Stromspeicher Kolibri wird Teil des größten Akkukraftwerks in Europa

Neuigkeiten von DBM Energy, Kolibri Power Systems AG, Mirko Hannemann und der Energiequelle GmbH.

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Kolibri-Erfinder Mirko HannemannCleantech & Energie News / Berlin, Frankfurt am Main. Mirko Hannemann und sein Team lassen sich nicht unterkriegen. Seit einigen Monaten ist es zwar still geworden um DBM Energy – und von der Kolibri Power Systems AG hört man auch keine Neuigkeiten. Dennoch zeigt sich die Strategie der neuen Konzern-Holding unter dem Dach der Kolibri Power Systems AG immer deutlicher: Elektromobilität ist nicht mehr im Fokus von Mirko Hannemann und dem Management des Unternehmens. Vielmehr will DBM Energy mit dem eigenen Kolibri-Akku, der einst eine Rekordfahrt eines Elektroautos von München nach Berlin ermöglichte, einen wichtigen Teil zur Lösung des Speicherproblems von Erneuerbaren Energien lösen. Und ist am Bau von Europas größtem Akku-Speicherkraftwerk beteiligt.

Die Webseite von DBM Energy und der Kolibri Power Systems AGist mal wieder im Stealth Modus, wie der Screenshot zeigt:

Im Stealth Mode: Die Homepage der Kolibri Power Systems AG

Im Stealth Mode: Homepage der Kolibri Power Systems AG

Sie birgt aber interessante Informationen, die einige im Web kursierende Spekulationen rund um DBM Energy entkräften bzw. bestätigen: Die Kolibri Power Systems AG hat ihren Geschäftssitz in Frankfurt am Main, Neue Mainzer Straße (nicht: Landstraße) 75. Im Vorstand sitzt nicht etwa Erfinder Mirko Hannemann, sondern Dr. Helmut Naber und Richard Leitermann. Richard Leitermann wird DBM Energy u.a. auch beim eMobility Summit in Berlin (21./22. Mai) repräsentieren. Leitermann ist Rechtsanwalt in Frankfurt am Main – mit Firmenanschrift an der oben genannten Adresse der Kolibri Power Systems AG. Leitermann ist u.a. Mitglied beim Institute for Energy Law in Berlin und beschäftigt sich u.a. mit Telekommunikationsrecht (vgl. Vita Dr, Leitermann).

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Besser zum Geschäft von DBM Energy passt da schon Dr. Helmut Naber: Er war bis Ende 2010 Leiter Knowledge Transfer bei der MAN AG und arbeitete zuvor als Unternehmensberater. Neben diesen erfahrenen Managern, die Mirko Hannemann den Rücken für die Entwicklung der Technologie und die Abwicklung von Projekten freihalten sollen, wurde der Aufsichtsrat der Holding – wie bereits berichtet – mit Richard Gaul (ehemals BMW) und u.a. auch dem ehemaligen Deutsche-Bank-Manager Thomas Rüschen (Gründungsmitglied Desertec), besetzt.

Alleine diese personelle Struktur zeigt: DBM Energy bzw. die Kolibri Power Systems AG meint es wirklich ernst und ist in der Technologieentwicklung nach dem Umzug nach Berlin Adlershof deutlich vorangekommen. Hier, in einer Halle mit Solardach, sollen im Laufe des Jahres bis zu 60 Mitarbeiter arbeiten. Adlershof wird als Entwicklungszentrum der DBM Energy fungieren, während Frankfurt am Main offensichtlich zum Verwaltungssitz der Holding werden könnte.

Akkukraftwerke sind nun im Fokus der Produktentwicklung. Über Ostern, so berichtet adlershof.de, wurde das erste Akkukraftwerk einsatz- und versandfertig gemacht. In einem blauen Industriecontainer können nach den Worten Hannemanns Kolibiri-Akkus mit einer Kapazität von bis zu fünf Megawattstunden installiert werden – mit anderen Speichern umfasse ein solcher Container derzeit etwa eine Megawattstunde, zieht Hannemann den Vergleich. Welches Gewicht das Akkukraftwerk hat und wie viel es den Empfänger kostet, ist aber weiter unbekannt.

Installiert werden soll das Akkukraftwerk in einem Umspannwerk in Rheinland-Pfalz, in der Nähe der Grenze zu Frankreich. Es soll als Notstromreserve dienen und ca. 500 Haushalte über 24 Stunden unabhängig mit Strom versorgen. Das Projekt in Rheinland-Pfalz scheint nur eines von mehreren Projekten zu sein, über die DBM Energy Mitte des Jahres berichten und Einzelheiten bekannt geben wird. Es ist ein neues, gutes Vorgehen: Erst „liefern“, dann „trompeten“. Eine neue Seriosität bei DBM Energy, die nicht immer greifbar war in den vergangenen drei Jahren.

