Stromrichtertechnik: General Electric startet Kompetenzzentrum in Garching
General Electric (GE) hat im bayerischen Garching ein Kompetenzzentrum für Stromrichtertechnik in Betrieb genommen. Durch den Ausbau der FuE-Kapazitäten will der amerikanische Konzern seine technologische Präsenz in Europa stärken. Das Unternehmen ist mithilfe des neuen Kompetenzzentrums in der Lage, Produkte für erneuerbare Energien noch schneller als bislang auf den Markt zu bringen.
Die Eröffnung ist nach Angaben von General Electric mit der Einstellung von bis zu zwanzig neuen Mitarbeitern verknüpft. Außerdem investiere GE 2010 insgesamt 5 Millionen Euro, um die im Forschungszentrum verfügbaren Laborräume und -kapazitäten zu erweitern.
Die Mitarbeiter des Kompetenzzentrums werden vor allem an der Entwicklung neuer, innovativer Stromrichter für Windturbinen und Solaranlagen forschen. Mit derartigen Geräten sei es möglich, Energie auch bei größeren Schwankungen im Systembetrieb in zuverlässiger Weise in das Netz einzuspeisen. In naher Zukunft sollen die Forschungsaktivitäten des Zentrums weiter ausgebaut werden, um Zukunftsmärkte wie etwa den Transport elektrischer Energie über große Entfernungen zu erschließen.
Reibungslose Netzeinspeisung von erneuerbaren Energien
Fortschrittliche Technologien für Stromrichter und Leistungsumformer sind nach Angaben von GE gerade für den Aufbau intelligenter Stromnetze von entscheidender Bedeutung, damit diese die Einspeisung eines höheren Anteils erneuerbarer Energien bewältigen können. Energie aus erneuerbaren Quellen, wie sie durch Windkraft und Sonneneinstrahlung bereitgestellt werden, unterliegt erheblichen Schwankungen und der erzeugte Strom wird nicht in der üblichen Netzfrequenz geliefert. Um die Synchronisation dieser Quellen mit dem Stromnetz zu gewährleisten, müssen Komponenten der Hochleistungselektronik sowie der Steuerungs- und Regelungstechnik eingesetzt werden.
„Die neuen Stellen und Laborkapazitäten, die wir jetzt schaffen, führen dazu, dass GEs Forschungsressourcen in Europa signifikant erweitert werden. Gleichzeitig stärken wir aber auch unser europäisches Forschungsnetzwerk mit Universitäten, Industrie und Politik“, erklärte Carlos Härtel, Leiter GE Global Research Center Europe. „Die Europäische Union hat als Ziel vorgegeben, dass bis zum Jahre 2020 zwanzig Prozent des Energiebedarfs der einzelnen Mitgliedsländer durch erneuerbare Energien gedeckt werden sollen. Für diesen enormen Ausbau bedarf es intelligenter Lösungen, die Schwankungen beziehungsweise Störungen innerhalb der Versorgungsnetze ausgleichen und somit eine sichere Stromversorgung rund um die Uhr gewährleisten.
„Wir freuen uns sehr, dass das Forschungsteam für die Stromrichtertechnik in unserem Global Research Center Europe angesiedelt wird“, sagte Rob Garry, General Manager für Controls & Power Electronics im Unternehmensbereich GE Energy. „Die Synergien, die sich durch die Zusammenarbeit zwischen den Forschern des Kompetenzzentrums und unseren Entwicklungsingenieuren ergeben, werden nicht nur zu innovativen Lösungen für unsere Kunden führen, sondern auch ganz neue Technologien ermöglichen, die schneller als bisher auf den Markt gebracht werden können.“
