Tesla Motors verkauft mehr als 50.000 Elektroautos

Elektroauto-Pionier Tesla Motors wächst um 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr / Dänemark wichtiger europäischer Absatzmarkt für Tesla Model S

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 Der Elektroauto-Pionier Tesla Motors hat im vergangenen Jahr 50.580 Elektroautos verkauft. Den wichtigsten Beitrag leistete das Tesla Model S mit 17.192 verkauften Elektroautos – alleine im letzten Quartal 2015. Das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr (75 Prozent) und zum Vormonat (45 Prozent) ist beträchtlich und war von vielen kaum für möglich gehalten worden. Aber bei Elon Musk, dessen Unternehmen auch Raketen bauen, die nach ihrem Einsatz sanft auf dem Boden landen, scheint wenig unmöglich zu sein.

Elektroauto Tesla Model X

Die Produktion des Tesla Model X ist langsamer angelaufen als vermutet. Trotzdem verkauft Tesla Motors mehr als 50.000 Elektroautos in 2015.

Elektroauto News / 4. Januar 2016. Kurz vor der Show von Tesla-Konkurrent Faraday Future im Vorfeld der CES in Las Vegas (5 Uhr deutscher Zeit, mehr dazu gleich bei CleanThinking.de), sorgt der Platzhirsch für positive Schlagzeilen. Tesla Motors hat zwar die Auslieferung des neuen Fahrzeugs Tesla Model X langsamer angefahren als geplant, aber dafür mit 50.580 Elektroautos so viele wie nie zuvor verkauft. Alleine in Dänemark hat Tesla aufgrund von Steuervorteilen 1.248 Exemplare seines Tesla Model S verkauft.

Vom Tesla Model X wurden bislang 208 ausgeliefert – pro Woche werden jetzt 238 Tesla Model X produziert. Hält Tesla das durch, wären das 12.376 Elektrofahrzeuge im gerade begonnenen Jahr. Die Zahlen zeigen, dass Tesla auf dem richtigen Weg ist und den Vertrieb in zunehmend mehr Regionen auf der Welt organisiert bekommt. Deutschland scheint hier eher noch etwas im Hintertreffen zu sein, aber andere Regionen sind erfolgreicher für den amerikanischen Autobauer.

Tesla Motors: Vorsprung vor Konkurrenz behalten

Tesla möchte natürlich den Vorsprung, den sich das Cleantech-Unternehmen gegenüber Faraday Future oder Google mit dem autonomen Elektroauto, das Gerüchten zufolge von Ford gebaut wird, beibehalten oder sogar noch vergrößern. Das ist schwierig, wenn ein Teil der Belegschaft das Unternehmen zu den künftigen Konkurrenten verlässt und so entscheidende Erfahrungen oder Geheimnisse mitnimmt.

Das wird dazu führen, dass die anderen, jüngeren und mit sehr viel Finanzkraft ausgestatteten Elektroauto-Bauer schneller an den Markt kommen, als es Tesla Motors geschafft hat. Aber auch sie werden einige Hürden überwinden müssen, die Tesla Motors inzwischen übersprungen hat. Wie weit Tesla mit dem Lithium-Problem gekommen ist, ist derweil unklar.

Allem Anschein nach wird das Jahr 2016 ein ganz entscheidendes für die Firma Tesla Motors Inc – nicht nur weil das neue Geschäftsfeld mit dem Stromspeicher Powerwall ins Rollen kommen muss, sondern auch, weil sich herauskristallisieren wird, welche Konkurrenten Tesla im Elektroauto-Markt bekommen wird.

Faraday Future und General Motors beispielsweise scheinen das Elektroauto selbst gar nicht so sehr in den Mittelpunkt rücken wollen, sondern eher die Dienstleistung „Mobilität“ – das ist bei Tesla noch völlig anders. Womöglich wird Tesla also in einem Jahr etwas mehr wie ein gewöhnlicher Autobauer aussehen – und etwas weniger wie ein Pionier im Mobilitäts-Markt der Zukunft.

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