Bald einheitliche Standards für Elektroautos?
Gibt es bald einheitliche Standards für Elektroautos? Das Handelsblatt meldet heute, man habe aus dem Umfeld des Energiekonzerns RWE erfahren, dass sich 20 Versorger und Autokonzerne in Europa noch im April auf einheitliche Standards für Stecker, Zapfsäulen und Anschlussbuchsen einigen wollen. Ausgegangen war die Initiative von RWE und Daimler. (Quelle: Handelsblatt)
Interessant ist dies, gelten doch Insellösungen, die aus verschiedenen Kooperationen zwischen einzelnen Unternehmen resultieren als große Gefahr für den flächendeckenden Einsatz von Elektroautos. In der Vergangenheit hatte es u.a. solche Initiativen von RWE und Daimler, VW und Eon sowie BMW, Vattenfall und Eon gegeben. Sollte die europäische Lösung nun klappen, könnte dies ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer sinnvollen Versorgung mit Elektroautos werden. Nimmt man die Meldung des Super-Akkus hinzu, könnte die Nutzung von Elektroautos bzw. zunächst deren Produktion schneller lukrativ werden als bisher gedacht.
Anscheinend planen die Konzerne eine rein europäische Lösung und setzen dabei weniger auf das kalifornische Startup “Better Place” von Shai Agassi. Dieser meldet sich nun als Reaktion auf die Handelsblatt-Meldung zu Wort und möchte der Allianz ebenfalls beitreten – Einigen sich die europäischen Konzerne ohne sich mit Better Place abzustimmen, wäre dies eine große Überraschung.
Eine gewisse Enttäuschung kann man letztlich auch bei Rolf Schumann, Better Place Vertreter in Deutschland, vernehmen, der sagt:
“Wir hätten es begrüßt, wenn Better Place in die Beratungen einbezogen worden wäre. Wir können sicherlich einen wertvollen, global relevanten Beitrag leisten.” (Quelle: Handelsblatt)
Wie auch immer: Auf dem Markt für Elektroautos ist seit Ampera, Aptera und Co eine Menge los. Und das alleine ist positiv.
