Gründerpreis: CleanTech-Unternehmen gewinnen Gründerpreise

Preise für Sonix Solar (Solartraders), Roding Automobile, GP Joule und BayPack

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Es ist die Zeit der Gründerpreise und Gründerpreis-Ehrungen: Kürzlich wurden die Sieger des Bayerischen Gründerpreises, des Frankfurter Gründerpreises bekannt gegeben. Und in den kommenden Wochen kämpft unter anderem Inventux Technologies um den Deutschen Gründerpreis. Grund genug, einmal, die ersten Gewinner der genannten Gründerpreise in Bayern und Frankfurt aus dem Bereich Cleantech vorzustellen.

Frankfurter Gründerpreis: 2. Platz für Solartraders.com

Beim Frankfurter Gründerpreis erreichte ein CleanTech-Startup, die Frankfurter Sonix Solar GmbH, den mit 10.000 Euro dotierten 2. Platz. Die beiden Unternehmer Frederic Drouard und Patric Kahl haben eine Art eBay für Photovoltaikprodukte auf den Markt gebracht – bei Solartraders handelt es sich um eine B2B-Handelsplattform für den weltweiten, großvolumigen B2B-Handel. Angebot und Nachfrage werden dort kombiniert und mit einem marktgerechten Preis gehandelt.

Zusatzleistungen sind zum Beispiel ein Treuhandservice zur Minderung finanzieller Risiken, Logistikdienstleistungen, Analyse von Marktdaten. Käufer und Verkäufer profitieren von einer deutlichen Reduzierung der Transaktionskosten. Ein hoher Qualitätsstandard und Vertrauensbildung sollen mit einem internen Bewertungssystem, Stichproben von Angebotsdetails und einheitlichen Transaktionsprozessen erreicht werden. Mit Solartraders, dem eBay für Photovoltaikprodukte, sollen zwei wachsende Märkte, CleanTech und E-Commerce, zusammengeführt werden.

eBay für Photovoltaikprodukte

Solartraders: eBay für Photovoltaikprodukte

Bayerischer Gründerpreis: Mehrere CleanTech-Gewinner

In Unterscheidung zum Frankfurter Gründerpreis wird der Bayerische Gründerpreis gleich in mehreren Kategorien vergeben – und brachte somit mehrere innovative Unternehmen mit CleanTech-Bezug hervor.

Kategorie Konzept: Roding Roadster 23

So gewann die Roding Automobile GmbH den Bayerischen Gründerpreis in der Kategorie „Konzept“. Das Unternehmen will einen Tesla-ähnlichen Roding Roadster 23 im Jahr 2012 in einer Kleinserie auf den Markt bringen. Innovativ an dem Sportwagen mit einem Sechs-Zylinder-Turbomotor ist vor allem die Karosserie in Leichtbauweise. Während BMW beispielsweise auf Carbon Composites setzt, aber erst in einigen Jahren die Modelle BMW i3 und BMW i8 präsentieren wird, setzen die Roding-Gründer auf genau solche Carbonfaser-verstärkten Kunststoffe (CfK).

Roding Roadster23 soll 2012 auf den Markt kommen

Rading Roadster 23: Sportwagen in Leichtbauweise soll 2012 auf den Markt kommen

Der Werkstoff zeichnet sich durch geringes Gewicht und hohe Strukturfestigkeit aus. Die dadurch erreichte Leichtigkeit – das Leergewicht liegt unter 950kg ‐ und Steifigkeit sind die wesentliche Grundlage für das präzise Handling und die überzeugende Fahrleistung des Sportwagens.

Kategorie StartUp: GP Joule GmbH

Startup GP Joule GmbHDie GP Joule GmbH hat den Bayerischen Gründerpreis in der Kategorie „StartUp“ gewonnen: Mit Energie gewinnen – unter diesem Motto projektiert und realisiert GP JOULE mit derzeit 43 Mitarbeitern erneuerbare Energieprojekte im MW-Bereich. Auch die kaufmännische Geschäfts- sowie die technische Betriebsführung zählen zum Angebotsportfolio. Ob Sonnenenergie, Windkraft oder Biomasse, das Ziel der Experten ist es, mit einem sinnvollen Energiemix die Stromversorgung der Zukunft mit zu gestalten. Die Stärke von GP JOULE ist es, dabei individuelle Konzepte zu entwickeln, die auf Wunsch schlüsselfertig ausgeführt werden.

Möglich wird dies durch die langjährige Erfahrung der Teammitglieder sowie die gute Kooperation mit weltweiten Partnerfirmen. Weitere Geschäftsbereiche von GP JOULE sind Investitionen und Zukunftskonzepte. Während sich erstgenannter mit der Entwicklung renditereicher Investitionsmodelle befasst, widmen sich die Mitarbeiter der fünften Unternehmenssparte den Technologien von morgen, beispielsweise Elektromobilität oder (wasserstoffbasierte) Speichermethoden. Somit hat sich GP JOULE bewusst dafür entschieden, einen Nährboden für Visionen zu kultivieren, der die Zukunftsfähigkeit der Firma sichert und gleichzeitig einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leistet

Kategorie Aufsteiger: BayPack GmbH

BayPack GmbHUnd noch ein weiteres Unternehmen mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit und Cleantech hat den Bayerischen Gründerpreis 2011 gewonnen: Die BayPack GmbH entwickelt nachhaltige Verpackungslösungen und entschied die Kategorie „Aufsteiger“ für sich. Die Kernkompetenz von BayPack liegt im Bereich „Shelf Ready Packaging“, d.h. ladengerechten, regalfertigen Verpackungen, die sowohl zum Transport als auch zur Präsentation im Regal dienen. Dabei wird insbesondere Wert gelegt auf:

  • Ressourcenschonende und kostensparende (weil Material sparende) Konstruktionen
  • Logistikoptimierungen für die Kunden über die gesamte Supply Chain
  • Hohe Ökologieorientierung (Einsatz FSC zertifizierter Rohstoffe, 100% recyclebare Verpackungen, mineralölfreie Farben, geschlossener Altpapierkreislauf)
  • Ausstattung der Verpackungen mit Marketing und Verkaufsnutzen (Öffnungssysteme, hohe Präsentationsflexibilität, ausgeprägte Displayfähigkeit)

Damit hat es das Unternehmen aus Türkheim zum Gewinner des Gründerpreises aus Bayern geschafft. Die Beispiele zeigen: Gründen ist in, und gründen im Bereich Cleantech macht Sinn und Freude. Wir von CleanThinking.de würden uns noch viel mehr CleanTech-Gründer wünschen, die solch überzeugende Ideen versuchen, in lukrative Geschäftsmodelle zu verwandeln. An dieser Stelle wünschen wir allen Gründern viel Erfolg und Glück für die kommenden Monate und Jahre.

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