Neue Sparte für Süd-Chemie: Produktion von Lithium-Eisen-Phosphat in China
Im Juli berichteten wir von Cleanthinking.de über die Planungen von Süd-Chemie, die größte deutsche Anlage zur Herstellung von Bioethanol aus Stroh errichten zu wollen. Neben dieser Cleantech-Initiative tut sich nun eine neuerliche Perspektive für das Chemie-Unternehmen auf: Süd-Chemie will nach Angaben der Automobilwoche nun zusammen mit Partnern einen dreistelligen Millionenbetrag in die Produktion von Lithium-Eisen-Phosphat (LFP) investieren – das leistungsfähige Speichermaterial ist insbesondere für die Verwendung im Bereich Elektromobilität vorgesehen: Moderne Lithium-Ionen-Batterien, die keine Kühlung benötigen und nicht brand- oder explosionsgefährdet sind, verwenden Lithium-Eisen-Phosphat.
Das Investment in die Lithium-Eisen-Phosphat-Produktion soll in den kommenden zwölf Monaten erfolgen, so zitiert die Automobilwoche den Süd-Chemie-Vorstand Hans-Joachim Müller. Allerdings solle das Engagement nicht in Europa sondern in Asien geschehen. Erst im Juli hatte Süd-Chemie ein Investment von 60 Millionen Euro zur Produktion von LFP bekannt gegeben: Bei der kanadischen Tochtergesellschaft Phostech Lithium in Candiac (Provinz Quebec) entsteht derzeit die erste Anlage zur industriellen Großproduktion von LFP, basierend auf einem nasschemischen Herstellungsverfahren.

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