Forschung: Intelligente Sensoren sollen Überwachung der Offshore-Windenergie erleichtern
Die so genannte Offshore-Windenergie ist seit dem Bekanntwerden eines North Sea Grids in der Nordsee in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Kein Wunder: Die Offshore-Windtürme sind meist mehr als 40 Kilometer vor der Küste des jeweiligen Landes gelegen und sorgen so nicht für eine oft als Argument festgestellte “Verschandelung der Landschaft“. Doch, auch in der Offshore-Windkraft, die noch ganz am Anfang steht, gibt es noch reichlich Probleme, die zu lösen sind, damit die Erneuerbare Energie tatsächlich lukrativ wird.
Einen Ansatz diesbezüglich hat jetzt pressetext vorgestellt: Eine europäische Forschergruppe will jetzt intelligente Sensorsysteme entwickeln, die die Überwachung der Windkraftanlagen auf hoher See erleichtern und die Wartungskosten senken sollen. Dabei werden die Sensoren in die Rotorblätter integiert werden und etwa bei starkem Wind etwaige Schäden an den Windkraftanlagen per Telemonitoring anzeigen.
“Wir wollen ein integriertes Sensorsystem schaffen, das viele Aufgaben gleichzeitig übernehmen kann. Das ist für ein zukünftiges Fernmonitoring-System für Windturbinen-Rotorblätter erforderlich”, sagen Malcolm McGugan und Kaj Borum von der materialwissenschaftlichen Abteilung des dänischen Labors für nachhaltige Energie.
Im Rahmen des Projekts SESS (Smart Embedded Sensor System) soll im Sommer 2010 mit ersten Feldversuchen begonnen werden. SESS setzt darauf, verschiedene Sensorik-Ansätze wie Glasfasern, piezoelektrische Materialien und Dehnungsmessstreifen zu kombinieren.
“Ein einzelner Sensortyp könnte niemals all die erforderlichen Informationen liefern, um den Zustand eines Turbinen-Rotorblattes abzuschätzen, denn es gibt viele mögliche Fehler- und Schadensquellen für das Material”, so die Risø-Wissenschaftler.
Bei dem Ansatz werden viele kleine Veränderungen im Material der Rotorblätter überwacht, um deren Gesamtzustand mittels geeigneter Modelle einzuschätzen. Zur Entwicklung der Modelle führen die Forscher mechanische Labortests mit Materialien, strukturellen Komponenten und kompletten Rotorblättern durch. Letztendlich verspricht das die Möglichkeit, bei Windturbinen im Betrieb die Entwicklung von Schäden und somit den Wartungsbedarf abzuschätzen.
Offshore-Anlagen könnten in Zukunft also verstärkt an Land überwacht werden und regelmäßige Inspektionsfahrten mit Booten oder Hubschraubern in ihrer Taktung reduzieren.


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