.

Enzyme katalysieren als aktive Proteine biochemische Reaktionen. Sie sind essenziell für wichtige Funktionen von Organismen. Aber auch in Waschmitteln und anderen Chemikalien kommen sie zum Einsatz. Im biologischen Additiv XMILE wirken sich Enzyme positiv auf Verbrennungsvorgänge aus. Es stößt molekulare Veränderungen im Kraftstoff an.

Andere Enzyme des XMILE Additivs wiederum, verwandelt die schwer brennbaren nutzlosen Bestandteile des Kraftstoffs (beispielsweise große Kohlenwasserstoff- bzw. Kraftstoff-Moleküle) in besser brennbare bzw. kleinere Kohlenwasserstoffmoleküle.

Xmile Tankstelle: Auto-Additiv schützt den Motor und schont die UmweltDie Enzyme verändern den Kraftstoff an sich nicht, sondern bewirken eine Konzentrationsverschiebung. Dies soll bewirken, dass der Kraftstoff gleichmäßiger und vollständiger verbrennt. Brennrückstände im Motor werden verhindert oder sogar abgebaut. „Somit wird der Kraftstoffverbrauch messbar um bis um 7 bis 15 Prozent gesenkt“, erklärt der Experte.

Besonders wichtig jedoch: Die gleichmäßige Verbrennung schädliche Vibrationen bzw. das „Motorklopfen“. Motor und Katalysator halten länger, da sich die mechanische und thermische Belastung und die Belastung durch Ruß verringert.

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Die bessere Verbrennung verringere zudem den Ausstoß von umweltschädlichen und giftigen Abgasen wie Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffen, Schwefeldioxid und Stickoxiden.

Das Unternehmen zählt positive Effekte vor, während und nach dem Verbrennungsvorgang des Kraftstoffes auf. Vor der Verbrennung ist die bereits erwähnte reinigende Wirkung relevant. Tank, Kraftstoff und Leitungen werden gereinigt, weniger Schwefel-Oxide und Schlämme gebildet. Dies kann auch für das Überwintern von Fahrzeugen positiv sein. Während der Verbrennung verringert das Enzymgemisch schädliche Vibrationen und Druckspitzen im Motor und verringert den Kraftstoffverbrauch. Auch nach der Kraftstoffverbrennung sind positive Effekte erkennbar. So reduziert sich die Rußpartikelbildung und der damit der Rauch, Abgase und Gerüche werden verringert.. Die Katalysator-Wirkung wird verbessert und der Motor geschont.

Verbreitung, und: Warum es XMILE nicht an Tankstellen gibt

xmile_tankstelle_belgien

Tankstelle in Belgien.

XMILE ist für das US Militär zugelassen. „Dort werden nur Betriebsstoffe zugelassen, die sich mindestens fünf Jahre am Markt bewährt haben“, erklärt Hans, um die Erfahrung zu unterstreichen. Auch die NATO verwende das Additiv.

Nach Aussagen des Unternehmens wird XMILE durch das Engagement dort ansässiger Vertriebspartner in Holland und Belgien an einigen Tankstellen dem Kraftstoff schon beigemischt. Der Autofahrer kann entsprechend bereits mit dem Additiv beigemischten Kraftstoff tanken. „Diese Tankstellen haben guten Zulauf, weil die Kunden den Unterschied deutlich spüren,“ erklärt Stephan Hans. In Deutschland sei der gleiche Versuch unternommen worden. Ohne Erfolg, da die Mineralölkonzerne sich dagegen entschieden haben. Aus Angst vor Umsatzeinbußen?

Mehr dazu auch im TV-Beitrag:

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