Forscher entwickeln hauchdünne Lithium-Polymer-Akkus
Wie die unabhängige Nachrichtenagentur pressetext berichtet, ist es japanischen Wissenschaftlern jetzt gelungen, einen hauchdünnen Akku auf Basis von Lithium-Polymer zu entwickelt, der durch ein Druckverfahren hergestellt werden kann. Druckverfahren werden in der Produktion dank Nanotechnologie immer häufiger eingesetzt: Auch das Solar-Unternehmen Nanosolar setzt auf eine Art Tinte, die bei der Produktion von Solarzellen aufgespritzt wird.
Der gedruckte Akku wurde am Advanced Materials Innovation Center (AMIC) entwickelt und könnte durch die Druck-Technologie besonders günstig und im industriellen Maßstab hergestellt werden. Einsatzgebiete wären dank der dünnen und biegbaren Beschaffenheit etwa der Einsatz in Solar-Panelen.
Während Lithium-Ionen-Akkus auf einem flüssigem Elektrolyten basieren, setzt die Lithium-Polymer-Technologie aufeinen festen Elektrolyten. Den Entwicklern ist es gelungen, den Akku in einem papier-ähnlichen Design herzustellen. Künftig könnten die Lithium-Polymer-Akkus zur Erzeugung und zum Speichern von Energie eingesetzt werden.
Noch ist die Technologie nicht marktreif: Derzeit experimentieren die Wissenschafter mit zwei Prototypen, die es bei Raumtemperatur derzeit auf zwei beziehungsweise vier Volt Ausgangsspannung bringen. Welche Kapazitäten sich mit einer gedruckten Akkuzelle erreichen lassen, gaben die Forscher bislang noch nicht bekannt.
Die Dicke der Batterie wurde mit lediglich 500 Mikrometer angegeben. Noch müssen sich alle Produzenten in Geduld üben, ob und wann die Technologie marktreif werden können: Das Forschungsprojekt läuft noch bis Ende kommenden Jahres.
Autor: MartinJ am 18. Jan 2010 12:00, Rubrik: Cleantech Worldwide, Erneuerbare Energie, Saubere Produkte,
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