Oberhessische Kommunen sind Deutschlands LED-Vorreiter

Oberhessische Versorgungsbetriebe OVAG hilft Kommunen wie Hungen, Gemünden, Langgöns und Büdingen beim Einsatz energiesparender LED-Beleuchtung

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In kaum einer Region in Deutschland, passiert so viel im Hinblick auf die LED-Umrüstung wie in Oberhessen. In den Landkreisen Wetteraukreis, Vogelsbergkreis sowie Landkreis Gießen unterstützen die Oberhessischen Versorgungsbetriebe OVAG seit Jahren Kommunen wie Hungen, Gemünden, Langgöns oder Büdingen bei der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED.  Mit großem Erfolg, denn immer mehr Gemeinden aus der Region wollen an der OVAG-LED-Initiative teilnehmen, Geld und Strom sparen und quasi als Nebeneffekt die Energiewende vorantreiben.

LED OberhessenFriedberg / Energiewende und LED News. Die Oberhessischen Versorgungsbetriebe OVAG zählen zu den traditionsreichen Energieversorgern in Deutschland. Im Jahr 2012 feierte das Unternehmen aus Friedberg in Hessen sein 100jähriges Bestehen. Einst vom Provinzialrat Bruno Wolf mit dem Ziel einer Überlandanlage zur Elektrifizierung Oberhessens sowie zum Bau eines Kohlekraftwerks in Wölfersheim gegründet, setzte die OVAG bereits 1923 auf ein Wasserkraftwerk in Lißberg – und somit regenerative Energien. Heute unterstützt die OVAG die Region erfolgreich bei der Energiewende: Mit Biogasanlagen, Solarkraftwerken und der Umrüstung auf LED-Straßenbeleuchtung.

So unterbreitet die OVAG den von ihr versorgten Gemeinden die Umstellung auf LED-Straßenbeleuchtung. Denn die Ziele der OVAG sind nur durch dynamisches Handeln erreichbar: Bis Ende Oktober 2014 sollen im Rahmen eines vom Bundesumweltministeriums geförderten Projekts etwa 50.000 Leuchten in Oberhessen auf LED umgerüstet werden.

Antrifttal spart 7.500 Euro – Büdingen 113.500

In der Tat: Wie alle Kommunen, die das Angebot bislang erhalten haben, hat sich zuletzt auch Antrifttal zur LED-Umrüstung entschlossen. Hier stehen 316 Leuchten vor der Umstellung auf energiesparende und umweltfreundliche LED. Der Energieverbrauch sinkt dort um 68 Prozent, bereits im ersten Jahr werden ca. 7.500 Euro brutto eingespart. Zur Realisierung schließt Antrifttal einen Lichtlieferungsvertrag über 20 Jahre mit der OVAG ab.

In Büdingen hat die Umrüstung auf LED Anfang diesen Jahres begonnen. Zuvor stimmten die Stadtverordneten der Stadt Büdingen für den Abschluss des von der OVAG angebotenen neuen Straßenbeleuchtungsvertrags. Somit war die Grundlage für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED auch in der Stadt Büdingen geschaffen.

Durch die neuen Leuchten sinkt der Energieverbrauch der Straßenbeleuchtung in der Stadt Büdingen um rund 76 Prozent, der CO2–Ausstoß wird um 542 Tonnen pro Jahr gesenkt. Außerdem spart die Kommune bereits im ersten Jahr zirka 113.500 Euro brutto an Straßenbeleuchtungskosten. Sie sinken von 405.400 Euro pro Jahr auf 291.900 Euro. In Büdingen sollen insgesamt 2.669 Leuchten umgerüstet werden. Altstadtleuchten und Sonderbeleuchtung wie beispielsweise Strahler bleiben bestehen.

Stadt Hungen und Gemeinde Gemünden setzen auf LED

Mit einer jährlichen Ersparnis von 61.400 Euro rechnet dagegen die Stadt Hungen, die ihre Straßenbeleuchtung dieses Jahr auf umweltfreundliche LED-Leuchten umstellen will. Energieersparnis: 69 Prozent. Ein neuer Lichtlieferungsvertag über 20 Jahre wurde mit der OVAG im Januar unterzeichnet. In Hungen werden insgesamt 1.709 Leuchten auf die effiziente Technologie umgerüstet.

Ganz ähnliche Entscheidung in Gemünden (Felda): Senkung des Energieverbrauchs um rund 68 Prozent und Einsparung durch Umrüstung auf LED von 8.900 Euro brutto an Straßenbeleuchtungskosten. Bereits im ersten Jahr.  In Gemünden (Felda) werden insgesamt 487 Leuchten umgerüstet.

Umrüstung auf LED bis Oktober: Langgöns

Bis Oktober 2014 soll die Straßenbeleuchtung in Langgöns ausschließlich mit LEDs funktionieren. Seit 1. Januar 2014 läuft der neue Lichtlieferungsvertrag mit der OVAG.

Schon im Oktober 2013 hatte die Stadt Rosbach die Umrüstung auf LED-Leuchten abgeschlossen. Ergebnis: Wo vorher der Nachthimmel und die umliegenden Höfe, Gebäude und Vorgärten mitbeleuchtet wurden, konzentriert sich das Licht nun im Wesentlichen auf das, was wichtig ist: die Straße und die Gehwege. In Rosbach wurden rund 1.600 Leuchten umgerüstet. Dies spart jährlich 75 Prozent an Energie und damit rund 260 t CO2 jährlich ein und entlastet den Stadtsäckel bereits im ersten Jahr um gute 45.000 Euro brutto.

Möglich wurde dies in Rosbach durch das clevere Innenleben der LED-Leuchten. Unter anderem sind neben unterschiedlichen Leistungen (Wattzahl) der Lichtstrom (Lumen) und die Anzahl der einzelnen Leuchtdioden in dem Leuchtenkopf variierbar – das ergibt insgesamt über tausend Varianten, wie Christian Wenzel erklärt. Er ist Leiter des Bereiches Straßenbeleuchtung bei der OVAG und betreut auf technischer Seite die Umrüstung aller 48 Städte und Gemeinden im Versorgungsgebiet, die im Voraus ihr Interesse an der OVAG-LED-Initiative bekundet hatten. Innerhalb von 18 Monaten möchte das Unternehmen hier gut 50.000 Leuchten auf LED-Technik umrüsten.

Im Zuge der Umrüstung durch die OVAG werden im Voraus die geometrischen Daten wie beispielsweise die Masthöhe, der Abstand zum nächsten Lichtpunkt oder die Straßenbreite vor Ort aufgenommen. So strahlt die Stadt nun nachts nicht mehr gelblich, sondern wieder in einem weisseren Ton, der eine bessere Farbwiedergabe im Vergleich zur konventionellen Technik bei Nacht ermöglicht.

Letztlich zeigt sich eines: Oberhessische Kommunen sind Deutschlands Vorreiter, wenn es um LED-Straßenbeleuchtung geht. Und die OVAG sowie die OVAG-LED-Initiative hat dank ihres Erfolgs großen Anteil daran. Weitere Informationen zur OVAG-LED-Initiative gibt es auch auf der Webseite www.ovag-kommunal.de.

(Dieser Beitrag über LED-Beleuchtung in Oberhessen und das Energiewende-Engagement der Oberhessischen Versorgungsbetriebe OVAG erschien am 4.2.2014 auf CleanThinking.de / Bildquelle: Auszug aus dem OVAG Kundenmagazin 2012) 

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