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11 Kommentare

  • Ist ja wohl auch kein Wunder, dass man den Kopf einziehen muss,
    wenn man von so vielen Seiten unter Beschuss genommen wird, oder?

    Im übrigen wären solche Speicher nicht so gefragt,
    wenn die dunkle Agenda nicht so vorangetrieben würde.
    Dann würde es nämlich auch keine Strom-Ausfälle geben.

    Wer die Innovatoren durch den Schmutz ziehen will,
    sollte lieber mal seine politische Einstellung hinterfragen.
    Dann wüsste er zu welchem Teil er für das DESASTER selbst verantwortlich ist!

    • All das hat nix mit Politik zu tun sondern nur mit Physik und Chemie.
      Und investiert hat Herr Hannemann fast nichts.
      Einfach mal sachkundig machen und begreifen 😉 😀

  • DBM Energy ist heute die Kolibri-AG. Die Super-Auto-Batterie wird plötzlich trotzt der 275.000 Euro Fördergelder von FDP Politiker und Staatsminister für Wirtschaft Hans-Joachim Otto nicht produziert. Der neue „Vorstand“ ist ständig abgetaucht. Die „neuen Produkte“ auf der Website als Foto dienen nur zur Datenabfrage der Kunden. Die AG wird ohne Mitarbeiter präsentiert. Die Firma zeigt sich nicht in der Öffentlichkeit, geschweige mit ihrem Produkt auf einer Messe. Nicht einmal den Produktionsstand und der Ort wird veröffentlicht. Einen kompetenten Mitarbeiter gibt es nicht am Telefon. Praktikanten geben (k)eine Auskunft. Preise der angeblichen „Heimspeicher“ werden nicht genannt. Unterstützung erfährt diese AG weiterhin von FDP Politiker!

  • Immerhin hat auch Cleanthinking nun aufgehört unwissend nachplappernde Jubelschreie auszustoßen.

    Fakt ist, daß der Hannemannakku wenn er die einst propagierte Energiedichte HABEN WÜRDE alle Elektroautoakkuprobleme gelöst hätte.

  • Mirko Wolters

    Was heisst hier eigentlich „identische Werte“? Strom, Spannung oder Innenwiderstand? Das z.B. die Leerlaufspannung immer gleich ist, ist kein großes Wunder.

    Eine Ansammlung von Managern beeindruckt mich überhaupt nicht. Fakten würden mich beeindrucken, z.B. Messergebnisse. Es wird komischerweise nie etwas veröffentlicht. Der BAM Test war da nicht wirklich hilfreich.

    Ich schreibe Hannemann und seinem Team die Kompentanz ab elektrochemische Energiespeicher entwickelt und produziert zu haben. Umgelabelte Zellen eines renomierten Anbieter halte ich für wahrscheinlicher.

    Das Märchen geht weiter…

  • TOSKIO-VTMS

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    das Geschäftsmodell eines Stromspeichers wie er jetzt als Akkukraftwerk entsteht, ist ein sehr sinnvoller Beitrag zu einem „intelligenten“ Smart Grid. Nicht nur Haushalte, sondern auch emissionsfreie E-Autos können damit CO2-neutral betrieben werden. Vorausgesetzt, der gespeicherte Strom stammt aus erneuerbaren, umweltfreundlichen Energiequellen.

    Meiner Meinung nach ist es jedoch besser und korrekt, nicht von einem Akkukraftwerk sondern von einem Akkuspeicherwerk zu sprechen. Es wird ja stationär kein Strom erzeugt sondern nur gespeichert.

    Aber auch gebrauchte E-Auto-Akkus, die nicht mehr ihre volle Leistung bringen (zurückgehende Reichweite), können in solchen Akkuspeicherwerken ein zweites und noch langes Leben erfahren, ehe sie ausgedient haben und in den Wertstoffkreislauf übergehen.

    Freundlichst grüßt Sie

    Rainer E. von Taxis
    VTMS Unternehmensberatung
    ———————————————————————–
    Initiator der Pro-Elektroauto-Kampagnen:
    Drive e-car – Save oil
    Drive e-car – Save CO2
    ———————————————————————–

