Konzentrator-Photovoltaik: Naht der Durchbruch?
Seit einiger Zeit werden immer wieder Durchbrüche bei der so genannten Konzentrator-Photovoltaik verkündet – die dann doch nicht so bahnbrechend sind, wie auf den ersten Blick gedacht. In Deutschland scheint Concentrix-Solar der Marktführer zu sein, eine Ausgründung des Frauenhofer-Instituts für Solare Energiesysteme. Concentrix Solar bietet komplette Konzentrator-Photovoltaik-Kraftwerke unter der Markenbezeichnung FLATCON® an.
Was bedeutet Konzentrator-Photovoltaik?
Die Systeme setzen zur Bündelung des Sonnenlichts eine konzentrierende Optik wie Linsen oder Spiegel ein und fokussieren so das Sonnenlicht auf kleine Solarzellen, die das Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom umwandeln. Dadurch wird Material gespart, allerdings ist eine direktere Sonneneinstrahlung als bei herkömmlichen Photovoltaik-Flachmodulen nötig.
Neue Ansätze aus den USA?
Einen hoffnungsvollen Ansatz verkündet jetzt ein Cleantech-Startup aus den USA, das gerade dem Stealth Mode entschlüpft ist. Skyline Solar hat nach eigenen Angaben einen Solar-Konzentrator entwickelt, der deutlich weniger Silizium benötigt. Lange Rinnen aus Metall bündeln dabei das Sonnenlicht über Streifen herkömmlicher Solarzellen, die sich langsam drehen, um im Tagesablauf immer gen Sonne ausgerichtet zu sein. Das Produkt wird von Skyline Solar High Gain Solar (HGS) getauft. Besser als in der Beschreibung wird es auf den Fotos deutlich:
Skyline Solar hat seinen Unternehmenssitz in Mountain View, Californien, und wird u.a. auch vom staatlichen Umweltministerium mit 3 Millionen Dollar gefördert. Nebenbei gab das Unternehmen noch eine VC-Finanzierung von 24,6 Millionen Dollar von New Enterprise Associates und anderen Investoren bekannt.Die HGS sollen in wenig en Monaten käuflich sein, Zielgruppe sind vor allem gewerbliche Nutzer und Energieversorger, die damit zwischen 100 Kilowatt und einem Megawatt Strom erzeugen können. In San Jose gibt es bereits eine Testanlage, die 24 Kilowatt Strom produziert.
Skyline Solar geht davon aus 10mal mehr Energie pro Gramm Silizium liefern zu können als mit normalen flachen Solarzellen. Allerdings ist sich CEO Bob McDonald scheinbar nicht sicher, ob dies genügen wird, die höheren Kosten für die Installation auszugleichen – denn die Preise für Solarmodule sind weltweit ja im Keller. Ein Vorteil bei der Produktion von High Gain Solar soll außerdem sein, dass sozusagen herkömmliches, existierendes Material für die Produktion verwendet wird.
Lassen wir uns überraschen, ob diese Revolutions-Ankündigung wirklich ein Durchbruch wird!


21:28
Ich bin skeptisch ob sich Photovoltaik wirklich durchsetzen wird. Man weiß noch nicht genau wie lange die Anlagen halten.
Auch der Wirkungsgrad ist noch nicht der Beste, sodass es sich nur in wirklichen Sonnenregionen lohnt.
Am besten wäre es in der Wüste, aber Strom kann man halt schlecht transportieren und in der Wüste braucht man wenig bis keinen Strom.