„Intelligenten Dreiklang von Greentelligence aufzeigen!“

Interview mit Oliver Frese, Hannover Messe

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Cleantech News / Hamburg, Hannover. Die Deutsche Messe AG plant für die Hannover Messe 2012 das Thema „Greentelligence“ und eine neue Leitmesse, die saubere Technologien von und für die Industrie zeigen wird: Die IndustrialGreenTec. Dazu engagiert sich das Messehaus beim gerade erfolgreich vergebenen CleanTech Media Award. Was das strategisch aus der Sicht der Hannover Messe bedeutet, darüber sprachen wir mit Oliver Frese, dem Bereichsleiter bei der Deutschen Messe AG.

CleanThinking.de: Herr Frese, die Hannover Messe wird zu einer grünen Messe. Was verbirgt sich dahinter?

Hannover Messe Oliver Frese IndustrialGreenTecOliver Frese: Die Hannover Messe präsentiert schon seit mehreren Jahren flächendeckend Umwelttechnologien. In den letzten Jahren lautete das Leitthema etwa Energieeffizienz in industriellen Prozessen oder Smart Efficiency in diesem Jahr 2011. Auch hier standen stets Verfahren und Produkte für nachhaltige Produktion und den nachhaltigen Einsatz im Zentrum. Jetzt gehen wir mit der Hannover Messe 2012 und dem Leitthema „Greentelligence“ einen Schritt weiter.

Greentelligence vereint mehrere Komponenten: Erstens setzen Unternehmen selber Technologien in der Produktion ein, um CO2 zu reduzieren und Kosten zu sparen. Zweitens produzieren Unternehmen selber Produkte, Technologien und Verfahren, die sie wiederum dem Markt anbieten. Diese tragen dann im Einsatz zu mehr Effizienz und besserer Ressourcennutzung bei. Und drittens: Viele Unternehmen sehen sich in ihrer Gesamtheit als Umweltunternehmen und betrachten dies als Wettbewerbsvorteil im internationalen Markt. Diesen intelligenten Dreiklang wird die Hannover Messe 2012 aufzeigen.

CleanThinking.de: Neben dem Motto GreenTelligence gibt es auch eine neue Leitmesse. Was ist die IndustrialGreenTec?

Oliver Frese: Die IndustrialGreenTec ist eine neue Leitmesse unter dem Schirm der Hannover Messe. Diese fokussiert sich beispielsweise auf die Themenfelder Recycling, Kreislaufwirtschaft, Materialeffizienz, Umweltdienstleistungen und ähnliche Themen. Wir erweitern damit die Wertschöpfungskette, die die Hannover Messe abbildet, um weitere grüne Technologien und deren Einsatz in der Industrie. Wichtig im Rahmen der IndustrialGreenTec ist auch die Option für Startups, an der Messe mit günstigen Beteiligungsoptionen teilzunehmen. Hannover bietet gerade jungen Unternehmen eine breite Öffentlichkeit und ein Weltpublikum.

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CleanThinking.de: Durch den effizienten Einsatz von Energie und anderen Ressourcen sparen Unternehmen bares Geld. Inwiefern wird dies inzwischen als Wettbewerbsvorteil gesehen?

Oliver Frese: Viele Unternehmen, mit denen wir täglich sprechen, betrachten nachhaltiges Handeln tatsächlich als Wettbewerbsvorteil. Aber auch die Produktion und der Vertrieb von Umwelttechnologien wird so gesehen. Das zeigt, dass die Industrie hier schon lange nicht mehr am Anfang steht, sondern auf einem guten Weg ist, noch mehr im Hinblick auf Energie-, Produktions- und Ressourceneffizienz zu tun. Und derjenige, der das richtige tut, wird daraus auch einen Wettbewerbsvorteil ziehen: Etwa über höhere Margen beim Verkauf oder ein besseres Image durch ehrlich nachhaltiges und verantwortliches Handeln.

CleanThinking.de: Nehmen wir einen energieintensiven Betrieb wie ein Hotel als Beispiel: Wie kann sich ein Betreiber bei der Hannover Messe über Energieeffizienz-Technologien informieren?

Oliver Frese: Nun, die Hannover Messe präsentiert die gesamte industrielle Wertschöpfungskette – das beginnt bei Energieversorgungstechnologien und reicht bis hin zur Gebäudeautomation. Viele Unternehmen initiieren derzeit eine energieautarke Energieversorgung, um Kosten zu senken und unabhängiger von steigenden Strom- und Gaspreisen etwa zu sein. Viele Mittelständler nutzen Robotertechnologien, um in der Produktion effizienter zu werden. All das sind Dinge, über die sich Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sehr konkret auf der Hannover Messe informieren können.

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CleanThinking.de: Wie ist die erste Resonanz auf GreenTelligence und IndustrialGreenTec?

Oliver Frese: Die Resonanz der Aussteller ist sehr gut. Ein Leitthema wie Greentelligence entsteht ja auch in engem Dialog mit den Ausstellern aus der ganzen Welt. Schwerpunktthemen der HANNOVER MESSE 2012 werden die Industrieautomation, Energietechnologien, Industrielle Zulieferung und Dienstleistungen sowie Forschung und Entwicklung sein. Apropos Greentelligence: Auch das Partnerland der Hannover Messe 2012, China, wird sich mit dem Themenschwerpunkt „Green and Intelligence“ diesem Leitthema anschließen. So wird sich China unter anderem in den Bereichen Energieerzeugung, Smart Cities und Elektromobilität präsentieren.

CleanThinking.de: Die Hannover Messe engagiert sich als enger Partner beim CleanTech Media Award. Welche Bedeutung hat eine solch, gesellschaftlich relevante Veranstaltung, auch für das Thema der Umwelttechnologien?

Oliver Frese: Die Hannover Messe und der CleanTech Media Award verfolgen das gleiche Ziel, nämlich den Einsatz von Umwelttechnologien, wenn ökonomisch sinnvoll, zu fördern. Das wollen wir erreichen, in dem wir das Thema Cleantech öffentlichkeitswirksam positionieren. Kein Unternehmen kann sich grünen Technologien mehr entziehen – insofern ist der CTMA eine wichtige Veranstaltung, die Industrie, Politik und Öffentlichkeit miteinander verbindet. Womöglich wird die Verzahnung der beiden Veranstaltungen in Zukunft noch enger werden.

CleanThinking.de: Darauf sind wir gespannt, Herr Freese. Wir danken Ihnen sehr für das Gespräch und wünschen insbesondere der IndustrialGreenTec, deren Medienpartner wir sind, einen äußerst erfolgreichen Start 2012.

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