Kraftwerk in vier Wänden – das Stromvelo für „Selbstversorger“

Spinning-eBike produziert Strom / Ideal für Fitness-Studios und Privatanwender

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Fallbrook Technologies Inc. hat ein Spinning-Bike, das Trittenergie in Strom verwandelt, jetzt mit der stufenlosen NuVinci N360 Getriebenabe ausgestattet. Das Stromvelo wird von der Schweizer Designwerk GmbH komplett handgefertigt und weltweit vertrieben. Ob fürs Training zuhause, im Fitnessstudio oder auf Events – das Stromvelo kann für viele und dazu noch ökologisch sinnvolle Zwecke eingesetzt werden. Die Idee zum Stromvelo kam Designchef Tobias Wülser eines Tages im ortsansässigen Fitnesscenter, als er auf einem Spinning Bike trainierte und sich fragte, warum die erzeugte Energie eigentlich verpuffen müsse.

Schwerpunkt E-Bike BannerCleantech und E-Bike Magazin / Schweiz. „Was zunächst nur als Juxidee im Kopf herumgeisterte, nahm nach und nach konkretere Züge an. Fitnessstudios brauchen jede Menge Energie und warum sollte man die von den Sportlern erzeugte Energie
eigentlich nicht nutzbar oder sogar sichtbar machen?“, so der Kreativkopf. Nach den ersten gezeichneten Entwürfen des Hometrainers ging es an das Gesamtkonzept. So wurde aus der Vorstellung, Fitness mit Energieproduktion zu verbinden und Menschen gleichzeitig für den Stromverbrauch zu sensibilisieren, das das erste energiespendende oder auch proaktive Spinning Bike, das Stromvelo.

Vom Design her klar am Spinning Bike orientiert, musste für das Stromvelo eine Konstruktion her, in die zugleich ein Generator passt, der die kinetische Energie in elektrische verwandelt und dann an den entsprechende Verbraucher, sprich Endgerät weitergibt. An Stelle der Schwungscheibe sitzt nun der Generator, der über die dazwischenliegende NuVinci Nabe angetrieben wird. Wülser erklärt: „Wir haben es zunächst mit einer 3-Gang-Nabe probiert, später dann mit einer starren Übersetzung. Aufgrund von Schaltproblemen, eines zu geringen Übersetzungsbereichs und der Notwendigkeit, eigene Ritzel anzufertigen, um die passende Drehzahl zu erhalten, hat uns beides nicht überzeugt. Da sind wir auf die NuVinci N360 gestoßen, die als robuste und wartungsarme Komponente im E-Bike Segment schon fest etabliert ist. Mit ihr reduziert sich der Wartungsaufwand, die Trittfrequenz lässt sich einfach regulieren und das Stromvelo fährt butterweich. Sie ist das perfekte Bindeglied zwischen den beiden Antriebsketten und deshalb unsere erste Wahl.“

Stromvelo 3Auch Jack Brandsen, NuVinci Vertriebsleiter EU, zeigte sich begeistert: „Die N360 funktioniert an normalen Fahrrädern und E-Bikes, an Ergometern, mechanischen und nun auch an elektrifizierten Spinning Trainern. Das macht einmal mehr deutlich, dass die stufenlose Getriebenabe mehr als eine Alternative für die vielfältigsten Produkte und Hersteller ist. Umso schöner, wenn auch noch ein ökologischer Nutzen damit einhergeht.“

Neben der Anzeige für Strom, Spannung, Leistung und Energiemenge sorgt ein Überspannungsschutz dafür, dass die verschiedensten elektrischen Verbraucher dauerhaft sicher versorgt werden können. Der in den Lenker integrierte Drehgriff, mit dem sich der Widerstand einstellen lässt, ist eine ideale Lösung und passt hervorragend zum Design des Stromvelos.

Das Stromvelo erzeugt einen ungeregelten Gleichstrom von ca. 0–32 V mit bis zu 25 A, der über einen speziellen Anschlussstecker „abgegriffen“ wird. Damit lassen sich DC-Verbraucher anschließen, die sich direkt durch die Tretenergie beeinflussen lassen. Hierzu zählen beispielsweise Gleichstrommotoren, Gleichstromlüfter, entsprechende Lampen usw. So ist es möglich, ein direktes Feedback zur eingesetzten Kraft zu erhalten: Tritt man schneller, bläst etwa ein Gebläse mehr Luft oder eine Lampe leuchtet heller. Entsprechende Endgeräte sind über Designwerk zu beziehen.

Mit dem Stromvelo lassen sich für Events auch spezielle Kundenwünsche realisieren (z.B. Water Challenge, Elektrische Seilwinde, Springbrunnen, Wasserspiele, Kinoprojektor). Allen gemein ist, dass über die Visualisierung oder den direkten Verbrauch der gewonnen Energie ein lebendiger Bezug zur Energieerzeugung und -verwendung geschaffen werden kann. Stromproduktion wird sozusagen mit einem emotionalen Mehrwert erlebbar!

Fitnessstudios profitieren von der Stromerzeugung der Stromvelos

Stromvelo 2Fitnessstudios profitieren davon, dass auch mehrere Stromvelos zusammengeschaltet werden können. Ein direkter Anschluss von handelsüblichen 230 V Verbrauchern ist nur mit einer separat erhältlichen AC-Box möglich, die den ungeregelten Gleichstrom in einen stabilisierten 230 V Wechselstrom wandelt. Sämtliche Haushaltsgeräte bis Maximum 500 W können so betrieben werden.

Für viele Privatanwender ist die Idee, selbsterzeugte Energie entweder direkt zu verbrauchen oder in Batterien zu speichern eine charmante Art, die eigene ‚grünen Lebensart‘ zu demonstrieren. Dass das Stromvelo auch in Sachen Design durchaus ein Hingucker ist und sich passend zum Stil oder Wohnraum in individuellen Farben lackieren lässt ist hier sicherlich ein schöner Zusatznutzen.

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2 Kommentare

  • Die Idee ist ja nicht schlecht, aber nicht besonders effektiv:

    – Für eine Tasse Kaffee zu kochen (0,25l von 20° auf 100°C erhitzen) braucht man ca. 23Wh. Bei Volllast (75W) braucht man ca. 18 Minuten.
    – Um 1kWh (derzeit bei ca. 0,28EUR) zu erzeugen müsste man ca. 13 Stunden auf dem Fahrrad zubringen

    das ganze ist nützlich um den Energiebedarf ins Bewusstsein zu rücken, die Umwelt retten oder Geld sparen kann man damit jedoch nicht wirklich.

  • Ich finde die Idee grundsätzlich sehr gut, animiert sie doch irgendwie zum „Energie sparen“. Vielleicht könnte man das ganze noch ausbauen und irgendwie in den normalen Haushalt integrieren. Nach dem Motto, “ Ihr neuer Sessel kann auch Strom produzieren, wenn Sie denn wollen…“

    Tupolew

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