Elektroauto Short News mit Tesla, Toyota und der kryptischen Meldung von DBM Energy

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Elektroauto Short News: Toyota steigt bei Elektroauto-Pionier Tesla ein

Tesla LogoToyota will gemeinsam mit dem amerkanischen Cleantech-Start-Up Tesla Motoros Elektroautos für den US-Markt entwickeln und produzieren. Das teilten die Unternehmen gestern während einer Pressekonferenz mit. Toyota überlässt Tesla eine kürzlich stillgelegte Fabrik und investiert gleichzeitig 50 Millionen Dollar in den im kalifornischen Palo Alto beheimateten Autobauer Tesla. 2012 sollen die ersten Elektroautos auf den Markt gebracht werden.

Damit gelingt Tesla nach der engen Kooperation mit Daimler ein weiterer gewichtiger Coup. Für Toyota ist die Kooperation mit Tesla die Chance, das zuletzt stark gesunkene Image wieder aufzupolieren. 2012 könnte dies beginnen.

Nach Angaben von Tesla-Chef Elon Musk wird in der Fabrik in Fremont eine jährliche Produktion von 20.000 Autos angestrebt. Anfangs sollen 1.000 Mitarbeiter beschäftigt werden. Langfristig sei jedoch die Schaffung von 10.000 Arbeitsplätzen geplant. Bei der Anlage handelt es sich um einen von Tesla erworbenen Teil eines früheren Gemeinschaftswerks von General Motors (GM) und Toyota. Die Produktion bei der New United Motor Manufacturing (NUMMI) war im April eingestellt worden.

Elektroauto Short News: DBM Energy mit Effizienz-Weltrekord bei Kolibri-Technologie

DBM Energy Batterie KolibriDas Berliner Technologieunternehmen DBM Energy hat gestern Abend in einer etwas kryptischen Pressemitteilung verkündet, mit dem auf der eigenen Kolibri-Technologie basierenden Akku, den effizientesten Lithium-Akku der Welt entwickelt zu haben. Beleg soll sein, dass ein Gabelstapler, der anscheinend bei der Firma PAPSTAR zum Einsatz kam und mit Kolibri-Akkus ausgestattet war, angeblich mit einer Batterieladung mehr als 24 Stunden am Stück Arbeit verrichten konnte.

Dies bedeute einen Wirkungsgrad von 99 Prozent und bringe eine Energieersparnis um 70 Prozent, behauptet das Unternehmen. Hinter DBM Energy steckt der junge Physiker Mirko Hannemann (27), der in der Pressemitteilung wie folgt zitiert wird:

“Diese Batterie schlägt die Brennstoffzelle. Sie stellt einen Quantensprung in der Energiespeicherung dar. Wir haben bewiesen, dass die Elektromobilität nun doch über effi ziente Speicher verfügt. Wir werden die KOLIBRI Technologie für den Automobilmarkt adaptieren.

Hierzu ist ein Demonstrationsprojekt mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Bereich „IKT für Elektromobilität“ geplant. Damit könnte Deutschland in Kürze wieder die Führung, sowohl im Automobilsektor, als auch in der Elektromobilität erlangen.“

Am 26. Mai werde es eine Pressekonferenz bei PAPSTAR in der Eifel geben. Die Referenzen des jungen Unternehmens sind erstaunlich – mehrere Preisgewinne und Lob u.a. von hochrangigen Vertretern der Automobilindustrie machen Hoffnung, dass sich die Kolibri-Technologie wirklich durchsetzen wird. 500 Kilometer Reichweite für ein Elektroauto – das wäre ein ganz wichtiger Durchbruch.

Seltsam ist aber die Außendarstellung des Unternehmens, das ein „Buch zur Technologie“ für mehrere Hundert Euro verkauft – siehe hier. Auf Rückfragen und Interviewwünsche reagiert das Unternehmen allerdings nicht. Die Zukunft wird zeigen, ob es sich wirklich um eine geniale Technologie handelt – oder nur Sprücheklopfer-Marketing.

1 Kommentar

  • Bin Elektro-Ingenieur und betreibe mit meinen beiden Söhnen ein Elektro- und Energieberatungs Unternehmen. PV-Anlagen und Elektroauto-Konversionen sind unser Hauptgeschäft. Die Kolibri Batterie von DBM käme uns wie bestellt. Anfragen von uns an DBM wurden abschlägig beschieden. Das macht uns sehr nachdenklich!

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