Bringt Lilliputian Systems die Brennstoffzelle in Consumer Electronics?

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Lilliputian Systems LogoDas kleine US-Startup Lilliputian Systems – immerhin hat Intel Capital in das Cleantech-Unternehmen aus dem Silicon Valley investiert – will der umweltfreundlichen Brennstoffzelle zum Durchbruch in allerlei Geräten aus dem Bereich Consumer Electronics wie Notebooks und Handys verhelfen. Somit sollen Brennstoffzellen in Elektroartikeln endlich zur Serienreife gebracht werden. Die Brennstoffzelle kann zwar keine Energie speichern, lässt sich allerdings ohne Steckdose rasch wieder auffüllen. Insbesondere die Herstellung verspricht Chancen für den Durchbruch: Sie ist leichter und billiger in der Produktion im Vergleich zu Lithium-Ion-Akkus. Befüllt mit Methanol oder Wasserstoff ist die Brennstoffzelle auch noch relativ umweltfreundlich dazu.

Der Strom wird in der Brennstoffzelle über eine chemische Reaktion produziert, wobei sich Wasserstoff oder ein Methan-Gemisch mit Sauerstoff verbinden. Bei der kontrolliert ablaufenden Reaktion wird Energie frei und kann als Strom genutzt werden. Neben großen Elektronikherstellern wie Toshiba und Samsung arbeitet auch die Fraunhofer-Gesellschaft an verschiedenen Ansätzen, um die neue Energiequelle nutzbar zu machen. Nach vielen ambitionierten Forschungsprojekten ist die größte Euphorie allerdings zumindest bei Notebook-Herstellern vorerst abgekühlt.

Mitte November verkündete Lilliputian Systems nun, es werde in Kürze erste Produktankündigungen. Das Cleantech-Start-up hat nach eigenen Angaben eine Technologie entwickelt, die auf dem Chip-Baustoff Silizium basiert und mit recylebaren Brennstoff-Kartuschen arbeitet. Im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkus soll die Energiedichte der Innovation fünf- bis zehnmal größer sein. Die Referenzdesigns sollen sowohl für externe Ladegeräte als auch für die Integration in Geräte wie Notebooks verwendet werden können.

Seit November unterstützt Intel das kleine Unternehmen als Technologiepartner und gleichzeitig in der Finanzierung: Von Intel Capital gab es zuletzt eine nicht näher bezifferte Finanzspritze. Bislang verfügt das Unternehmen allerdings über eine recht unscheinbare Homepage. Hoffen wir, dass die größte Arbeit in die Entwicklung der Produkte geflossen ist…

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