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Elektroauto: Erste ChargePoints in Bochum in Betrieb genommen

31/08/2009 10:55 1 Kommentar

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Überall in Deutschland wird derzeit an der Infrastruktur für Elektroautos gefeilt und weiterentwickelt. Die Stadt Bochum bzw. deren Stadtwerke sind schon einen Schritt weiter als viele andere Städte in Deutschland: Zusammen mit dem Weltmarktführer Coulomb Technologies sowie dem europäischen Vertriebspartner 365 Energy Group haben die Stadtwerke am heutigen Montag die ersten intelligenten Ladestationen für Elektroautos in Betrieb genommen.

Die ChargePoints von Coulomb Technologies (Cleanthinking.de berichtete) sind über ein Netzwerk miteinander verbunden – an den fünf Ladestationen lassen sich Elektroautos in der Ruhrgebietsmetropole künftig komfortabel betanken. Die einzelnen Stromstationen werden fernüberwacht und sind jeweils auf Google Maps zu finden. Die hinter den Stationen stehende Netzwerktechnik wickelt außerdem die Anmeldung der Fahrer an den Stationen sowie die Abrechnung sicher ab. Die netzwerkgesteuerten ChargePoint–Ladestationen.

Zugang zu einem ChargePoint™ erhält der Fahrer, indem er seine Karte – eine Art elektronischer Schlüssel -, über die Stirnseite der Ladestation führt. Nachdem das Auto angeschlossen ist, schließt sich die Ladeklappe, bis man wieder wegfahren möchte. Bereits am 14. August hatten die ChargePoints™ die CE-Zertifizierung  und damit die Betriebserlaubnis für Europa erhalten.

„Dieses Ladestationen-Netzwerk ist eine so durchdachte wie praktikable Gesamtlösung für das „Auftanken“ von Elektrofahrzeugen“, erklärt Mark Kriek, CEO von 365 Energy. „Sie berücksichtigt die Interessen sämtlicher Beteiligter – vom einzelnen Fahrer über Unternehmen, die Ladestationen betreiben wollen, bis hin zu den Stromerzeugern und der Autoindustrie.“

ChargePoints als Geschäftsmodell für Gemeinden

So bietet sich etwa Gemeinden ein interessantes und bislang unbekanntes Geschäftsmodell. Indem sie eine unkompliziert realisierbare Infrastruktur von Stromtankstellen ermöglichen, können sie dauerhaft an den Einnahmen partizipieren. Interessant ist die Lösung von 365-Energy speziell auch für öffentliche oder private Fuhrparks: Ein Flottenmanagement-Portal enthält Funktionen wie interaktive Karten, die auflisten, wie viel Treibstoff und Emissionen eingespart wurden, welche Fahrzeuge gerade geladen werden, welche bereits voll „betankt“ sind oder dringend aufgeladen werden müssen.

Darüber hinaus erhält der Fahrer eine Kurznachricht aufs Handy, wenn die Autobatterie leer ist, wenn der Ladevorgang beendet ist oder unterbrochen wurde. Nach einem Test mehrerer Anbieter fiel die Entscheidung der Bochumer Stadtwerke zugunsten der ChargePoints™ von Coulomb und zwei weiteren Anbietern aus.

„Das Aufstellen der Ladestationen ist ein erster Schritt, durch den wir uns am Ausbau der Elektromobilität und der dafür nötigen Infrastruktur beteiligen“, sagte Stadtwerke-Chef Bernd Wilmert. Im Rahmen der Kampagne „Bochum wird e-mobil“ stellte er die Beteiligung des Unternehmens an ruhrmobil-E vor, einem regionalen Zusammenschluss aus Industrie, Wirtschaft, Politik und Forschung. „Eine Ladestation ist bereits an den Kundenparkplätzen der Stadtwerke-Zentrale installiert, eine weitere 365-Energy-Säule steht an der Matthias-Claudius-Straße bei der VBWWohnungsbaugesellschaft“, freut sich Stadtwerke-Sprecher Thomas Schönberg.

365 Energy Group als Wegbereiter der E-Mobility-Industrie

Die 365 Energy Group mit Standorten in Berlin, Eindhoven und Mailand versteht sich als Wegbereiter der E-Mobility-Industrie. Das Unternehmen stellt innovative Ladestationen mit einer dahinter stehenden Netzwerktechnik zur Verfügung – ein ganzheitlicher und völlig neuer Ansatz für das Laden von Stromfahrzeugen. Entwickelt wurde die Technologie von Coulomb Technologies, dem Weltmarktführer in der Infrastruktur für Stromfahrzeuge. 365 Energy ist internationaler Partner von Coulomb Technologies und ein Portfoliounternehmen der Estag Capital AG in Berlin.

1 Kommentar

  • Die Lösung von Coulomb Technology ist nur auf den ersten Blick überzeugend. Ihr größtes Problem ist die zentrale Abrechnung über die Server von 365 Energy. Der Aufwand, der dabei getrieben wird, rechnet sich bei den geringen Umsätzen an den Stromsäulen nicht. Der Dumme ist der Verbraucher, der die Kosten über eine Mitgliedsgebühr tragen muß. In den USA mag dieser Ansatz greifen, bei uns wird er sich Dank Konkurrenz durch die Stromversorger bald überleben.

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