Solargemeinde Westerkappeln fördert Wärmepumpentrockner

Erfolgreiche Förderrichtlinie wurde nach 15 Jahren angepasst / Vorbild für andere Gemeinden Deutschlands?

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Die 10.000-Einwohner-Gemeinde Westerkappeln bei Osnabrück ist ein Vorreiter im Hinblick auf Ressourcenschonung und dezentrale Energiewende. Schon seit dem Jahr 2.000 nennt man sich „Solargemeinde“ und handelt auch entsprechend. Vor 15 Jahren hat die Gemeinde eine Förderrichtlinie aufgelegt, die die Errichtung von Photovoltaikanlagen oder von Regenwassernutzungsanlagen mit kleinen Geldbeträgen fördert. Jetzt hat die Gemeinde die Förderrichtlinie erneuert – und u.a. auch auf die Förderung von sparsamen Wärmepumpentrocknern ausgerichtet. Ist der Ort damit Vorbild für Deutschland?

Wappen von Westerkappeln20. August 2015. Die Förderrichtlinie hört auf den sperrigen Namen „Förderrichtlinie Regenwasser und Solareuro der Gemeinde Westerkappeln“. Solareuro ist dabei die Bezeichnung für die Förderung von Photovoltaikanlagen in Westerkappeln: Die Gemeinde erhebt beim Verkauf von Grundstücken diesen Solarueor (2,50 Euro je Quadratmeter) und erstattet diesen, bei Errichtung einer Solaranlage oder einer modernen Heizungsanlage. Damit setzt die Gemeinde – quasi ohne eigene Kosten – einen Anreiz, in Erneuerbare Energien oder sparsamere Heizungen zu investieren.

Nun hat Westerkappeln die Richtlinie angepasst:

  • Photovoltaikanlagen müssen nun eine Mindestgröße von drei kWp aufweisen
  • Solarthermie mit weniger als 5 Quadratmetern Kollektorfläche wird nicht mehr gefördert
  • Zusätzlich könnten alternativ zu den Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auch Kraft-Wärme- Kopplungsanlagen, Pelletkessel, Holzhackschnitzelkessel und Scheitholzvergaserkessel gefördert werden.

Neu hinzugekommen ist laut der Gemeinde Westerkappeln außerdem ein Zuschuss für besonders sparsame Wäschetrockner. Damit sind Solar- und Gastrockner, aber auch Wärmepumpentrockner gemeint. Ausgezahlt wird ein Zuschuss in Höhe von 200 Euro je Gerät (wenn sich freie Mittel im Solarfördertopf befinden).

Der Erfolg der Solargemeinde: Der dortige Verein zur Förderung regenerativer Energien e.V. zählt 290 thermische Anlagen und 209 Photovoltaikanlagen in Westerkappeln. Eine vergleichbare Förderrichtlinie einer Gemeinde in Deutschland ist uns nicht bekannt – daher könnte Westerkappeln als Vorbild für viele Gemeinden dienen, die auf Umweltschutz und Erneuerbare Energien setzen. Wäre es nicht klasse, wenn das Beispiel Westerkappeln Schule machen würde? 

(Bildquelle:  „DE Westerkappeln COA“ von Unbekannt vectorized by Hagar66 derivative work by Maxxl2 – Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons)

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