  • Das Problem mit Hannemanns Akku ist wie folgt:
    Der Akku scheint günstig herstellbar zu sein.
    (Keine seltenen Erden/Rohstoffe, selbst die kleine Firma (DBM) beherrscht die Technik der Herstellung – also keine besondere Hightech)
    Der Akku ermöglicht auf kleinem Raum billiges und absolut sicheres speichern von elektrischem Strom. Deshalb ist das speichern und abrufen überschüssiger Umweltenergie überall und jederzeit möglich.
    Durch den Einsatz der Akkus wird die komplette bestehende Energiewirtschaft überflüssig; einschließlich der Vorlieferanten z.B.: Exploration mit Schiffbau, Bohrinselbau, Tiefseerobotik, Minenbau, Bergbau, Fördertechnik. Die Durchleitung und Instandhaltung von großen Stromnetzen mit Hochspannungsleitungen und -zig Umspannwerken, die gesamte Energieverteilung. Alle Brennstoffe haben für die Energieerzeugung ausgedient. Öltanker und deren Schiffsbau, Pipelinebau werden überflüssig, die gesamte Weltuntergangs – Medienindustrie einschließlich Greenpeace erübrigen sich. Der klassische Heizungsbau einschließlich Schornsteinbau und Schornsteinfegerei stirbt. Der arabische Ölraum verliert seine Einnahmequellen, Kohleberkwerke werden unnütz, Atomkraftwerke wurden umsonst gebaut. Staaten verlieren ihre wichtigsten Steuereinnahmequellen.
    Die Autoindustrie unterscheidet sich in Motorentechnik. Dieses Unterscheidungsmerkmal geht verloren. Elekrtoautos kann jeder bauen. Die gebauten Autofabriken und viele ihre Vorlieferanten verlieren ihre Existenzberechtigung.
    Ein KFZ bei dem die Antriebsaggregate einschließlich Getriebe und Abgastechnik wegfallen hat mehr Platz für Akkus als notwendig. Wenn das Akkuauto lebt, wörüber schreiben dann Autobild, Auto-Motor-Sport… u.s.w.?
    NIEMAND in der Industrie, in der Politik oder bei den Medien will den Speicher.

    In der Summe wird der Einzug des Akkus einen kompletten Industriewechsel mit dem Verlust von Milliarden Arbeitsplätzen bedeuten, einschließlich pleitegehender Staaten (Wir sind ehedem pleite) Bürgerkriegen oder Staatenkriegen, der totalen Verarmung der Öl exportierenden Länder; soziale Unterschiede werden tiefer und teilweise unüberwindbar. Die Wirtschaftssysteme der Welt müssen neu geordnet werden.
    Die Produktion von Gütern wird billiger, sehr viele Produktionsgüter werden einfach nicht mehr gebraucht, – auch deren Arbeitskräfte werden nicht mehr gebraucht. Es reichen immer weniger Menschen um alles Notwendige herzustellen. Was geschieht mit den Menschen, die nicht am Welt-Produktionsprozess teilnehmen?

    Das ist das Problem des Akkus.

    Es müssen völlig neue Wirtschafts – Rahmenbedingungen geschaffen werden. Der Akku wird kommen. Er KANN der gesamten Menschheit Wohlstand und Sicherheit geben. Leider sind viele Menschen nicht reif.

    • WinfriedB

      Ach ja, die bösen Verschwörer….

      Ich will mal nur einen Gesichtspunkt herausgreifen:

      „Die Autoindustrie unterscheidet sich in Motorentechnik. Dieses Unterscheidungsmerkmal geht verloren. Elekrtoautos kann jeder bauen. Die gebauten Autofabriken und viele ihre Vorlieferanten verlieren ihre Existenzberechtigung.“

      Es ist nur seltsam, daß sich bisher praktisch nur schon etablierte Autohersteller mit der Herstellung von E-Autos beschäftigen. Könnte das daran liegen, daß zu einem Auto mehr als ein Motor gehört? (Und was die Motorentechnik angeht, kooperieren schon viele Autounternehmen seit Jahren miteinander.) War da nicht noch was mit Fahrwerk, Sicherheitstechnik usw.?

      Daß die Autoindustrie Hannemann seine Akkus nicht aus den Händen reißt, dürfte eher daran liegen, daß er damit ein Versteckspiel treibt und von ihm selbst angekündigte Messeteilnahmen nicht wahrnimmt. Mit imaginären Akkus wird niemand Autos bauen, und mit jemand, der ein so seltsames „Marketing“ betreibt wie Hannemann, wird auch niemand Geschäfte machen wollen.

  • Auch wir haben Stromspeicher, die Millionenfach Be- und Entladen werden können und das bei jeder temperatur und schnell.
    Siehe Video unter YouTube
    Physikalische Stromspeicher =2,52Min
    http://www.youtube.com/watch?v=ORQ3eIcp-cA&feature=colike

    mfG
    Bernd Hermann

    • Harry Coerver

      Hallo Herr Hermann
      die Stromspeicher sind, wie man unschwer anhand des Videos erkennen kann, in einem frühen Stand der Entwicklung.
      Welche technischen Daten erwarten sie am Ende der Entwicklung?
      Wann erwarten sie die Serienreife.

      mfG
      Harry Coerver

      • Bernd Hermann

        Hallo Herr Coerver,
        danke für Ihre Nachfrage.
        Das ist nur eine Frage der Kosten, die wir als kleine Firma nicht aufbringen können.
        mfG
        Bernd Hermann

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