Norm definiert Carbon Footprint von Produkten

ISO 14067 fördert Transparenz und klimafreundlichen Konsum

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Die Internationale Norm ISO 14067 soll für Transparenz bei der Berechnung und Kommunikation der Treibhausgas-Emissionen (Carbon Footprint) von Produkten sorgen. Der zweite internationale Norm-Entwurf wurde nun auch als E DIN ISO 14067 in das deutsche Normenwerk aufgenommen und wird jetzt veröffentlicht.

Cleantech News / Berlin. Er legt für Waren und Dienstleistungen fest, wie die Bilanz der Treibhausgase über die komplette Lebensdauer eines Produktes erstellt wird – von der Beschaffung und Produktion über die Nutzung bis hin zur Entsorgung. Zudem regelt er die Kommunikation beispielsweise an Verbraucher und sorgt somit für eine transparente und weltweit vergleichbare Darstellung des Carbon Footprints von Waren und Dienstleistungen. Der Norm-Entwurf konzentriert sich auf Grundlage der Ökobilanzierung nur auf die Wirkungskategorie Treibhausgase. Andere wie der Wasserverbrauch oder der Pestizideinsatz bei der Herstellung des Produktes sind nicht enthalten.

Die einheitlich definierten Anforderungen und Leitlinien sind für jedes Produkt anwendbar und unterstützen Unternehmen bei der Entwicklung effizienter und konsistenter Verfahren zur Ermittlung von Treibhausgas-Bilanzen. Sie erhalten einen besseren Überblick über den Carbon Footprint ihrer Produkte und können somit Potenziale zur Reduzierung leichter identifizieren.

Kommunikation des Carbon Footprints von Produkte

Der Norm-Entwurf E DIN ISO 14067 behandelt die Kommunikation des Carbon Footprints von Produkten. Sie unterscheidet hierbei zwischen der nicht öffentlich verfügbaren Kommunikation, innerhalb der Wertschöpfungskette, und der öffentlich zugänglichen Kommunikation z. B. an den Verbraucher. In Anlehnung an bereits existierende Internationale Normen zur Umweltkennzeichnung und -deklaration wie ISO 14024 und ISO 14025 soll die öffentlich verfügbare Information für die Verbraucher so transparent wie möglich sein.

Rund 35 Länder und zahlreiche weltweite Organisationen waren an der Erarbeitung des Norm-Entwurfs unter dem Dach der ISO (International Organization for Standardization) beteiligt. Vertreten waren neben Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft auch staatliche Organisationen, Umweltverbände sowie Verbraucherschutzorganisationen. Die Leitung des internationalen Projekts hat das DIN Deutsches Institut für Normung e.V.

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