E10: Bioethanol-Sprit kommt später als erwartet

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Die (vermeintliche) Revolution an der Tankstelle lässt auf sich warten: Die neue Benzinsorte Super E10 (alle Daten und Fakten zu Super E10 hier) kommen deutlich später als geplant. Ursprünglich sollte die Einführung schon im Januar flächendeckend erfolgen, jetzt ist „von Frühjahr“ die Rede. In der neuen Benzinsorte werden 10 Prozent Bioethanol beigemischt. Dies soll zu einer besseren Co2-Bilanz beitragen. Die Einführung der neuen Super-Sorte E10 erfolgt nach europäischer Maßgabe. Der Mineralölverband begründete heute die verspätete Einführung u.a. mit der Kälte, die „Einfluss auf die Umstellung habe“, so der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbands, Klaus Picard. Laut Aral soll die Bioethanol-Super-Sorte ab Ende Januar flächendeckend verfügbar sein. Bei Shell wird im ersten Quartal mit der Umstellung gerechnet.

Doch schon jetzt sind viele Bürger verunsichert:

  • Verträgt mein Auto eigentlich E10?
  • Werden die Spritpreise durch die Umstellung steigen?
  • Ist die Beimischung von 10 Prozent Bioethanol wirklich umweltfreundlicher?
  • Werden die Aktien von Cropenergies und Verbio von der Einführung nachhaltig profitieren?
  • Was mache ich, wenn ich aus Versehen mein Auto mit E10 betanke, wobei es dieses nicht verträgt?
  • Verbraucht mein Auto durch Biosprit mehr als zuvor?

Klar ist: Der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie rechnet nicht mit zusätzlichen Preisaufschlägen und begründet dies damit, dass die Mineralölindustrie gesetzlich verpflichtet sei, Biokraftstoffe wie E10 in den Markt bringen zu müssen. Klar ist aber auch, dass die Herstellung des Bioanteils teurer ist, als der herkömmlich produzierte Sprit.

Viele andere Fragen sind zunächst noch offen: Durch den geringeren Energiegehalt des neuen Gemischs, dürfte allerdings der Verbrauch um zwei drei Prozent steigen.

Alle weiteren Fragen beantworten wir von Cleanthinking.de in unserer Übersicht zu Super E10.

1 Kommentar

  • Da hat sich die Bioethanol-Lobby jetzt erstmal durchgesetzt!
    Aber mal sehen wie lange sich das ethische Problem, dass ein Energieträger den gleichen Markt mit Nahrungsmitteln teilt, zurückdrängen lässt. Ich hoffe wir brauchen dafür keine ständigen Bilder von verhungernden Menschen und Regierungsumstürzen, um festzustellen, dass das ein Holzweg war / ist.

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