Smart Home: Was ist das eigentlich?

Erfahren Sie alles über Smart Home, Smart Home-Systeme, Hausautomation, Smart Home-Geräte

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Leben Sie bereits in einem Smart Home? Wissen Sie nicht? Damit sind Sie nicht alleine. Daher haben wir in unserem Smart Home Special die wichtigsten Informationen, Tipps und Tricks für Einsteiger und Fortgeschrittene zusammengetragen. Denn die Zukunft wird dank Smartphones und immer intelligenter werdender Sensoren wirklich cool, bunt und spannend. Denn das smarte Zuhause verspricht den sparsameren und intelligenteren Umgang mit Energie, Komfortgewinn beispielsweise durch Zeitersparnis und erhöht die Sicherheit.

Was ist ein Smart Home? Welche Komponenten benötige ich und welche sind eher weniger sinnvoll? Welche Anbieter gibt es und welche Smart Home Anbieter bieten wirklich offene Systeme, die ich auch sukzessive erweitern kann? Wie viel muss ich investieren, um mittelfristig Geld einzusparen?

Inhaltsübersicht Smart Home Special

Einen Überblick über geeignete Produkte gibt es hier bei Amazon.

Was ist Smart Home?

Mit Smart Home werden Geräte und Systeme in Wohnungen oder Häusern beschrieben, die den Alltag der Bewohner komfortabler, sicherer und im Hinblick auf die Verwendung von Energie effizienter machen. Grundlage dafür sind „intelligente“ Sensoren und vernetzte Geräte, die zumeist zentral fernsteuerbar oder etwa mit der Hilfe von Smartphone-Apps einfach zu automatisieren sind.

Einen ersten Überblick über das vernetzte und smarte Haus liefert die Übersicht von Qivicon:

Qivicon zeigt Vernetzung im modernen Haus, dem Smart Home

Zum Vergrößern auf das Bild klicken. (Quelle: Qivicon)

Typische Anwendungen sind die Steuerung von Lampen, Jalousien, der Heizung, aber auch von Herd, Kühlschrank und Waschmaschine. Auch Systeme zur Speicherung und raumübergreifenden Nutzung von Video und Audio bzw. Lautsprechern werden meist dem Oberbegriff Smart Home zugerechnet.

Wenngleich es extrem technisch basierte, eher teure Hasuautomationssysteme schon seit den 70er Jahren gibt, beginnt der massenhafte Einsatz erst heutzutage. Zuvor mussten wichtige technische Entwicklungen dazu beitragen, die Systeme billiger, energieeffizienter zu machen:

  • Smartphone: So richtig komfortabel wird die Steuerung von Komponenten im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung erst über das Smartphone, das Millionen Menschen quasi immer bei sich tragen. Das erste iPhone, das diesen Markt ins Rollen brachte, kam im November 2007 auf den Markt.
  • Sensoren: Durch den technologischen Fortschritt werden Sensoren immer kleiner und damit ganzheitlicher. So gibt es Sensoren, die die Luftqualität und Temperaturen erfassen, Bewegungen oder auf offene Fenster und Türen hinweisen. Gleichzeitig hat sich der Umgang mit Daten verändert: Wetterdaten werden heute etwa viel detaillierter erfasst, gespeichert und zur raumorientierten Heizungssteuerung verwendet.
  • Funkstandards: Ein wichtiger Schritt war auch die Entwicklung bidirektorionaler Funkstandards wie WLAN und Bluetooth, die sowohl Informationen senden als auch empfangen können. So entsteht die Idee vom „Internet der Dinge“, in dem Haushalts- und Multimediageräte nicht nur mit einer Smart Home Zentrale oder einem Smartphone kommunizieren, sondern auch untereinander.

Weitere Definitionen haben wir hier zusammengetragen.

Komponenten eines Smart Home Systems

Ein Smart Home System besteht aus vier wesentlichen Bestandteilen:

  • Die zentrale Steuereinheit, auch oft Smart Home Hub genannt. Sie verbindet die vernetzten Geräte intelligent miteinander. In der Smart Home Zentrale steckt die eigentliche Intelligent der gesamten Smart Home Lösung, denn sie bestimmt darüber, welche Funktionen und Dienstleistungen eingebunden werden können. Ebenfalls entscheidet sich hier, welche Industriestandards unterstützt werden und ob ein System beispielweise für Smart Home-Geräte anderer Hersteller offen ist.
  • Smart Home Geräte sind die zweite, logischerweise ganz zentrale Komponente eines Smart Home-Systems. Diese Smart Home Geräte, das können beispielsweise LED-Lampen des Philips hue Systems sein, können über die zentrale Steuereinheit bzw. über ein mit dieser verbundenes Endgerät gesteuert werden. Die Komponenten reichen vom einfachen Schalter bis zur Multimedia-Lösung.
  • Die Konnektivität zwischen den einzelnen Elementen, die entweder kabelgebunden oder über Funktechniken eingerichtet werden kann. Letztere ermöglichen in der Regel eine einfachere Installation und erlauben es, verschiedenste Geräte an den unterschiedlichen Stellen des Hauses ohne größere Baumaßnahmen miteinander zu verbinden.
  • Das Bedienelement, über das die smarten Funktionen gesteuert werden können, ist die vierte Komponente einer Smart Home Installation. Neben spezieller Hardware, werden hier auch immer häufiger sowieso vorhandene Geräte einbezogen: Etwa das Smartphone, der Tablet-PC, der Fernseher oder die Smartwatch.

Im Idealfall verbindet eine Smart Home-Installation sämtliche Steuerungsmöglichkeiten eines Hauses. Es können entweder Komfort- und Sicherheitsfunktionen umgesetzt werden oder im Bereich des Energiemanagements Einsparmöglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz realisiert werden.en dabei ebenso eine wichtige Rolle, wie die zunehmende Urbanisierung und der Versuch, Städte intelligenter zu machen. All diese Trends sprechen für eine zunehmende Vernetzung und dafür, dass intelligente Systeme wie Smart Home-Lösungen schon in wenigen Jahren zum Standard werden.