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E-world 2010: Eine Branche erfindet sich neu

11/02/2010 07:56 0 Kommentare

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E-World LogoDie E-world in Essen erlebt eine Renaissance: Aussteller berichten über “deutlich mehr Besucher als in den vergangenen Jahren“, Besucher freuen sich über “eine Themenpalette, die deutlich breiter geworden ist” und immer öfter das Label Cleantech verdient hat. Die Branche erfindet sich – getrieben von gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie innovativen Startups – derzeit neu, und das belebt die Messe E-world ungemein.

Ausstellungsbereich smart energy

Gutes Beispiel: Der smart energy Ausstellungsbereich, an dem mehr als 30 Unternehmen  auf kleinen und mittelgroßen Ständen ihre innovativen Produkte oder Prototypen vorstellten. Hier standen Themen wie Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Smart Metering oder Elektromobilität im Vordergrund. Die Vernetzung von Haustechnik und Elektrogeräten spielte dabei ebenso eine Rolle wie Konzepte für die Eigenversorgung mit Energie und Energieeffizienz.

Die Firma Kiwigrid aus Dresden hat zur Messe den ersten, auf Basis des Internet Protocols (IPv6) kommunizierenden Smart Plug fertig gestellt. Dieser Plug benutzt den von Kiwigird entwickelten Moko-Chip, um im Netzwerk zu kommunizieren. Moko ist dabei ein Mikrochip, der es ermöglicht, per Funk Energie zu steuern, zu messen und zu kommunizieren. In den nächsten Monaten wird Kiwigrid die ersten Test-Versuche vornehmen.

Interessant ist auch das Unternehmen smartOPTIMO – eine Dienstleistungsgesellschaft, die aus den Stadtwerken Münster und Osnabrück hervorgegangen ist. Das Unternehmen entwickelt ganzheitliche Lösungen rund um Smart Metering, die von anderen Stadtwerken günstig übernommen werden können. Dabei geht es inbesondere um IT-Lösungen wie ein Web-Portal, das die Energiedaten des Endverbrauchers visualisiert und transparent macht.

Innovativ auch das, was die Kölner Firma GreenPocket während der Messe vorstellte: Das Unternehmen bietet Energieversorgern eine Software zur intelligenten Verarbeitung und Visualisierung von Smart Metering Daten. Die Verarbeitung der Daten erfolgt meist direkt beim Energieversorger in der Energy Expert Engine, die Visualisierung beim Endverbraucher erfolgt schließlich über iPod-, iPhone-Apps, ein Wandgerät oder das Webportal des Energieversorgers.

Weitere Unternehmen im smart energy Bereich waren etwa die Thüringer (Smart Home, Plattform as a Service), cuculus GmbH, Amber Wireless oder das Projekt E-Energy. ,

Die Großen dürfen nicht fehlen

Auch am Exempel der Big Player lässt sich die neue Vielfalt der Energie- und Wasserschau E-world dokumentieren. RWE präsentiert auf 700 Quadratmetern natürlich seine Stromtankstelle und erste Lösungen für Smart Home. Die etwas abseits aufgebaute Smart Home Lösung, bei der über einen Webzugriff einzelne Geräte im Haushalt gesteuert werden sollen, überzeugt allerdings nicht: Wieso wird so etwas nicht in den zentralen Messeauftritt integriert?

Auch Vattenfall, E.ON und Co. zeigen ihre Stärke auf der E-world in Essen. Doch auch immer mehr Stadtwerke wie RheinEnergy, die Stadtwerke Leipzig und Stadtwerke Bielefeld präsentieren sich mit großen und auffälligen Ständen und werben so um mehr Vertrauen im Markt. Auch hier zeigt sich: Smart Metering, Smart Grid und Smart Home sind inzwischen in aller Munde und werden künftig noch eine viel bedeutendere Rolle auf der E-world in Essen spielen.

Einige weitere Eindrücke vom Rundgang über die E-world in Essen haben wir hier in einer Bildergalerie zusammengefasst:

Insgesamt war die E-world in Essen eine gelungene Branchen-Veranstaltung, die durch die “neuen” Themen jünger und innovativer geworden ist. Genau diese Frische sollte sich die Messe unbedingt beibehalten.

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