Solar-Proteste: “1. April ist als Termin für die Kürzung schon vom Tisch!”
Proteste der Solarbranche bezüglich der schon ab 1. April 2010 geplanten Kürzung der Solarförderung scheint bei der Bundesregierung bereits Wirkung erzielt zu haben. Bei der Kundgebung in Thalheim, wo u.a. die Sovello AG und Q-Cells ihre Firmenzentralen haben, sagte Ulrich Petzold, MdB und CDU-Mitglied:
„Ich habe erlebt, was mit dieser Region 1990 passiert ist und ich will es nicht noch einmal erleben. Der 01. April ist als Termin für die Kürzung schon vom Tisch; derzeit wird beraten, wann die Änderung des EEG in Kraft treten kann.“
Dieser Halbsatz dürfte nicht nur bei den Beschäftigten in Thalheim und anderswo in Deutschland etwas Erleichterung auslösen. Besonders für die Handwerksbetriebe ist jeder Monat wichtig, der noch zum Abarbeiten von Aufträgen bei halbwegs brauchbarer Wetterlage dienen kann.
Alleine in Thalheim beteiligten sich rund 600 Beschäftigte der Firmen Sovello, Q-Cells, Solibro, Calyxo und CSG Solar an einer symbolischen Werksschließung. Insgesamt und bundesweit waren 20.000 Mitglieder von mehr als 25 Solarunternehmen dem Streikaufruf gefolgt. All dies stand unter dem Motto “Wer die Solarenergie beschneidet, beschneidet unsere Zukunft.”
Auch bei Schott Solar in Alzenau fand eine symbolische Werksschließung statt (siehe Bildergalerie). CEO Dr. Martin Heming kommentierte:
“Wir haben bereits 2009 ein schwieriges Jahr hinter uns. Mit der geplanten zusätzlichen Absenkung würde das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Wir beschäftigen in Deutschland allein 1.200 Mitarbeiter. Deren Arbeitsplätze sehen wir gefährdet.”
Auf einer eigens eingerichteten Internetseite haben bereits mehr als 830 Unterstützer ihre Unterschrift abgegeben: http://www.solar-made-in-germany.de/
Einige bildliche Eindrücke der Protestaktionen gibt es hier:
Partiell hatten die Protestler durchaus prominente Unterstützung erfahren. Beispielsweise nahm in Berlin die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Renate Künast, an einer Aktion bei der Firma Inventux teil. Künast kritisierte Umweltminister Norbert Röttgen:
“Der Bundesumweltminister Herr Röttgen hält Sonntagsreden und danach praktiziert er einen Kahlschlag.“
Und Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU, Thüringen) betonte bei einer Protestveranstaltung in Arnstadt:
„Es geht darum, einen politischen Fehler auf Bundesebene zu vermeiden.”
An anderen Orten waren Landräte und lokale Bundestagesabgeordnete vor Ort und sprachen ihre Solidarität aus.

09:50
Lieber Herr Röttgen,
Sie wissen so gut wie jedeR, der/die sich im Bereich Erneuerbare auskennt, dass die ehemals so hofierte und nun wiederbelebte Kernenergie auch nur mit massiven Subventionen groß werden konnte. Warum also dies der Fotovoltaik nicht gönnen? Wer den Umstieg auf Erneuerbare ernsthaft will, darf auch vor Diskussionen mit dem eigenen Lager und dem Koalitionspartner nicht zurückschrecken. Wie wäre es denn, einen Großteil der neuerlich bekannt werdenden im Ausland geparkten steuerpflichtigen Gelder für die weitere Solarförderung zurückzulegen? Klar, alle erheben Ansprüche auf diese Wundertüte. Aber: zeigen Sie Profil! Wenn Sie es wirklich ernst meinen, dann könnte dies ein weg sein. Berührungsängste? Fragen sie doch mal Herrn Scheer aus dem anderen Lager, Der Hauptsitz der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien IRENA befindet sich in einem der größten Ölförderstaaten. Hier hat man die Zeichen der Zeit erkannt! Und selbst wenn der Verbraucherzentralen- Bundesverband auch hinter einer Kürzung der Solarförderung steht, hier gilt es zu differenzieren. Gerade im Hinblick auf die angestrebte Dezentralität der Energieversorgung sollte man sich vielleicht eine weitere Unterteilung der Förderung überlegen, die kleinere Anlagen gegenüber Investorenmodellen bevorzugt.
Mit freundlichen Grüßen
Raymund Widera
11:59
Sehr geehrterHerr Roettgen.
Haben Sie sich schon ein mal Gedanken darüber gemacht wieviele Arbeitsplätze letzt endlich an der Solartechnologie hängen ?
Oder denken Politiker nicht an die Zukunft …. an die Zukunft der eigenen Kinder und Enkel und auch an die Zukunft der vielen Familien, deren Arbeitsplätze durch die Solartechnologie gesichert werden ?
