Pendix revolutioniert die Nachrüstung vom Fahrrad zum E-Bike

Bürstenloser Tretlagermotor und Akku für den Rahmen wiegen nur 5,5 Kilogramm / E-Bike-Umrüstung ganz einfach

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Das Geheimnis dieser Nachrüstlösung für Fahrräder zum E-Bike ist das Gewicht. Das Gesamtsystem Pendix wiegt als Antriebskomponente lediglich 5,5 Kilogramm und sieht aus wie eine Fahrradflasche. Mit der Erfindung des Zwickauer Unternehmens HERMS Drives GmbH könnte die E-Bike Umrüstung ab kommendem Frühjahr revolutioniert werden.

Pendix Umrüstset wiegt nur 5,5 Kilogramm - ideal für die Umrüstung vom Fahrrad zum E-Bike7. August 2014. E-Bikes gibt es mittlerweile einige, aber die Auswahl ist längst noch nicht so groß wie beim klassischen Fahrrad. Und: Jeder hat ein Fahrrad Zuhause und will nicht unbedingt noch ein E-Bike zusätzlich in die Garage oder den Wohnungskeller stellen. Daher ist das, was HERMS Drives GmbH, eine Technologieausgründung der Westsächsischen Hochschule Zwickau, entwickelt hat, eine interessante Neuerung – oder vielleicht eine kleine Revolution.

Denn der Akku von Pendix ist in Form einer Trinkflasche gestaltet und passt an fast jeden Fahrradrahmen. Die Kapazität des Lithium-Ionen-Akkus soll für 75 Kilometer reichen. Das Gesamtsystem wiegt nur etwa 5,5 Kilogramm. „Endkunden müssen nicht mehr vorab entscheiden, ob sie elektrisch fahren wollen oder nicht, sondern sie wählen ihr Fahrrad entsprechend ihren individuellen Wünschen aus. Den ‚Pendix‘ bekommen sie dann sozusagen als ‚Add-On‘ dazu“, erklärt Thomas Herzog, kaufmännischer Geschäftsführer der HERMS Drives GmbH. „Durch das funktionale Design tritt die Erscheinung des Antriebes in den Hintergrund. Dadurch bleibt ein mit dem Pendix elektrifiziertes Fahrrad seinem individuellen Stil treu“, ergänzt Entwicklungsleiter Sebastian Fethke.

So funktioniert Pendix im Detail:

Nachteil bisheriger Nachrüstsets ist oft das enorme, zusätzliche Gewicht, auf das der Fahrradrahmen nicht ausgelegt ist – das sorgt für geringere Sicherheit. Dieses Problem löst Pendix durch die sinnvolle Platzierung des Zusatzgewichts am Rahmen und durch das insgesamt geringe Gesamtgewicht von 5,5 Kilogramm. Trotz seines geringen Gewichts liegt das Drehmoment bei 50 NM und die Leistung des bürstenlosen Tretlagermotors bei 250 Watt verfügbar.

Pendix, der Mittelmotor-Nachrüstsatz, kann mit fast allen Rahmenformen und Schaltungstypen kombiniert werden. Beispielsweise problemlos mit einem Dreifach-Kettenblatt. Niedrigere Kettenblattanzahlen sind natürlich genauso möglich, wie die Kombination mit einer Rücktrittbremse. Der Antrieb wird ganz einfach in ein Standard-Tretlagergehäuse eingesetzt. So kann er ohne Modifikation des Rahmens, an nahezu jedes Rad angebaut werden.

Gegenüber Nabenmotoren wird hier die Kraft des Motors an der steifsten Stelle des Rahmens, nämlich dem Tretlagergehäuse, abgestützt. Der Vorteil: die Belastung für andere Baugruppen wird auf ein Minimum reduziert.

Die Batterie wird an den Getränkehalter-Schraub-Verbindungen festgemacht. Sie ist mit einer herausziehbaren Stahlöse versehen, durch die man problemlos ein Kabelschloss ziehen kann. Das ermöglicht dem Fahrradnutzer, ohne störende Zusatzutensilien, seinen Akku zu sichern. Ein Schlüssel wird nur benötigt, wenn das ganze Rad durch das Kabelschloss abgesichert werden soll. Das Ziel der Entwickler: einen Antrieb mit wenig Handlingaufwand für den Endkunden.

Pendix: Das universelle Nachrüstset für jedes Fahrrad

Zwar gibt es auf dem Markt bereits Komponenten, mit denen man herkömmliche Fahrräder in E-Bikes oder in sogenannte Pedelecs verwandeln kann, allerdings ist deren Einsatzbereich bisher sehr begrenzt. „Die meisten dieser Lösungen sind nur für ein bestimmtes Fahrradmodell oder einen bestimmten Hersteller geeignet. Ein wirklich universelles System, das sich für ganz verschiedenen Fahrradtypen und Marken eignet, suchte man bisher vergebens“, erklärt Thomas Herzog.

Macht aus jedem Fahrrad ein E-Bike: Pendix kommt im April 2015 auf den Markt

Erstmals vorgestellt wurde der marktreife Prototyp Anfang August beim Formula-Student-Event in Hockenheim. Ein weiteres Mal wird die Entwicklung vom 27. bis 30. August bei der Messe Eurobike 2014 vorgestellt. Ab April 2015 soll das System dann bei ausgewählten Fahrradherstellern erhältlich sein.

Weitere Informationen: HERMS Drives – käuflich im Web erworben werden kann PENDIX inzwischen beispielsweise hier.

5 Kommentare

  • Das wäre natürlich mehr als ideal, wenn man so einen Akku in Trinkflaschenform an jedes beliebige Fahrrad festmontieren könnte und je nach Lust und Laune die Technologie arbeiten lässt. Kann wohl noch paar Jahre dauern bis dieses realisiert werden kann.

    Top Beitrag !

  • Hirschberg, Andrea

    Ich fahre seit 14 tagen mit dem pendix. habe es 500 km getestest und bin begeistert,Habe es an mein altes crosstrecking rad anbauen lassen. Bin in der Eco stufe 64 km gekommen auf ebener strecke und asphaltiertem weg. Hätte etwas mehr erwartet, aber auch ohne unterstützung geht das rad relativ leicht. Es kommen ja nir knapp 6 kg dazu ( und zur not kann man den Akku ja auch dem mann geben ), dann hat man nur 3 kg mehr . Akku ist schnell aufgeladen und durch die form erkennt man nicht sofort dass es ein ebike ist.akku sieht wie eine trinkflasche aus.Ich würde es wieder kaufen, denn für den weg zur arbeit und für kleinere radtouren ist es ausreichend. bei größeren Touren nimmt man eben das ladegerät mit und läd den akku bei einer rast im restaurant auf. alles in allem eine feine sache!!

  • Hallo,

    Wo kann ich dem Antrieb kaufen oder Testen?

    MfG
    Uli Noller

  • Hans B. Welling

    betr. Ihre Seite zu dbm energy
    Da fehlt jede Angabe des Jahres.
    Bei dieser Firma hat man ja lange nichts Ordentliches gehört. Um so wichtiger Ihre Angabe.

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