Mini-KWK-Richtlinie: Intensivere Förderung ab 2015

KWK-Anlagen mit Stirling-Motor oder Brennstoffzelle werden für Privathaushalte immer interessanter

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Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung erlebt im privaten Wohnhaus und in Mehrfamilienhäusern derzeit eine Renaissance. Nicht zuletzt die Feldtests ene.field und Callux, die dafür sorgen, dass entsprechende Brennstoffzellen-Heizgeräte etwa von Vaillant oder Viessmann günstiger, zuverlässiger und effizienter werden, tragen hierzu entscheidend bei. Denn klar ist: KWK mit Mikro-BHKWs auf Basis des Sterling-Motors oder mit Brennstoffzelle haben einen ganz gewaltigen Vorteil: Sie verbinden Stromwende und Wärmewende miteinander. Die Bundesregierung weitet jetzt die Förderung mit der Mini-KWK-Richtlinie aus.

31.12.2014. Am morgigen Donnerstag tritt die neue novellierte Mini-KWK-Richtlinie in Kraft. Sie fördert KWK-Anlagen bis 20 Kilowatt. Einerseits wird damit die Basisförderung angehoben, andererseits gibt es dann so genannte Bonusförderungen für besonders energieeffiziente Mini-KWK-Anlagen. Darüber hinaus wurden technische Anforderungen vereinfacht.

Mini-KWK-Richtline weitet 2015 die Förderung von KWK-Anlagen aus.

Mini-KWK-Anlagen auf Basis robuster Stirling-Motoren oder mit Brennstoffzelle lassen sich heutzutage perfekt mit intelligenten Stromspeichern und Photovoltaik-Anlagen koppeln. Zwar benötigen die KWK-Anlagen derzeit noch Erdgas oder Biogas, weil Wasserstoff nicht dezentral produzierbar ist – dennoch liegt in der zeitgleichen Erzeugung von Strom und Wärme die Zukunft. Auch und gerade im privaten Einfamilienhaus. Die Gas-Brennwerttherme hat ausgedient.

Basisförderung, Wärmeeffizienz, Stromeffizienz

Zukünftig besteht die Mini-KWK-Förderung aus drei Förderbausteinen. Die Basisförderung soll dazu beitragen, eine möglichst hohe Marktdurchdringung hocheffizienter und flexibler Mini-KWK-Anlagen zu erreichen. Die Bonusförderung „Wärmeeffizienz“ soll zum verstärkten Einsatz von Brennwertwärmetauschern in Mini-KWK-Anlagen beitragen. Die Bonusförderung „Stromeffizienz“ soll dazu beitragen, verstärkt Mini-KWK mit besonders hoher Stromausbeute einzusetzen. Damit setzt die Mini-KWK-Richtlinie Impulse für die Weiterentwicklung und Markteinführung neuer Technologien mit hohen elektrischen Wirkungsgraden wie z.B. Brennstoffzellen.

„Der Förderbetrag für 2015 erhöht sich gegenüber der bisherigen Mini-KWK-Förderung um bis zu 160 Prozent“, so Markus Gailfuß vom BHKW-Infozentrum. Eine Mikro-KWK-Anlage mit 1 kW, die alle Bonusförderungen in Anspruch nehmen kann, erhält 3.515 Euro.

Anträge können ab dem 1. Januar 2015 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) (www.bafa.de) eingereicht werden. Weitere Informationen zur Mini-KWK-Richtlinie finden Interessierte auf der Informationsseite zum Mini-KWK-Impulsprogramm unter http://www.mini-kwk-impulsprogramm.de.

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