ÖkoGlobe 2010: Xenova GmbH gewinnt mit Elektro-Van Terryman

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Terrryman Foto HerbstDie Xenova GmbH aus Düsseldorf hat den ÖkoGlobe in der Kategorie „wegweisende Innovationen bei Konzept- und Kleinserienfahrzeugen“ gewonnen und damit ihr Produkt, den Elektro-Van Terryman, erstmals in das Licht der Öffentlichkeit gerückt. Der Terryman, der 2011 auf den Markt kommen soll und das erste Fahrzeug des Düsseldorfer Unternehmens Xenova ist, besticht durch Leichtbauweise und unglaublich hohe Funktionalität und Flexibilität. Da passt die Positionierung von Xenova als „erster Fahrzeughersteller der nächsten Generation“ durchaus ins Bild. Während der Massenmarkt unter Hochdruck daran arbeite, jedem Trend zu folgen, konzentriere sich Xenova auf Segmente, die bereits heute sinnvoll besetzt werden können, heißt es auf der Homepage des Unternehmens. Gründer von Xenova ist kein Unbekannter:  Michael Viktor Kamp (62) hat auch die auf Solardächer spezialisierte Systaic AG gegründet, deren Vorstandschef er nun seit August 2010 geworden ist. 

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Mögliche Einsatzgebiete im städtischen Verkehr für den Terryman verrät die Xenova GmbH ebenfalls auf ihrer Homepage: Überall, wo Mensch und Maschine transportiert werden müssen, ist der Terryman ideal geeignet – Feuerwehr, Krankenwagen, Post etc. Als Antriebsbatterie fungiert ein Lithium-Polymer-Akku der neuesten Generation, der in der Standardversion für eine Reichweite von 100 Kilometern sorgt. Die enorme Flexibilität zeigt die Möglichkeit, den Terryman auch als Version mit Range Extender zu ordern – und damit die Reichweite auf 500 Kilometer zu steigern. Gleichzeitig verfügt der Terryman über vielfältige Ladeoptionen: Induktiv, Batterietausch, Starkstrom, Netzstecker – alles ist möglich. Bei Standardaufladung (16 A / 230 V induktiv) sind 80 Prozent der Batterie in 2,7 Stunden geladen, während 100 Prozent in 3,3 Stunden geschafft werden.

Eine absolute Besonderheit ist das – vermutlich von der Systaic AG gefertigte – Solardach, das über Abmessungen von 5,5 Quadratmetern verfügt und 150 wp/m² erzeugt. Etwa zehn Prozent der benötigten Energie holt sich der Terryman damit vom Dach. Der Elektromotor verfügt über 60 kW (83 PS). Bei der Preisverleihung für den ÖkoGlobe in Köln, betonte Geschäftsführer Michael Viktor Kamp die Bedeutung der Elektromobilität für zukünftige Verkehrskonzepte:

„Nur mit dieser Technologie ist ein vollkommen emissionsfreies Fahren möglich, auch bei Nutz- und Lieferfahrzeugen. Wir werden daher noch in diesem Jahr einen Flottenversuch in Düsseldorf starten und dabei auch die Mittelständler der Region einbinden.“

Die Jury, deren Sprecher der Autopapst Professor Ferdinand Dudenhöffer war, zeigt sich überzeigt vom Angebot der kleinen Düsseldorfer Firma:

Prof. Ferdinand Dudenhöffer AutopapstGerade in der Elektromobilität sind neue Konzepte gefragt. Eines dieser neuen Konzepte stellt Xenova mit dem Terryman vor: Der Elektro-Van wurde so konzipiert, dass die neue Antriebstechnologie optimal umgesetzt wird. Hieraus resultieren eine freie Laderaumverteilung im Inneren sowie eine hohe Effizienz bei der Nutzung des Elektro-Nutzfahrzeugs. Das hat die Jury überzeugt.“

Noch sind in Bezug auf den Terryman viele Fragen offen:

  • Wer produziert das Fahrzeug wo und in welcher Stückzahl?
  • Wann genau starten Flottenversuch und Markteinführung?
  • Wird es gleich einen europa- und weltweiten Vetrieb geben?
  • Was wird das Fahrzeug in welcher Ausstattung letztlich kosten?
  • Wie ist das Unternehmen finanziert?

Allerdings sind Konzept, Idee und erste Umsetzung des Terryman sehr hoffnungsvolle Ansätze, die wir von Cleanthinking.de intensiv verfolgen werden – in einem Jahr wird sich zeigen, ob Michael Viktor Kamp und sein Team wirklich zum ersten Elektroautobauer der neuen Generation aufgestiegen sind.

3 Kommentare

  • Hanno Martens

    hier die Quelle:
    Staatsanwalt Röding, Az.: 1516/10

  • Hanno Martens

    Geld dürfte wohl genug aus den Soldevco und Systaic Verhältnissen da sein. Oder man geht einfach wieder an die Börse, aber vorher zieht Herr Kamp sich dann sicherlich wieder zurück, zumindest öffentlich.
    Zumal ja die STA Düsseldorf gegen Herrn Kamp ermittelt

  • Karin Hübner-Klinger

    Für mich und sicher auch für alle anderen, die die Aktionen von Herrn Kamp beobachten sehr erstaunlich zu bemerken. Dieser weitere Inovationspreis, gesegnet mit den Worten von H. Dodenhöffer. Natürlich ist das Konzept bemerkenswert. Aber allein auf Grund von Animationen und vollmundigen Planzahlen sollte sich eine Juri nicht blenden lassen. Man sollte doch annehmen, dass sich diese aus Fachleuten zusammen setzt, die eine Umsetzung hinterfragen. Die Unternehmungen jener Düsseldorfer Adresse, sind nicht gerade dafür bekannt, ihren schönen Bildern auch Taten folgen zu lassen. Auf eine Markteinführung 2011 kann man nur Gespannt sein. Mit solchen Zielen haben Hersteller und Entwickler mit langjähriger Erfahrung ihre liebe Not. Nicht aber eine Xenova. Da gehört Klappern zum Handwerk, wie auch bei der Soldevco und der Systaic.

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