Platzeck und Tiefensee eröffnen Deutschlands größtes Solarkraftwerk
Am heutigen Donnerstag haben Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck und Bundes- verkehrsminister Wolfgang Tiefensee Deutschlands größtes Solarkraftwerk eröffnet. Der “Solarpark Lieberose” bei Turnow-Preilack in Brandenburg ist ein Gemeinschaftsprojekt des Projektentwicklers juwi GmbH sowie des Modulherstellers First Solar. Tiefensee und Platzeck montierten bei der feierlichen Eröffnung gemeinsam das 560.000 Solarmodul des Solarparls Lieberose nördlich von Cottbus.
Das Solarkraftwerk, das die Wörrstädter juwi-Gruppe und First Solar errichten, gilt in als ein Leuchtturmprojekt der Solarbranche: So haben die beiden Unternehmen trotz der wirtschaftlichen Flaute das Großprojekt mit einem Investitionsvolumen von mehr als 160 Millionen Euro auf den Weg gebracht, das mit einer Leistung von rund 53 Megawatt und einer Fläche von mehr als 210 Fußballfeldern die zweitgrößte Photovoltaik-Anlage der Welt darstellt.
Weitere Details zum Solarkraftwerk Lieberose
| Das Solarkraftwerk im Überblick | |
| Leistung: | ca. 53.000 Kilowatt |
| Grundfläche: | 162 Hektar (über 210 Fußballfelder) |
| Modulfläche: | ca. 500.000 m² ca. 700.000 Dünnschicht-Module (First Solar) |
| Ertrag pro Jahr: | rund 53 Mio. kWh (entspricht dem Jahresbedarf von rund 15.000 Haushalten) |
| CO2-Einsparung: | ca. 35.000 t/a |
„Der technologische Vorsprung ist ein Pfund, mit dem die ostdeutsche Solar-branche wuchern kann. Denn bei den neuen Energien ist der Kuchen noch nicht verteilt. Hier entwickelt sich Ost- deutschland zum Vorreiter. Wir wissen, es macht keinen Sinn mit China um die günstigste Fertigung zu konkurrieren. Vielmehr muss sich die ostdeutsche Solarindustrie auf ihre Stärken konzentrieren. Das sind auch das Wissen und Können, das in Unternehmen, Netzwerken, Forschungseinrichtungen und Universitäten gebündelt wird. Erst dieser Verbund, der sich nicht ins Ausland verlagern lässt, sichert auch künftig die Wettbewerbsfähigkeit. Der Solarpark in Lieberose zeigt, was deutsche Solarunternehmen erreichen, wenn sie zusammenarbeiten“, sagte Tiefensee heute bei der Einweihung des Solarparks vor mehr als 300 Gästen.
„Der Solarpark ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg, die Solarenergie in Brandenburg zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor auszubauen. Ich schreibe dem Solarpark Lieberose zudem eine Vorbildfunktion in punkto Konversion zu. Halbe Ewigkeiten genutzte und hoch belastete Militärflächen sind von Kampfstoffen und Munitionsresten entsorgt worden, ohne dass dabei die öffentliche Hand, die Eigentümerin des Areals ist, finanziell in Anspruch genommen wurde. Auch für einen Ausgleich der wirtschaftlichen und umweltpolitischen Interessen ist langfristig gesorgt: Nach der Nutzung als Solarpark wird die Fläche der Natur zurückgegeben“, betonte Ministerpräsident Platzeck.
Bis Ende dieses Jahres soll das neue Solarkraftwerk komplett ans Netz gebracht werden. Im voll ausgebauten Zustand werden dann rund 700.000 Dünnschicht-Module, die First Solar größtenteils im Werk Frankfurt/Oder hergestellt hat, allein mit der Kraft der Sonne pro Jahr genug klimafreundlichen Strom erzeugen, um den Bedarf von rund 15.000 Haushalten zu decken. First Solar hat nicht nur die Solarmodule für den PVPark hergestellt, sondern sich auch an der Finanzierung des Projekts beteiligt.

22:19
Mann sollte erst mal abwarten – die Windkraftwerke sind deutlich teuerer inder Wartung als Sonnenenergie.
18:19
fürs gleiche Geld könnte man die 6-10fache Strommenge mit Wind produzieren. Nicht nur Wahn- sondern auch Schwachsinn, was hier betrieben wird
21:12
Zu Komentar 1: Die meißten Module kommen ganz aus der Nähe aus Frankfurt Oder.
Zu Kommentar 2: Die 20 Jahre hängen mit dem Recycling Konzept zusammen. Außerdem besteht mit dieser vertraglichen Festlegung die Möglichkeit, die Fläche wieder kpl. zu renaturieren.
Sonnige Grüße
18:07
“Nach der Nutzung als Solarpark wird die Fläche der Natur zurückgegeben“
Wird hier schon ans Scheitern gedacht?
Ich denke es ist ein guter Schritt in die richtige Richtung. Auch dürfte es eine Menge Erfahrungen bringen in Richtung DesertTech, oder?
17:14
Warum ist ein US-Unternehmen an dem Bau beteiligt, obwohl doch gerade die deutsche Solarindustrie sich über sinkende Gewinne aufgrund ausländischer Solar-Unternehmen beschwert?
Gruß Michael