ersol: Merkel bei Grundsteinlegung
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel war einmal Bundesumweltministerin und “Kohls Mädchen” – heutzutage erinnert nicht mehr viel an die damals durchaus kraftvolle Ministerin, die für Umwelt- und Klimaschutz oder Umwelttechnologien kämpfte. Doch angesichts des nahenden Wahlkampfes soll dieses Image anscheinend wieder aufpoliert werden.

Zentrale der ersol Solar Energy AG
So war Bundeskanzlerin Merkel heute dabei, als bei der zur Robert Bosch Gruppe gehörenden Aktiengesellschaft ersol Solar Energy AG der Grundstein für die Produktionserweiterung gelegt wurde.Mit der neuen Fertingungsstätte wird eine Fertigungskapazität von bis zu 90 Millionen Solarzellen zusätzlich geschaffen. Daraus ergibt sich mit der durchschnittlichen Sonneneinstrahlung von Erfurt eine Stromleistung, mit der man theoretisch die Privathaushalte dieser Stadt versorgen kann. Bis 2012 investiert Bosch in Arnstadt rund 530 Millionen Euro. Rund 1 100 neue Arbeitsplätze entstehen.
Die ersol Solar Energy AG wird durch diese Investition ihre heutige Fertigungskapazität im kristallinen Bereich auf eine Nominalkapazität von rund 630 Megawatt peak nahezu verdreifachen und ihren Wachstumskurs kräftig fortsetzen. Zudem wird die bestehende Forschung und Entwicklung erweitert und ein neues Verwaltungsgebäude gebaut. Produktionsstart ist für Anfang 2010 geplant.
Zuvor hatte sich die Kanzlerin bereits inder wöchentlichen Videobotschaft, die es im Blog ‘Wir Klimaretter’ nachzulesen gibt, an die Bürger gewandt:
“Die Bundesregierung und der Deutsche Bundestag haben in dieser Legislaturperiode die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür verbessert. Einmal indem wir das Erneuerbare Energien Gesetz verabschiedet haben, zum anderen das Erneuerbare Wärme Gesetz.
Wir haben uns im Rahmen der Europäischen Union verpflichtet, im Jahre 2020 18 Prozent unserer Gesamtenergie in Form von erneuerbaren Energien zu erzeugen. Heute hat Deutschland bereits einen Anteil von 15 Prozent bei erneuerbaren Energien im Bereich der Stromerzeugung und von 7,5 Prozent im Bereich der Wärmeerzeugung. Wir müssen hier also an vielen Stellen noch zulegen.”
Es ist erfreulich, dass sich der Cleantech-Gedanke in der Politik in Richtung Bundestagswahl zunehmend durchsetzt. Bleibt zu hoffen, dass nach der Bundestagswahl bei einem etwaigen schwarzgelben Wahlsieg nicht alles wieder vergessen ist…


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