DESERTEC News: Neue Gesellschafter aus Spanien, Italien, Frankreich und Marokko
Die Liste der Unternehmen, die sich an der Desertec Industrial Initiative beteiligen, wird immer länger und durchaus illustrer: am heutigen Montag gab das Desertec-Gemeinschaftsunternehmen Dii bekannt, dass vier weitere Gesellschafter sich dem als Wüstenstrom-Projekt genannten Vorhaben beteiligt haben. Diese stammen aus Italien, Spanien, Frankreich – und Marokko.
Die neuen Gesellschafter sind Enel Green Power aus Italien, Red Eléctrica de Espana aus Spanien, die NAREVA Holding aus Marokko sowie Saint-Gobain Solar aus Frankreich. Die Dii hat sich zum Ziel gesetzt, die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige und klimafreundliche Energieerzeugung in den Wüsten Nordafrikas und des Nahen Ostens zu schaffen und die Integration mit dem europäischen Stromnetz vorzubereiten.
Paul van Son, CEO der Dii zu den neuen Gesellschaftern:
“Durch die Aufnahme weiterer Unternehmen aus Europa und Nordafrika machen wir einen wichtigen Schritt zur Internationalisierung unserer Industrieinitiative. Auch mit einem Unternehmen aus Tunesien sind wir in fortgeschrittenen Gesprächen. Alle beteiligten Institutionen sind sich einig: Es ist eine Anstrengung wert, diesen visionären Plan für ein neues Zeitalter erneuerbarer Energien, das auf Partnerschaft zwischen Staaten und Unternehmen aus verschiedenen Kulturen basiert, gemeinsam zu verfolgen.“
Die Vertreter der vier neuen Gesellschafter äußerten sich in einer Pressemitteilung begeistert von der Idee, die hinter dem Desertec-Projekt steckt und versprachen ihr Engagement: “Wir werden die Initiative tatkräftig unterstützuen und dabei unsere Expertise in den Bereichen Geothermie, Windenergie, Photovoltaik und Solarthermie einbringen”, sagte Francesco Starace, Präseident von Enel Green Power.“Desertec ist ein ambitioniertes Projekt, das für Marokko und die Region viele Möglichkeiten für die wirtschaftliche Entwicklung bietet”, kommentierte Ahmed Nakkouch, CEO der NAREVA Holding. Luis Atienza, Vorsitzender von Red Electrica de Espana, sagte: “In Spanien stammen bereits mehr als 18 GW aus Windenergie und 2,5 GW aus Sonnenenergie – ein Erfolg, der dank der Arbeit von Red Electrica möglich wurde. Red Electrica ist davon überzeugt, dass diese Initiative die Entwicklung aller Mittelmeerländer fördert und zum Wohlstand in Nord und Süd beiträgt.”
Fabrice Didier, Geschäftsführer von Saint-Gobain Solar, schließlich, hob insbesondere die Bedeutung der Solarthermie für die zukünftige Energieversorgung hervor:
“Solarthermisch erzeugte Energie wird in den nächsten Jahrzehnten eine der vielversprechendsten Quellen für kostengünstigen Strom werden. Damit dieser wettbewerbsfähig werden kann, ist Kooperation zwischen Unternehmen dringend notwendig. Die Desertec-Initiative bildet einen geeigneten Rahmen zur Kooperation. Saint-Gobain Solar ist nicht nur im Bereich Photovoltaik im Markt aktiv, sondern entwickelt auch Schlüsselkomponenten für solarthermische Kraftwerke, insbesondere Spiegel, Receiver und Wärmespeicher-Systeme. Wir freuen uns, dieser Initiative beizutreten und werden unseren Teil dazu beitragen, dass Solarenergie eine solide industrielle Basis bekommt.”
Erst kürzlich hatte die DESERTEC Foundation den Titel “Offizieller Ort im Land der Ideen” erhalten. An der Dii sind als Gründungsgesellschafter bereits folgende Unternehmen beteiligt: ABB, Abengoa Solar, Cevital, the DESERTC Foundation, Deutsche Bank, E.ON, HSH Nordbank, MAN Solar Millenium, Munich Re, M+W Group, RWE, Schott Solar und Siemens.

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