Heute Abend: Zeit für Energiewende-Innovationen und Preisverleihung

Startups bringen Innovationen, Konzerne bringen Investitionen - eine Symbiose, die sich bei den Handelsblatt Energy Awards heute Abend zeigt

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Heute Abend werden in Berlin wieder die Energy Awards vergeben. Initiiert von Handelsblatt und General Electric und unterstützt von einer Reihe hochkarätiger Partner, laden die “ Handelsblatt Energy Awards 2015″ wieder zu einer Gala ein. Der Preis soll in insgesamt fünf regulären Kategorien vergeben werden – „Energizer of the Year“ wird Tony Fadell von NEST als Nachfolger von Jeremy Rifkin (2013) und Bertrand Picard (2014). Als Teil der Energy Academy sind wir bei der Gala vor Ort und schauen nun einmal voraus, welche Unternehmen, Startups und Projekte heute Abend einen der renommierten Energiewende-Preise erhalten könnten.

Angesichts der Lage von RWE, E.ON und EnBW braucht die Energiewende in Deutschland mehr denn je Innovationen und junge Unternehmen oder Mittelständler, die diese erfolgreich in den Markt bringen. Dabei zeigt sich immer mehr, dass die erfolgreichen Cleantech-Startups der vergangenen Jahre immer wieder Partnerschaften mit den großen Energieversorgern eingehen.

Das Berliner Cleantech-Unternehmen Thermondo ist so ein Beispiel – erhielt eine Finanzspritze von E.ON. Ein weiteres Exempel ist die Leipziger provedo GmbH, die recht eng mit der Deutschen Telekom AG zusammenarbeitet. Auch einem Big Player im künftigen Energiemarkt. Kürzlich übernahm der norddeutsche Energieversorger EWE das E-Commerce-Startup Grünspar, das insbesondere Stadtwerken Online-Shops mit grünen Produkten als „White-Labeling“ anbietet.

Das wie provedo und Thermondo ebenfalls nominierte Cleantech-Unternehmen sunfire hat (indirekt) die Energiekonzerne EDF (auch Partner der Energy Awards) oder Total im Rücken. Das österreichische Startup Kreisel Electric verhandelt eng mit Volkswagen und Daimler über die gemeinsame Produktion von Elektroautos: Die drei Kreisel-Brüder haben gemeinsam mit ihrem Team u.a. einen Mercedes Sprinter und einen VW Bully oder einen Skoda Yeti zum Elektroauto umfunktioniert. Und das in einer Qualität, die die Autohersteller begeistert. Ganz nebenbei hat das Unternehmen eine Lithium-Ionen-Batterietechnologie entwickelt, die heute schon Reichweiten von 350 Kilometern ohne Geschwindigkeitsbegrenzung bei den genannten Fahrzeugen verspricht.

Die Verbindungen zwischen Großunternehmen und Startups werden enger, weil die „Großen“ verstanden haben, dass neu gegründete Unternehmen innovativer sein können als Teams aus ihrem eigenen Haus – und weil bei den jungen Unternehmen sich eine Gründergeneration durchsetzt, die nicht so sehr von Ideologie geprägt ist, sondern von dem absoluten Willen etwas nachhaltig Sinnvolles auf die Beine zu stellen, das aber gleichzeitig ökonomisch tragfähig ist. Hier entsteht also eine Symbiose, die sich auch in der Attraktivität der zum dritten Mal stattfindenden Energy Awards nachvollziehen lässt.

Aus 108 Bewerbungen hat der Vorstand der Energy Academy folgende Finalisten ausgewählt:

Kategorie Start-up:

  • Aquakin: Blue Freedom – Kleinstwasserkraftwerk
  • Thermondo GmbH: Thermondo – Digitalisierung des Heizungswechsels
  • smartB Energy Management GmbH: Softwarelösung smartB – Energetische Überwachung von Gewerbeimmobilien in Echtzeit

Kategorie Industrie:

  • Volkswagen AG: „Think. Blue Factory.“ – Ganzheitliches ökologisches Unternehmensprogramm
  • TRIMET Aluminium SE: Aluminiumelektrolyse mit flexibler Energiezufuhr
  • sunfire GmbH: Reversible Elektrolyse vereint Brennstoffzelle und Elektrolyse in einer Anlage

Kategorie Mobilität:

  • Kreisel Electric GmbH Österreich: Lithium-Ionen-Batterietechnologie
  • Wiener Stadtwerke Holding AG und ÖBB Personenverkehr AG: App „smile“ – Eine Mobilitätsplattform kombiniert die verschiedensten Verkehrsmittel
  • TERBERG Nordlift GmbH: Terminal-Zugmaschinen mit vollelektrischem Antrieb


Kategorie Smart Home:

  • tado° GmbH: tado° Thermostat – Automatische Heizungsregelung mit Hilfe einer App
  • HHS Planer + Architekten AG:  Aktiv-Stadthaus in Frankfurt am Main
  • provedo GmbH: Mehrgenerationenhaus AWO Wohnpark – Eine SMART HOME-Automationslösung

Kategorie Utilities & Stadtwerke:

  • Stadtwerke Wolfhagen GmbH: Stadtwerke Wolfhagen – Genossenschaftliche Erzeugung von erneuerbaren Energien
  • Netze BW GmbH: Netzautomatisierungslösung zur Integration regenerativer Energien
  • Grundgrün Energie GmbH: Grundgrüner Strom Index Spot – Ein Produkt für die digitale Energiewirtschaft 4.0

CleanThinking.de wird von den Handelsblatt Energy Awards heute Abend und in den kommenden Tagen berichten. Hinweis: Martin Jendrischik ist Teil der Energy Academy, die via Online-Voting über die Sieger abgestimmt hat. Mit seinem Beratungsunternehmen Cleantech Media ist er auch für sunfire und provedo beratend tätig.

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