Erneuerbares Rohöl aus Algen: Linde liefert Algen-Futter CO2

Kooperation mit CleanTech-Unternehmen Sapphire Energy

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Kerosin aus Algen: Sapphire EnergyErneuerbares Rohöl aus Algen? Ja, das gibt es – Sapphire Energy, CleanTech-Unternehmen aus den USA, ist ein führender Entwickler weltweit. Das Verfahren heißt Open-Pond-Algenkultivierung und soll in den kommenden Jahren kommerzialisiert werden. Interessant dabei: Algen brauchen CO2 zum wachsen – und dieses CO2 liefert jetzt ein deutsches Unternehmen: Die Linde Gruppe („The Linde Group“) ist führender CO2-Anbieter (klingt etwas grotesk, aber so sagt es Linde über sich selbst…) in den USA. Gemeinsam soll nun das Ziel angegangen werden, die Kosten für die Bereitstellung von industriell erzeugtem CO2 zu senken. Darüber hinaus wird Linde die gesamte CO2-Versorgung für die kommerzielle Demonstrationsanlage von Sapphire im Bundesstaat New Mexico übernehmen.

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Sapphire Energy hat eigene Technologien für die gesamte Wertschöpfungskette zur Gewinnung von Biokraftstoff aus Algen entwickelt – angefangen bei biologischen Verfahren über Kultivierung, Ernte und Extraktion, bis hin zur Raffination. Dies ermöglicht einen skalierbaren Prozess zur Herstellung eines erneuerbaren, CO2-armen Biokraftstoffs als Ersatz für fossiles Rohöl. Sapphires regeneratives Rohöl ermöglicht die Produktion von Kraftstoffen wie Kerosin, Diesel und Benzin, die ohne Einschränkungen für bestehende Infrastrukturen und Motoren geeignet sind. Algen gedeihen in Salzwasser und benötigen kein Trinkwasser.

Die Algen können auf Flächen angebaut werden, die nicht für die landwirtschaftliche Nutzung geeignet sind und benötigen lediglich Sonnenlicht und CO2. Diese Nachhaltigkeits-Faktoren können weder Erdöl noch die meisten anderen Biokraftstoffe vorweisen. Mit der Sapphire-Technologie lassen sich die CO2-Emissionen im Vergleich zu Erdöl-basierten Kraftstoffen, bezogen auf den Gesamtprozess, um 70 Prozent reduzieren.

„Die Produktion von Biokraftstoff aus Algen mittels CO2, das von Großemittenten wie Kraftwerken und Chemieanlagen stammt, ist ein vielversprechender Ansatz zur Reduzierung der Treibhausgas¬emissionen“, sagte Dr. Aldo Belloni, Mitglied des Vorstands der Linde AG. „Wir freuen uns, Sapphire als wichtiger Partner bei der Produktion von Biokraftstoff auf Algenbasis zu unterstützen. Dies ist nur ein Beispiel für die zahlreichen innovativen Projekte zur sauberen Energieerzeugung, an denen Linde beteiligt ist.“

Eine einzige kommerzielle Algenkraftstoff-Produktionsanlage benötigt täglich schätzungsweise 10.000 Tonnen CO2. Das entspricht rund 30 Prozent des aktuellen Handelsvolumens für CO2 in den USA.

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