Erneuerbare Fernwärme: 16 Geothermie-Projekte für München

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Geothermie Heizwerk der Stadtwerke München in Riem

Geothermie Heizwerk der Stadtwerke München in Riem

Cleantech & Energie News / München. Die Stadt München möchte bis 2040 Deutschlands erste Großstadt werden, die ihre Fernwärme vollständig aus Erneuerbaren Energien gewinnt. Diese Information ist bekannt und keine Nachricht. Interessant ist jedoch, dass die Stadt München dazu nicht nur auf Ökogas und Biomasse setzt, sondern auch 16 neue Geothermie-Projekte im Münchner Stadtgebiet in Angriff nehmen will. Im Jahr 2012 werden die SWM dafür weitere Seismik-Messungen durchführen.

Das derzeit rund 800 km lange Münchener Fernwärmenetz liefert heute 25 % der Heizenergie für München – vor allem aus Kraft-Wärme-Kopplung. Ziel ist der Ausbau auf bis zu 30 % des städtischen Wärmebedarfs. Die Stadtwerke wollen das im Norden Münchens rund 80 °C und im Süden sogar bis zu 140 °C heiße Thermalwasser, das in Tiefen von 2.000 bis 3.000 m zu finden ist, flächendeckend über Geothermie anzapfen. Wann die Anlagen entstehen sollen, steht jedoch noch nicht fest und auch die genauen Standorte müssen erst noch genauer erkundet werden.

Geothermie: Heizwerk Riem als Vorzeigeprojekt

Bislang ist das Heizwerk Riem das Geothermie-Vorzeigeprojekt der Stadtwerke München. Mitte 2004 in Betrieb genommen, decken die SWM heute mit dem über 90 °C heißen Wasser aus 3.000 m Tiefe den Wärmebedarf der Messestadt und zukünftig auch der Neuen Messe München (Newsmeldung vom 10. August 2011). Mitte 2012 werden die Stadtwerke ein weiteres Heiz- und auch Kraftwerk im nur 20 km entfernten Sauerlach in Betrieb nehmen. Hier herrschen Wassertemperaturen von über 140 °C in rund 5.000 m Tiefe, so dass neben Wärme auch Strom gewonnen werden kann. Insgesamt sehen die SWM vor, damit rund 16.000 Haushalte mit Ökostrom zu versorgen und auch Wärme für die Versorgung der Sauerlacher Haushalte bereitzustellen.

Als nächstes Projekt steht die Geothermie-Anlage in Freiham zur Realisierung an. Hier sollen die Geothermiebohrungen 2013 starten. Ab 2014 soll die Anlage die Grundlast des Wärmebedarfs des neuen Münchener Stadtteils Freiham sowie benachbarter Gebiet im Münchner Westen liefern.

1 Kommentar

  • Ich finde dass echt klasse von München so ein Projekt anzustreben. München als Vorreiter der erneuerbaren Energie wird als Vorbild gelten und somit werden auch andere Städte nachziehen.

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