Prototechnik senkt Gewicht von Abgasanlagen dank Leichtbau 2.0

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Prototechnik LeichtbauCleantech News / Esslingen. Leichtbau 2.0? Mit einer innovativen Konzeptstudie zur Gewichtsreduzierung um über 30 Prozent geht das Cleantech-Unternehmen Prototechnik neue Wege beim Leichtbau von Abgasanlagen. Auf der Professional MotorSport World Expo (PMW) in Köln präsentiert der Spezialist für Hochleistungsanwendungen und Sonderserien eine Studie der neuen Leichtbau-Generation.

„In das Konzept haben wir sämtliche Möglichkeiten integriert, um das gesamte Leichtbaupotenzial auszuschöpfen“, erläutert Stefan Schmidt, Leiter Prototechnik. Das Unternehmen wurde 2010 von der Eberspächer-Gruppe übernommen und zum Leichtbau-Kompetenzzentrum ausgebaut. Basis der Studie ist eine aktuelle Serien-Leichtbauanlage, die bereits zehn Prozent weniger wiegt als herkömmliche Systeme und nun in punkto Material, Fertigung und Bauweise noch einmal auf den Prüfstand gestellt wurde.

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Der konstruktive Ansatz basiert auf maßgeschneiderten Wandstärken – Tailored Strips / Blanks – geht aber noch darüber hinaus: Innovative Bleche mit verschränkter Struktur bieten eine deutlich höhere Bauteilsteifigkeit, mit diesen konnte die Wandstärke im vorderen Schalldämpfer um ein Drittel reduziert werden. Neue Design-Features ermöglichen die absolute Entkoppelung des Abgassystems vom Motor – mit weitreichenden Folgen: Durch die Entkoppelung überträgt die Abgasanlage weniger Körperschall in die Befestigungspunkte, die Schalldämpferkomponenten lassen sich am Fahrzeugunterboden fixieren und die gasführenden Rohre haben keine tragende Funktion mehr. Das Ergebnis: Die erforderliche Rohrstärke kann um weitere zehn bis 20 Prozent reduziert werden.

Hybrid-Bauweise kombiniert mit ActiveSilence®-Technologie

Die innovative ActiveSilence®-Technologie von Eberspächer ersetzt den Endschalldämpfer. Ein Aktor in der Abgasanlage erzeugt hierbei Antischall und reduziert so die Schallemissionen. Eine Technologie, die nicht nur das Gewicht, sondern auch den Abgasgegendruck mindert. Bei der auf der PMW gezeigten Studie kommt die jüngste Aktorengeneration aus einem Faserverbundwerkstoff zum Einsatz, hier ist das Gehäuse im Vergleich zur Edelstahlvariante rund 80 Prozent leichter.

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Das Schwäbisch Gmünder Unternehmen Prototechnik verfügt über jahrelanges Know-how in der Bearbeitung und Verwendung von Spezialwerkstoffen wie Aluminium, Titan und Inconel. Auf dieser Grundlage konnte eine außergewöhnliche Hybrid-Bauweise realisiert werden. So überrascht der Katalysator mit Edelstahl-Anschlüssen am Titan-Mantel – hinsichtlich Gewicht ein optimaler Materialmix, der aber erst mit dem eigens weiterentwickelten MIG-Lötverfahren möglich wurde. Mit Ausnahme des Aktors ist der hintere Teil der zukunftsweisenden Abgasanlage vollständig in Titan ausgeführt.

Prototechnik ist Spezialist für Entwicklung, Prototypen- und Sonderserienfertigung von Abgasanlagen sowie sonstigen Motorperipherie- und Fahrzeugkomponenten in der Nische. In Verbindung mit der Eberspächer-Gruppe realisiert das Unternehmen maßgeschneiderte Sonderlösungen für Pkw, Nutzfahrzeuge, „Off-Highway“-Anwendungen, Motorräder, Rennsport- und High-Performance-Fahrzeuge.

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