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Ökostrom – CleanTech Lexikon

Ökostrom: Definition, Wind- und Solarenergie, Biomasse

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Autor:

Martin Jendrischik

Mit Ökostrom wird ein Teil des aktuell in Deutschland gültigen Strommixes bezeichnet – Strom also der aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird, ist Ökostrom. Eine andere Definition Ökostrom benennt Ökostrom als elektrische Energie, die auf ökologisch vertretbare Weise aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt wird. Dabei erfolgt immer eine definitorische Abgrenzung zu

  • Kernenergie
  • Braun- und Steinkohle
  • Erdöl.

Oft erfolgt noch zusätzlich eine Abgrenzung zu gigantischen Bauwerken, wie etwa riesigen Wasserkraftwerken in China.

Als Ökostrom wird auch die elektrische Energie, die Stadtwerke oder Energieversorgungsunternehmen ihren Privatkunden oder Gewerbekunden anbieten – und ausschließlich aus umweltschonenden Energiequellen gewonnen wird, wird ebenfalls als Ökostrom bezeichnet.

Ökostrom: Strommix in Deutschland

Der Strommix in Deutschland 2010 zeigt einen Anteil des Ökostroms am Bruttostromverbrauch von 17 Prozent – mit starkem Wachstum. Weiterhin sieht der Strommix wie folgt aus:

  • Braunkohle 24 Prozent
  • Kernenergie 22 Prozent
  • Steinkohle 19 Prozent
  • Erdgas 17 Prozent
  • Erneuerbare Energien 17 Prozent
  • Sonstige (ohne EE-Anteil) 5 Prozent
  • Gesamt: 603 Mrd. KW

Der Anteil des Ökostroms am Bruttostromverbrauch wiederum spaltet sich im Strommix auf in:

Spätestens bis 2050 soll der Anteil von Ökostrom am gesamten Bruttoenergieverbrauch auf 100 Prozent ansteigen und damit der Atomausstieg sowie der Ausstieg aus Braunkohle und Steinkohle gelingen.

Ökostrom Anbieter in Deutschland

Über Ökostrom Anbieter gibt es in Deutschland vielfältige Diskussionen. In einer ganz engen Definition, lassen sich ausschließlich vier Anbieter herausarbeiten, die ausschließlich Ökostrom anbieten und nicht irgendwelchen Strom über so genannte RECS-Zertifikate umdeklarieren. Diese vier reinen und uneingeschänkt empfehlenswerten Ökostrom Anbieter in Deutschland sind (weitere Informationen bei uns nach dem Click):

Ökostrom-Zertifikate in Deutschland

Gütesiegel, Label oder Stromerzeugungs-Zertifikate sollen in Deutschland die tatsächlich ökologische Produktion eines Angebotes an Ökostrom bestätigen. Hintergrund ist, dass viele der großen Energieversorgungsunternehmen zwar Tochtergesellschaften gründen, die vordergründig reinen Ökostrom anbieten – bei genauerem Hinsehen das Ganze aber schlicht und ergreifend nur als Greenwashing bezeichnet werden kann.

Daher sind Ökostrom-Zertifikate in Deutschland so wichtig – damit man sich vor dem Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter wirklich den richtigen Partner heraussuchen kann.

Folgende Ökostrom-Zertifikate gibt es in Deutschland:

  • Grüner Strom Label
  • OK Power Label
  • verschiedene Zertifizierungen der großen TÜV-Gesellschaften

Bei nicht zertifiziertem Ökostrom verteilen konventionelle Stromanbieter häufig vorhandenen Strom aus umweltfreundlichen Quellen (meist seit Jahrzehnten bestehende Wasserkraftwerke) um und verkaufen ihn teurer. In letzterem Fall erhalten die „normalen“ Stromkunden des Anbieters zum Ausgleich einen höheren Anteil am fossilen/atomaren Strom, es tritt kein Umwelteffekt auf.

Bündnis für Ökostrom: “Atomausstieg selber machen”

Eine interessante Kampagne, der sich alle großen sowie einige kleinere deutsche Umweltverbände angeschlossen haben, ist die Kampagne “Atomausstieg selber machen”. Diese Kampagne empfiehlt nur konzernunabhängige Ökostromanbieter – bundesweit sind dies LichtBlick Ökostrom, Naturstrom, Greenpeace Energy und EWS Schönau.

Mitglied im Bündnis “Atomausstieg selber machen” sind auch jene Umweltorganisationen, die das Grüner Strom Label und das OK Power Label unterstützen.