Denn eine SAUBERE ENERGIE gibt es einfach nicht. Aber die großen Konzerne mit Ihren Kernkraftwerken und Ihrem Geld haben schon Macht. Aber auf Dauer werden sie sich nicht gegen erneuerbare Energien durch setzen und wehren können.
Denn letzt endlich liegt es an uns Bürgern, eigenverantwortlich zu entscheiden und zu handeln.
Wir wollen nicht weiter abhängig sein von irgend einem Stromkonzern und von Kernkraftwerken.
Wir haben die Möglichkeit zu entscheiden wie wir unser Geld am sinnvollsten investieren und damit die Umwelt und die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder zu schützen und dabei ein gutes Gewissen zu haben.
Und Sie werden sehen …. die Macht geht vom Volke aus und es wird Zeit, dass wir anfangen uns zu wehren. Und das nicht NUR alle vier Jahre mit unserer STIMME bei der Wahl.
Mit freundlichen Grüssen
Angelika Ruh
02:00
Lieber Herr Roettgen bitte bremsen Sie nicht eine Technologie in der wir Marktfuehrer sind.
Es gibt ein EEG welches Fakt ist. Wir haben und bis dato daran gehalten.
Bitte tun Sie das auch es kann nicht sein das uns China das Wasser abgraebt
Wir Sind inzwischen seit 30 Jahren in der Solarbranche taetig aber so etwas ist uns noch nicht vorgekommen
Vorschlag: Sie gehen in die freie Marktwirtschaft
Photovoltaik! Dann werden Sie den Ernst der Lage besser abschaetzen koennen
Was seit ihr fuer Menschen?
Ein Wirtschaftszweig der Arbeitsplaetze geschaffen hat wird von heute auf morgen lahmgelegt
Koennen Sie dabei auch noch ruhig schlafen?
Normalerweise sollten Sie froh sein ueber die Entwicklung der PV-Branche
Es gibt es MIT Sicherheit andere Probleme welche in der Energieversorgung anstehen
Mtg
Gerhard Polster
17:47
Erfreulich ist, dass die Zahl der Unterstützer, die gegen die Pläne protestieren, wächst.
Bei der oben beschriebenen Aktion hat es inzwischen bereits mehr als 3.000 Menschen gegeben, die den Aufruf virtuell unterschrieben haben.
Das macht ein wenig Mut – und auch die Presseresonanz insgesamt zeigt, dass Druck auf Röttgen ausgeübt wird. Mal sehen, wie das Kabinett handeln wird.
16:57
letztes Jahr wurden durch mein Unternehemen ca. 20 Zimmerleute/ Elektriker beschäftigt,
Diese Zahl taucht nirgendwo in den Beschäftigtenzahlen auf, Tatsache ist dass >50 % dieser Arbeitsplätze nicht mehr vorhanden wären ohne Photovoltaik.
15:47
Bis jetzt denken leider alle Politiker nur an ihre Amtszeit (Legistraturperiode) … also von der Tapete bis zur Wand.
Die Atomlobby, die großen Energieunternehmen haben immer noch das Sagen, haben praktisch alles unterwandert. Wenn es so weit ist, werde diese alle ein grünes Mäntelchen anziehen. Die Zeit ist dazu aber noch nicht reif, die Finanzkrise z.B. hat andere Probleme in den Vordergrund gerückt. Aber irgendwann, wenn die Werte von Q-Cells und Co. im Keller sind, wenn die Parität da ist (bald schon), dann ist man mit dem knoff hoff ein gerngesehener Übernahmekandidat.
Einerseits ist es den Konzernen ein Dorn im Auge, dass jede Familie auf dem Dach des Einfamilienhauses selber Strom prodoziert (dezentral) und damit Geld verdient und dem Konzern einige Euros abzwackt … aber andererseits wissen die, dass sie auch auf diesen “Zug” aufspringen müssen. Sonst haben sie ihn enfach gesagt … “verpasst”!
Ist doch schlimm, was “wir” (nicht nur Politiker, wir alle lassen es zu) unserer Heimat Erde zumuten. Unbewohnbare Landschaften, erhöhte Leukemiefälle, Hohlräume in un serer Erde werden für millionen Jahre mit Atommüll verseucht, keiner kennt die Auswirkungen der unnatürlichen Einbringung von CO2 in unsere Atmosphäre…
Unsere Urenkel, werden mal von Steinzeitmenschen reden, in Geschichte über das Eisenzeitalter diskutieren und sich über die gierigen unvernünftigen Vorväter der jetzigen Zeit den Kopf schütteln.
Alle Politiker denken nur an ihre Amtszeit (Legistraturperiode) … also von der Tapete bis zur Wand…..
Denen wurde das Werzeug PV in die Hand gelegt .. aber wir wussten noch nicht viel damit anzufangen.
(Lehrbuchauszug “Geschichte aus dem Jahr 2076)
Viele Grüße
12:45
Wer die Entwicklung in der Solartechnologie beschneidet, unterstützt Atom- und Kohlekraftwerke und zerstört unsere Erde