Photovoltaik in Frankreich bietet Marktchancen
Frankreich versucht derzeit alles, um den Rückstand bei Erneuerbaren Energien zu verkleinern. Mit attraktiven Einspeisetarifen für Solarstrom aus netzgekoppelten Photovoltaikanlagen und dem milliardenschweren Umweltprogramm “Grenelle de l’environnement” hat die französische Regierung den Weg für eine schnelle Entwicklung des Marktes frei gemacht.
In Frankreich richtet sich die Höhe der Einspeisevergütung nicht nach der Anlagengröße, sondern nach Standort sowie Gebäudeintegration. Für die so genannten ‘nicht gebäudeintegrierte Anlagen’ liegt die Einspeisevergütung bei 32,82 Cent pro Kilowattstunde. In Gegenden mit geringer Sonnenauslastung ist aktuell ein weiterer Tarif geplant, der bei 39,4 Cent pro Kilowattstunde liegen soll, so kürzlich Frankreichs Energieminister Borloo. Strom aus gebäudeintegrierten Solarstromanlagen in Frankreich sowie auf Korsika und in den Überseedepartments wird sogar mit 60,17 Cent pro Kilowattstunde vergütet.Das 2008 verabschiedete Umweltprogramm sieht für den Zeitraum von 2009 bis 2020 Investitionen in Höhe von 440 Mrd. Euro vor. Der größte Posten entfällt mit 192 Mrd. Euro auf die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden, an zweiter Stelle folgt die Entwicklung der erneuerbaren Energien mit Investitionen von 115 Mrd. Euro. Ziel des Umweltgesetzes ist ein Solarenergievolumen von 1.100 MW bis 2012 mit einer Steigerung auf 5.400 MW bis 2020. Ausschlaggebend für die zukünftige Dynamik dürften vor allem die ab 2012 greifenden neuen Bauauflagen in Bezug auf einen niedrigen Energieverbrauch von Gebäuden sein.
Wie Solartechnik-Unternehmen profitieren können, ist das Thema des Fachseminars “Rahmenbedingungen für Solar-Projekte in Frankreich” am 19. November 2009 in Düsseldorf.
“Der Ausbau der Photovoltaik in Frankreich hat mit der deutlichen Verbesserung der gesetzlich festgeschriebenen Vergütungsmodelle eine neue Dynamik gewonnen und einen Boom an Neuprojekten ausgelöst”, bestätigt Manfred Thinnes, Geschäftsführer der SaarLB France und einer der Referenten. “Wichtig vor dem Markteintritt ist die Analyse relevanter Aspekte wie Genehmigungen, Förderrecht, Netzanschluss und Business-Planung.”
Es sprechen ebenfalls Vertreter der Kanzlei Epp, Gebauer & Kühl. Das Themenspektrum reicht von Normen und Zertifizierungen bis zur Finanzierung von Unternehmen und Projekten.

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