Hannover Messe 2013

Russland als Partnerland / Ausstellerrekorde / Leitthema Integrated Industry

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Seit gestern strömen die Besucher der Hannover Messe 2013 durch die Tore des Messegeländes. Mit mehr Ausstellern als im vergangenen Jahr und einem Rekordwert von über 50 Prozent internationaler Unternehmen macht die Messe deutlich, dass sie – ohne Frage – von internationaler Relevanz ist. „Integrated Industry“ lautet das Stichwort und Leitthema der Messe. Es soll zukunftsweisend sein. Die Industrie- und Technologieleitmesse rückt in diesem Jahr unter anderem die IT-gestützte Weiterentwicklung der industriellen Produktion in den Mittelpunkt. Partnerland der Messe ist Russland. 

Quelle: Deutsche Messe AG

Quelle: Deutsche Messe AG

CleanTech & Konferenz News/ Hannover. „Der ausgezeichnete Anmeldestand und die starke Beteiligung ausländischer Aussteller zeigen den hohen Bedarf nach globalem Austausch rund um die Zukunft der industriellen Produktion“,  sagte Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe AG, anlässlich der Auftakt-Pressekonferenz der Hannover Messe. „Gerade aufgrund der aktuellen weltwirtschaftlichen Herausforderungen ist die Hannover Messe für die ausstellenden Unternehmen so wichtig“, so Köckler weiter. Er fokussiert den Bedarf, dass Produktionsanlagen flexibler werden müssen, um  Produktsortimente in kürzester Zeit umstellen und so flexibler auf Nachfrageschwankungen reagieren zu können. Es sei notwendig, globale Absatzmärkte zu erschließen, um nicht von einzelnen Märkten abhängig zu sein. Um passende Partner und Produkte für diese Zielerreichung zu finden, sei die Hannover Messe ein wichtiger Anlass. 

Integrated Industry: Ein Schritt in Richtung Zukunft

Mit dem Leitthema Integrated Industry möchte die Hannover Messe einen Schritt in Richtung Zukunft der Industrie weisen. Integrated Industry steht nicht nur für das Zusammenspiel von Automation, Energietechnologien, Antriebstechnik, industrieller Zulieferung sowie Forschung und Entwicklung auf der Hannover Messe, sondern auch für den Einzug der Informationstechnologie in die Fertigungsprozesse, heißt es seitens der Veranstalter.

Produktlebenszyklen werden kürzer, die Produktvielfalt nimmt stetig weiter zu. Fertigungsmaßnahmen müssen daher in Zukunft flexibler werden. In der Automobilindustrie werden beispielsweise bereits heute verschiedene Fahrzeugmodelle auf einer Produktionslinie hergestellt. Das setzt den Einsatz von zukunftsweisender Software und internetbasierten Technologien voraus.

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Integrated Industry umschreibt zudem die Vernetzung aller am Produktionsprozess beteiligten Maschinen. Künftig können die Maschinen einerseits eventuelle Abweichungen bei den zu bearbeitenden Werkstücken erkannt werden. Andererseits ist es möglich, dass das Werkstück teilt der Maschine über eine Kennung mitteilt, wie es zu bearbeiten ist. Dies würde bedeuten, dass die Werkzeuge sich selbstständig anpassen und den laufenden Fertigungsprozess optimieren.

Diese „Kommunikation“ kann dazu beitragen, dass Produkte schneller, kostengünstiger und qualitativ hochwertiger produziert werden können.

Rekordwerte

Nach Angaben der Veranstalter ist das Messegelände komplett belegt. Alle 25 Hallen werden genutzt und bieten den etwa 6.500 Ausstellern die Möglichkeit sich zu präsentieren und mit potenziellen Partnern ins Gespräch zu kommen.

Das entspreicht einem erneuten Aussteller- und Flächenwachstum gegenüber der vergleichbaren Veranstaltung im Jahr 2011, die bereits sehr erfolgreich verlaufen war. „Wir bewegen uns auf Rekordniveau, denn die 2011er Veranstaltung war die stärkste HANNOVER MESSE seit zehn Jahren“, berichtet Köckler. Neben Deutschland kommen die meisten Aussteller aus China, Italien, der Türkei, Russland und Frankreich. Es bleibt abzuwarten, ob auch ein Besucherrekord aufgestellt werden wird.

Partnerland: Russland

Russland ist in diesem Jahr Partnerland der Messe. Aus diesem Grund wurde die Hannover Messe gestern gemeinsam von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eröffnet. Rund 160 russische Aussteller präsentieren sich auf einer Ausstellungsfläche von 4.900 Quadratmetern – ebenfalls ein Ausnahmewert, denn nie zuvor haben sich so viele russische Unternehmen an einer Industriemesse außerhalb Russlands beteiligt. Im vergangenen Jahr hat der deutsch-russische Handel mit einem Volumen von 80 Milliarden Euro einen neuen Rekord erzielt. Insbesondere für technologiestarke deutsche Mittelständler könne der russische WTO-Beitritt in diesem Jahr neue Geschäftsmöglichkeiten bieten.

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