My Sustainable World: Teilnehmer gründen Nachhaltigkeits-Vordenker-Community

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading...

My Sustainable World 2010Grüne Energie treibt die Stadt von Morgen an, auf den Straßen rollen E-Mobile, Hybride oder Brennstoffzellenfahrzeuge, sozial und ökologisch orientierte Unternehmen fahren Profit ein. Ressourcen und Wohlstand werden weltweit fair verteilt. Noch ist diese, „meine nachhaltige Welt“ für jeden Einzelnen ein Zukunftsmodell. Die Bausteine eines gerechten und nachhaltigen Lebensstils, der Spaß macht, statt Verzicht zu predigen, debattierten die rund 100 Teilnehmer des Kongresses „My Sustainable World“ am 23. und 24. September 2010 in Leipzig.

Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung diskutierten Projekte für eine nachhaltige Zukunft, die bereits im Alltag funktionieren. Der Startschuss für eine global gerechte nachhaltige Welt ist gefallen, darin waren sich die in Leipzig versammelten Vordenker und Schrittmacher der Nachhaltigkeit einig. Jetzt gehe es darum, diesen Prozess zu beschleunigen. Den in Leipzig begonnenen Dialog wollen sie fortsetzen.

Roland Stukz, Beirat im Themenbereich Living von My Sustainable World sagte:

„Leipzig ist die Plattform, auf deren Basis künftig konkret gearbeitet wird. Hier hat sich ein hochkarätiges Expertenforum zusammengefunden, ein ‚Club der Vordenker und Macher’.“

„Der Netzwerkgedanke hat auf der Leipziger Veranstaltung sehr gut funktioniert, erste Kooperationen sind zustande gekommen. Ebenso wollen Städte wie Leipzig, Zürich, Cambridge, Zagreb und Luxemburg künftig stärker zusammenarbeiten, Erfahrungen austauschen und Nachhaltigkeitsansätze voranbringen.“

Netzwerker der Nachhaltigkeit

Klaus Scherer, Geschäftsführer der SCHERER WERBUNG GmbH, Stuttgart, und Veranstalter von My Sustainable World berichtete:

„My Sustainable World wird den in Leipzig aufgenommenen, fachübergreifenden Dialog in den Bereichen Energy, Living und Mobility sowie Finanzierung nachhaltiger Konzepte  fortführen. Dafür haben wir eine neue Community im Internet geschaffen, in der sich Teilnehmer und Referenten vernetzen.“

Die Experten-Community unter der Adresse www.open-msw.com solle Leuchtturmprojekten und Initiativen eine Plattform bieten, ihre Ansätze vorzustellen, Mitstreiter oder Finanzierungsmöglichkeiten zu finden. Ebenso biete sie, so Scherer, Platz für konträre Debatten über Energieerzeugung von Morgen oder nachhaltigen Lebensstil. Auf Basis der Community sollen neue Vorzeigeprojekte entstehen, die weitere Stationen auf dem Leipziger Weg markieren.

Stromhunger steigt

„Wir möchten die Impulse von Leipzig weitertragen und verfolgen, was aus den hier vorgestellten Ideen entsteht und wie sich Projekte fortentwickeln“, so Scherer. Die Resonanz sei positiv, sowohl von Unternehmen, Kommunen als auch Institutionen: „Unser Konzept hat gegriffen, mit Leben und Wohnen, Energie und Mobilität erstmals die wesentlichen Aktionsgebiete für nachhaltige Konzepte unter einem Dach zu vereinen.Wir haben einen Weg begonnen, den wir weiter gehen werden.“

Führende Keynote-Speaker haben auf der Erstveranstaltung My Sustainable World ihre Sicht auf das Leben in einer nachhaltig organisierten Welt dargestellt. Experten wie Prof. Dr. Hans Björn Püttgen, Leiter des Energy Centers der École Polytechnique Fédérale de Lausanne, Stefan Schurig, Director Climate Energy des World Future Council, Daniel Schmid, Head of Sustainability Operations der SAP AG, Roland Stulz von Novatlantis sowie Prof. Dr. Erhard Schubert, Geschäftsführer der About the Cell GmbH berichteten über die bevorstehende Wende bisheriger Lebensweisen und zeigten, dass Profit und sozialer Gewinn zusammenpassen. „Die Klimawelle hat das Business erreicht“, so das Credo.

Steuer herumreißen

Den Weg von der „Petropolis“ zur „Ecopolis“ skizzierte Stefan Schurig. Bis 2050 werden rund neun Milliarden Menschen auf der Erde leben – diese hätten ein Recht auf Wärme, Strom, Mobilität, auf materiellen Wohlstand, so Schurig: „Die Stadt ist der entscheidende Ort, den Klimaschutz voranzutreiben. Sie muss zu geschlossenen Stoffkreisläufen kommen – und dabei lokale Ressourcen zum Beispiel zur solaren Stromversorgung ‚ernten’, um Jobeffekte und Wertschöpfung im Umfeld zu halten.“

Jede Stadt solle eine Zukunftsstrategie festlegen, die zu 100 Prozent auf Nachhaltigkeit setzt. „In den nächsten 10 bis 20 Jahren müssen wir das Steuer herumreißen“, hob Schurig hervor. Das Ziel sei, Lebensraum für den Menschen zurück zu gewinnen und die Städte grüner zu machen. Vorreiter seien zum Beispiel 60 Städte in Indien, die zu „solar cities“ ernannt wurden.

„Firmen sparen Geld, wenn sie auf nachhaltige Prozesse setzen“, unterstrich Daniel Schmid von SAP. Das Unternehmen selbst habe 2009 zum Beispiel sieben Prozent Strom und eine Million Euro eingespart. Zudem könnten Unternehmen mit ihrer „Einkaufspower“ die richtigen Akzente setzen.

Große Ziele

„Wir müssen uns große Ziele setzen und den Menschen zeigen: Nachhaltigkeit bereitet den Weg in eine lebenswerte Zukunft“, so Roland Stulz. Auf My Sustainable World gab er den Startschuss zu einem Zusammenschluss nachhaltiger Städte, bei dem sich in Zukunft Universitätsstädte mittlerer Größe wie Leipzig, Zürich, Cambridge, Zagreb oder Luxemburg über ihre Nachhaltigkeits-Projekte beispielsweise im Baubereich austauschen. Stulz: „Wir wollen in Kontakt bleiben und Nachhaltigkeits-Kriterien festlegen.“

Schreiben Sie uns Ihre Meinung


Trackbacks
error: Content is protected !!