CES 2016: Faraday Future zeigt Elektroauto-Konzept

Faraday Future: Tesla-Konkurrent, finanziert von chinesischem Milliardär, wird in der Nähe von Las Vegas produzieren / Erstes Elektroauto 2020?

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Die CES 2016 in Las Vegas wirft schon seit einigen Tagen ihre Schatten voraus – während Volkswagen dort den den elektrischen Bulli, wahrscheinlich BUDD-E genannt, vorstellen wird, ist es für einen deren Autohersteller ein echtes Heimspiel: Faraday Future (CleanThinking.de berichtete), der bislang noch recht ominöse Tesla-Konkurrent, hat jetzt entschieden, seine milliardenschwere Elektroauto-Fabrik in Nevada errichten zu wollen. Und: Am 4. Januar, 20 Uhr deutscher Zeit, will Faraday Future einen Einblick in die Zukunft gewähren.

Inzwischen hat Faraday Future sein Konzept-Elektroauto FFZERO1 vorgestellt.

Elektroauto News, 29. Dezember 2015. Heutige Autos befriedigen nach Ansicht von Faraday Future die Bedürfnisse heutiger Autofahrer nicht mehr – das mag überspitzt sein, aber wie sehr sich die Mobilitätsbedürfnisse in Ländern wie Deutschland derzeit ändern, ist leicht erkennbar. Sharing-Konzepte gewinnen angesichts von Parkplatznot immer mehr an Bedeutung. Hinzu kommen Fahrverbote nicht nur weit weg in Asien, sondern dieser Tage sogar in Rom – Autos, die lokal Emissionen aus dem Auspuff pusten, erscheinen da kaum noch zeitgemäß.

Faraday Future möchte im Vorfeld der CES 2016, die klassischerweise eine Messe für Consumer Electronics, Glanz und viele Innovationen ist, seine Ideen für das Auto, das Elektroauto, der Zukunft präsentieren. Klar ist, dass Faraday Future weniger das Elektroauto als Produkt verkaufen möchte, sondern vielmehr Dienstleistungen rund um das Auto. Wie es sich für amerikanische Cleantech-Unternehmen, die noch für Jahre kein Produkt haben werden, so gehört – live im Internet auf der eigenen Webseite. Noch sechs Tage…  Womöglich wird die Vorstellung mit diesem Film, der seit dem 22. Dezember im Internet kursiert, beginnen:

Faraday Future goes Las Vegas: Elektroauto-Fabrik

Seine Elektroauto-Fabrik will Faraday Future im Clark County’s Apex Industrial Park in North Las Vegas errichten. Man sei, nachdem die Standortwahl nun abgeschlossen sei, in der Lage, eine Milliarde US-Dollar in die Elektroauto-Produktionsstätte zu stecken. Perspektivisch sollen 4.500 Jobs entstehen.

Fabrik für Elektroautos in Nevada: Faraday Future investiert eine Milliarde US-Dollar

Elektroautos von Faraday Future werden im US-Bundesstaat Nevada produziert (Bildquelle: Faraday Future)

Hinter dem Elektroauto-Bauer steckt mit  Jia Yueting ein chinesischer Milliardär. Diese Information ist inzwischen bestätigt. Unbestätigt ist dagegen, dass womöglich auch Apple hinter dem Autobauer stecken könnte – diese Internet-Gerüchte haben sich bislang in keinster Weise bestätigt.

Jia Yueting wird aber auch bei der Keynote im Vorfeld der CES in Las Vegas sicherlich nicht auftreten. Vielmehr wird der „Glimpse into the Future“, wie das Unternehmen die Keynote bewirbt, vom Personen aus dem mittleren Management gehalten. Auf diesem Management-Level vereint Faraday Future eine Reihe von ehemaligen Managern u.a. von Tesla Motors. Angesichts der Fülle der für Ingenieure, Designer oder Entwickler interessanter Unternehmen im Silicon Valley – dort produziert Tesla Motors – ist das letztlich wenig verwunderlich. Der Kampf um die besten Köpfe ist nirgendwo härt als im Silicon Valley bzw. den Kalifornien umgebenden Bundesstaaten.

Unklar ist weiterhin, wer Chef des Autobauers wird. Vielleicht wird der Blick in die Zukunft des Elektroautos hierzu am Montag zur „besten Sendezeit in Deutschland“ ein paar Antworten liefern? Wir dürfen gespannt sein… und werden aktuell berichten.

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