BAU 2013: Wärmedämmung für Neu- und Altbau [Energieeffizienz]

Aussteller der Weltleitmesse / Vom Energiesparziegel bis zur speziellen Systemlösung für Altbauten

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Ein Drittel des weltweiten Energieverbrauchs wird durch das Heizen und Kühlen von Gebäuden verursacht. Egal ob für die private Nutzung oder den gewerblichen Bereich : Zahlreiche Unternehmen – vom StartUp bis zum längst etablierten Konzern – arbeiten an Lösungen, vorhandene Ressourcen effizient einzusetzen und den Energieverbrauch herab zu setzen. Das CleanTech-StartUp der Woche entwickelte beispielsweise eine Technologie, die vorhandene Gegebenheiten ohne bauliche Veränderungen nutzt, um die privaten Heizkosten um mehr als ein Viertel zu senken (Beitrag tado° CLeanTech-StartUp der Woche). Auf der BAU 2013, der Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme im Wirtschafts-, Wohnungs- und Innenausbau werden hingegen zahlreiche Innovationen und  Möglichkeiten vorgestellt, um durch bauliche Maßnahmen oder veränderten Materialeinsatz zu einem energieeffizienterem und nachhaltigerem Leben beizutragen.

CleanTech & Gebäude News/ München. Die Energieeinsparungsverordnung (EnEV) 2013 beinhaltet unter anderem strenge Wärmeschutzbestimmungen. Die folgenden Unternehmen sind Aussteller der BAU 2013 in München und stellen in dieser Messewoche Materialien, Systeme und Lösungen vor, die zur Erreichung dieser Ziele im Bereich Wärmedämmung beitragen können.

Ein Mauerwerk, das Heizkosten senkt

Die Ziegelwerk Waldsassen AG Hart Keramik stellt im Rahmen der BAU 2013 ihren Poroton-Energiesparziegel (ESZ) o8 vor. Durch den Einsatz einer modernen Technologie eile das Unternehmen den Entwicklungen im Bereich der Wärmeschutzbestimmungen voraus. Der Slogan „besser, als erlaubt“ soll dies verdeutlichen. 

Der rein keramische Hart-Ziegel erreicht seine hohen Dämmwerte allein durch die Rezeptur. Der geringe Lambda-Wert 0,08 unterstreicht die geringe Wärmeleitfähigkeit. Den besten Wärmeschutz erziele der ESZ 08 laut Unternehmensangaben bei einer Wandstärke von 42,5 Zentimetern. Er stelle ein wichtiges Eingangstor zur Anerkennung von Einfamilienhäusern als förderungsberechtigtes Energieeffizienzhaus dar. In Kombination mit einer Pellet-Heizanlage ließe sich beispielsweise die Klasse Energieeffizienhaus 55 problemlos erreichen.

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Energetische Fassadensanierung: Bis zu 40 Prozent Heizenergie sparen

Durch die energetische Sanierung der Fassade lassen sich je nach Ausführung bis zu 40 Prozent der Heizenergie einsparen – das verspricht die isofloc Wärmedämmtechnik GmbH in Kooperation mit dem Unternehmen altbauzentrum und dessen Fassadendämmsystem Lambdaplus. Die beiden Aussteller der BAU 2013 gehen gemeinsame Wege im Bereich der Fassadendämmung und versichern, dass eine Kombination der beiden Systeme, einen Altbau bis zum Passivhaus-Standard nachgerüstet werden kann.

Dabei liefert Lambdaplus ist eine thermisch optimierte universelle Unterkonstruktion zur Dämmung der Fassade. Dies mache den Einsatz der Einblasdämmung isofloc besonders einfach und Dämmdicken von 12 bis 30 Zentimetern realisierbar.

In der Vergangenheit wurde Lambdaplus meistens mit isofloc kombiniert. Aus diesem Grund haben sich die Unternehmen isofloc und altbauzentrum im Januar 2012 zu einer intensiveren Kooperation entschlossen. Ziel ist es, das Marktsegment baubiologische Fassadendämmung noch besser bedienen zu können. Dabei steht die energetische Aufwertung unter Berücksichtigung aller Gebäudedetails im Vordergrund.

Nachhaltige Systemlösung speziell für Altbauten

Nachwachsende Dämmstoffe sind derzeit besonders gefragt. Ein interessantes Beispiel: Das „anschmiegsame“ Holzfaser-Dämmsystem UdiRECO vom Systemhersteller Unger-DiffuthermDas System wird aus zwei verschiedenen, diffusionsoffenen Holzfaser Dämmplatten als Kombinationsdämmelement hergestellt. Es weist gute Dämmeigenschaften, wie beispielsweise gute Hitze- und Schallschutzwerte sowie einen niedriger Lambdawert von 0,041 auf, bleibt aber gleichzeitig diffusionsoffen.

Das System eignet sich besonders für bestehende Gebäude, denn es bietet die Möglichkeit, die gedämmte Wand millimetergenau auszurichten und mindesten 40 Millimeter Unebenheiten auszugleichen. Besonders interessant beispielsweise für denkmalgeschützte Gebäude: Wenn von außen nicht gedämmt werden darf, findet das System seine Anwendung in der raumseitigen Dämmung der Außenwand.

Vorarbeiten wie das Abschlagen oder Ausbessern von schadhaftem Putz entfallen. Wechselnde Untergründe wie Ziegel, Beton oder Fachwerk können überarbeitet werden. Die Trennung vom Untergrund und hohe Eigenelastizität vermeidet Rissbildung. Die Montage geschieht per Stelldübel und ohne Kleber. Das spart Zeit und Kosten. 

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Dicht mit wenigen Handgriffen

Beim Einblasen von Dämmstoffen hinter Holzweichfaserplatten entstehen unweigerlich Löcher. Diese schnell, unkompliziert und mit wenigen Handgriffen zu verschließen und abzudichten, hat sich das Unternehmen pro clima mit seiner Produktneuheit CLOX zum Ziel gesetzt.

CLOX ist ein Verschlussstopfen, der vom Verarbeiter mit ohne Werkzeug in das Einblasloch gesteckt werden kann. Durch ein Rillenprofil verschließt CLOX das Loch dauerhaft dicht. Bisher nehmen Einblassspezialisten die ausgeschnittenen Holzfaserstücke und kleben diese wieder ein. Mit CLOX sollen Arbeits- und Materialaufwand in Zukunft reduzieren werden.  

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1 Kommentar

  • Vielen Dank für diesen Bericht. Ein interessanter überblick über verschiedenen Dämm -Methoden. Die Einblasdämmung wurde hier im Artikel nur kurz angesprochen. Dazu habe ich hier noch mehr gefunden : http://fill-it.de/

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